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epaselect epa07214605 A butterfly sucks nectar from a flower in Jammu, the winter capital of Kashmir, India, 07 December 2018.  EPA/JAIPAL SINGH

Vor Schmetterlinge sind vom grossen Insektensterben betroffen. Bild: EPA/EPA

Fast unbemerkt findet ein enormes Insektensterben statt



Eine neu erschienene erste weltweite (Meta-)Studie zum Insektenbestand zeichnet ein dramatisches Bild.

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Motten sind neben den Schmetterlingen die Hauptleidtragenden vom grossen Insektensterben. bild: shutterstock.

Der Guardian, der sich auf die Autoren der Studie beruft, geht sogar so weit, zu mutmassen, dass bis in 100 Jahren der gesamte Insektenbestand ausgerottet sein könnte.

Massenaussterben von Tieren sind kein neues Phänomen. Bereits fünfmal in der Erdgeschichte wurde die Artenvielfalt der Lebewesen drastisch verkleinert. Viele Forscher gehen davon aus, dass wir uns in einer sechsten Phase befinden.

Die neu erschienene Studie wurde im renommierten Fachmagazin «Biological Conservation» publiziert. Grundlage für die Meta-Studie waren 73 ausgewählte Untersuchungen der letzten Jahre.

Ein paar wenige Arten können derzeit ihren Bestand vergrössern. Ein Mitautor der Studie, Francisco Sánchez-Bayo, erklärte gegenüber dem Guardian, dass sich Nutzniesser und Leidtragende allerdings bei Weitem nicht die Waage halten würden. 

Hauptgründe für das Massensterben sind laut Sánchez-Bayo der Verlust von Lebensraum durch die Industrialisierung der Landwirtschaft. Weitere unterstützende Faktoren seien die flächendeckende Benutzung von Pestiziden, neue Eindringlinge im knapper werdenden Lebensraum und der Klimawandel: 

«Wir müssen die Art, wie wir Nahrung produzieren, verändern. Ansonsten rotten wir die Insekten als Ganzes innerhalb von wenigen Jahrzehnten aus. Die Auswirkung auf das Ökosystem des Planeten wären katastrophal, um es milde auszudrücken.»

(tog)

Dazu ein interessantes Interview mit dem WWF-Chef.

Dieser Mann züchtet eine Milliarde Kackerlacken

Video: srf

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