International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this April 15, 2017 file photo, North Korean leader Kim Jong Un waves during a military parade in Pyongyang, North Korea to celebrate the 105th birth anniversary of Kim Il Sung, the country's late founder and grandfather of current ruler Kim Jong Un. A North Korean mid-range ballistic missile apparently failed shortly after launch Saturday, April 29, South Korea and the United States said, the second such test-fire flop in recent weeks but a clear message of defiance as a U.S. supercarrier conducts drills in nearby waters. (AP Photo/Wong Maye-E, File)

Bild: Wong Maye-E/AP/KEYSTONE

Nordkorea wirft USA und Südkorea Mordkomplott gegen Kim Jong-un vor



Nordkorea hat die Geheimdienste der USA und Südkoreas beschuldigt, einen Giftanschlag auf Machthaber Kim Jong Un geplant zu haben. Eine von beiden Ländern unterstützte Terroristengruppe sei in Nordkorea eingedrungen, um Kim mit einer «biochemischen Substanz» zu töten.

Das habe das nordkoreanische Ministerium für Staatssicherheit am Freitag erklärt, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien. Die Gruppe sei vor kurzem aufgespürt und «alle in den scheusslichen staatlich gestützten Terrorismus verwickelte Schurken» ausgelöscht worden.

Die Anschuldigen erfolgten inmitten wachsender Spannungen im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm. US-Aussenminister Rex Tillerson hatte vor zwei Wochen damit gedroht, die USA könnten Nordkorea wieder auf eine schwarze Liste mit Staaten setzen, die den Terrorismus finanzierten.

Kurz zuvor hatte Nordkorea erneut entgegen UNO-Verbotsresolutionen eine Testrakete gestartet, die allerdings kurz nach dem Start explodierte.

Die US-Regierung hatte Nordkorea 2008 von der Liste gestrichen. Die Aufnahme hatte davor als eine der wirksamsten Sanktionen gegen die international isolierte Führung in Pjöngjang gegolten.

Geheimdienste als Terroristen bezeichnet

Das Staatssicherheits-Ministerium in Pjöngjang bezeichnete die CIA und Südkoreas Geheimdienst selber als Terroristengruppen und drohte, Nordkorea werde sie bei einem «Anti-Terror-Angriff» zerstören.

Zum Komplott gegen Kim habe die Verwendung «biochemischer Substanzen einschliesslich eines radioaktiven Stoffes und giftiger Nano-Substanzen» gehört. Kim habe bei einem öffentlichen Auftritt in Pjöngjang getroffen werden sollen.

Südkoreas Geheimdienst habe einen Nordkoreaner mit Nachnamen Kim während eines Arbeitsaufenthalts in Russland bestochen, um den Plan durchzuführen, hiess es weiter. Im vergangenen Jahr habe Südkorea «Satellitenkontakt» mit dem Agenten in Pjöngjang aufgenommen.

«Wir werden die Terroristen der US-CIA und der Marionetten-IS (Aufklärungsdienst) in Südkorea bis zum letzten Mann aufspüren und gnadenlos zerstören», hiess es. Der Anschlagsplan käme einer Kriegserklärung gleich. Aus der Erklärung ging nicht hervor, wie der angebliche Komplott aufgedeckt wurde.

Nordkoreas Regierung wird verdächtigt, hinter dem Giftmord am Halbbruder von Machthaber Kim, Kim Jong Nam, im Februar in Malaysia zu stecken. Eine Vietnamesin und eine Indonesierin stehen dort wegen des Vorwurfs vor Gericht, Kim Jong Nam im Flughafen von Kuala Lumpur mit dem Nervengas VX getötet zu haben. Pjöngjang hatte Vorwürfe zurückgewiesen, mit dem Anschlag etwas zu tun zu haben. (nfr/sda/dpa)

