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Nordkorea

Kim Jong Un lädt Donald Trump ein – dieser willigt offenbar ein

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Bis Mai soll es zum grossen Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un kommen.Bild: AP/AP

Kim Jong Un lädt Donald Trump ein – dieser willigt ein

09.03.2018, 01:1909.03.2018, 12:32

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jon Un wollen sich zu einem Gipfel treffen. Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong sagte am Donnerstag in Washington, Kim habe Trump zu dem Treffen eingeladen, und dieser habe zugesagt.

Das Treffen solle noch vor dem Monat Mai stattfinden. Laut Chung sagte Kim auch zu, die nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketentests zumindest vorläufig einzustellen. Der nordkoreanische Machthaber sehe sich nach dessen eigenen Worten der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel verpflichtet, und sehe deshalb von diesen Tests ab. Trump wolle bei dem Treffen mit Kim die «dauerhafte Denuklearisierung» der Halbinsel erreichen.

Chung hatte Anfang der Woche ein Treffen einer ranghohen südkoreanischen Delegation mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang angeführt. Nach einem Zwischenstopp in Seoul reiste er nach Washington weiter, um die US-Regierung über das Treffen zu informieren.

Druck aufrechterhalten

US-Präsident Trump akzeptierte nach Angaben des Weissen Hauses die Einladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem Treffen. Zeit und Ort stünden aber noch nicht fest, erklärte seine Sprecherin Sarah Sanders am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington. In der Zwischenzeit würden die Sanktionen und der Druck auf Nordkorea aufrechterhalten.

Die beiden Koreas hatten sich zuletzt vorsichtig angenähert. Der Konflikt galt lange Zeit als der bedrohlichste der Welt. Er gilt als militärisch nicht lösbar. Eine diplomatische Lösung ist wegen der vielen Beteiligten extrem kompliziert. Auch China und Russland sind direkt und indirekt verwickelt.

Kim und Trump hatten sich 2017 immer wieder gegenseitig mit Beleidigungen und Spott überzogen. Das hatte Befürchtungen genährt, der Konflikt könne eskalieren, womöglich auch atomar. (cma/sda/dpa/afp/reu)

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