International
NATO

Nordische Länder richten militärischen Transportkorridor ein

epa11425261 Norwegian Prime Minister Jonas Gahr Store (C), Swedish Prime Minister Ulf Kristersson (R) and Finnish President Alexander Stubb (L) attend a press conference during visit to the Norwegian  ...
Die Staatsoberhäupter Finnlands, Norwegens und Schwedens treten gemeinsam vor die Medien, 20. Juni 2024.Bild: keystone

«Jetzt, da wir alle in der Nato sind»: Nordische Länder richten Militärkorridor ein

20.06.2024, 19:10
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Norwegen, Schweden und Finnland wollen einen gemeinsamen militärischen Transportkorridor einrichten. Damit soll militärisches Personal deutlich schneller von norwegischen Häfen nach Schweden und Finnland verlegt werden können, wie am Donnerstag im Rahmen des nordnordischen Verteidigungsgipfels im norwegischen Bodø bekanntgegeben wurde.

Die Massnahme sei eine Reaktion auf die Notwendigkeit, Streitkräfte über Landgrenzen hinweg verlegen zu können. Die Strecke werde durch Nordnorwegen, Nordschweden und Nordfinnland verlaufen.

«Wir können jetzt, da wir alle in der Nato sind, auf ganz andere Weise zusammenarbeiten, um uns gegenseitig zu verteidigen», sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf einer Pressekonferenz. In der Vergangenheit habe der Norden bei der Planung des Transports von militärischem Personal und Ausrüstung von Norden nach Süden gedacht. «Jetzt werden wir auch mehr in West-Ost-Richtung denken», sagte Støre.

Schweden und Finnland hatten 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine die Mitgliedschaft in der Nato beantragt. Im April vergangenen Jahres wurde Finnland 31. Mitglied im Bündnis, Schwedens Mitgliedschaft folgte am 7. März nach einer fast zweijährigen Hängepartie. (sda/dpa)

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23 Kommentare
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El_Chorche
20.06.2024 20:20registriert März 2021
Grossartig.

Ich traue es mich fast nicht zu glauben, aber ich hab da wohl gerade zum ersten Mal seit Langem eine gute Nachricht gelesen.

Gruss
Chorche, etcetera
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Vallhag
20.06.2024 22:28registriert März 2024
Ich find das super. Und daneben auch ziemlich nervig, dass die Schweiz dank ihrer Hetzpartei immer noch das Kleinkind repräsentiert, das zwar von den Erwachsenen profitieren, selbst aber nichts dran geben will, ausser biz Batzeli.
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