So feiert Nordkorea Geburtstag

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 05.05.2017 16:41
    Highlight Highlight ...
    2. Therapie, beginnend mit der ersten Aufgabe "Einfühlen in die Opfer durch nachmachen":
    Aushändigung eines Notizbüchleins, in dem der Patient von nun an alles, was der Therapeut sagt, korrekt und mit Begeisterung notieren muss.
    3. Ausweglose Situation simulieren, indem die Behandlung endlos weitergeführt wird.
    4. Der geläuterte und geheilte Kim Jong Un notiert altersschwacher, krakeliger Schrift einen letzten Eintrag in sein Notizbüchlein:
    "Auch ein unausstehlicher Volks-Führer darf sterben."
    • zombie woof 05.05.2017 18:05
      Highlight Highlight Beide, Trump und Kim, gehören eingeliefert, aber ob solch enorme Dachschäden repariert werden können, bezweifle ich
  • rodolofo 05.05.2017 16:35
    Highlight Highlight Da hat Kim Jong Un also gerade eine neue Kategorie von "Terroristen" erfunden. Sehr originell...
    Für mich ist der Massen-Tourist ein Terrorist!
    Aber das wäre ein anderes Thema.
    Also, wer wird denn ausgerechnet Kim Jong Un, den allseits geliebten Führer, vergiften wollen?!
    Wir wollen ihm doch nur HELFEN!
    1. Zwangsmässige Einlieferung in eine geeignete Psychiatrie, welche sich auf narzisstische Persönlichkeitsstörung-Störungen spezialisiert hat
    ...
  • ujay 05.05.2017 16:27
    Highlight Highlight Hoffentlich auch steht die Eliminierung dieses Giftsacks ganz oben auf auf der Agenda westlicher Geheimdienste.
    • Silent_Revolution 05.05.2017 20:03
      Highlight Highlight Das gute alte Feindbild in Nordkorea funktioniert leider noch immer. Nordkorea der böse Aggressor der seit langem in keinerlei Angriffskriege verwickelt ist.

      Westliche Geheimdienste und Armeen haben wesentlich mehr Menschenrechtsverletzungen zu verantworten als das Regime unter Kim Jong Un. (CIA in Pakistan, Afghanistan) und Armeen die gerade dann eingreifen wenn der Angriff ökonomisch sinnvoll ist (Irak, Libyen) werden von uns bejubelt.

      Der böse Kim lässt sein Volk hungern? Dasselbe gibts in afrikanischen Regimes zuhauf - gute Beziehungen zur Schweiz - USA inklusive.
    • Fabio74 06.05.2017 13:06
      Highlight Highlight und was dann? Glaubst du mit dem Tod des Diktators sei es erledigt? Bisschen naiv.
      @Silent Revolution: Weil afrikanische Diktatoren das Volk hungern lässt, ist es legitim dass Nordkorea dies auch tut und zusätlich KZs und Sippenhaft führt?
    • Dirk Leinher 06.05.2017 14:58
      Highlight Highlight @silent Revolution: Volle Zustimmung, es widert mich schon lange an, wie verblödet mit zweierlei Mass gemessen wird.
      @Fabio74: Da haben Sie wohl etwas missverstanden, dieser Vergleich legitimiert keine Menschenrechtsverletzungen, weder hüben noch drüben. Der Vergleich prangert einfach die unterschiedlichen Massstäbe an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 05.05.2017 15:34
    Highlight Highlight Der Gümliger Sürmu mag ein vollgefressener Tyrann sein, aber es kann mir ja niemand sagen, dass bei CIA, FBI, MI6 und Co keine Pläne zur Beseitigung dieses "Volksführers" in den Schubladen liegen
  • N. Y. P. D. 05.05.2017 14:38
    Highlight Highlight Nordkorea hat die Geheimdienste der USA und Südkoreas beschuldigt, einen Giftanschlag auf den Machthaber Kim Jong Un geplant zu haben.

    Und wo genau liegt jetzt das Problem?
    • JJ17 05.05.2017 17:55
      Highlight Highlight Darin, dass sich der Westen immer in Dinge versucht einzumischen, die er nicht zu 100% versteht...
    • LaPaillade #BringBackHansi 05.05.2017 19:24
      Highlight Highlight Südkorea ist Westen?
    • JJ17 06.05.2017 17:12
      Highlight Highlight Südkorea ist militärisch gesehen ja sozusagen der 51. Bundesstaat der USA, also ist es fast Westen...
  • Dunkleosteus6765 05.05.2017 14:27
    Highlight Highlight Ich würde ja gerne lauthals lachen, über so ein Sandkasten-Getue. Leider sind dabei zwei Länder involviert, die von impulsiven "Ich drücke den roten Knopf"- Menschen regiert werden. Da wird mir schon etwas Angst und Bang.

Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran

Nach dem Drohnenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nimmt die Gefahr eines Kriegs in der Golfregion weiter zu. US-Präsident Donald Trump kann ein solches Szenario nicht gebrauchen.

Einmal mehr brennt es am Persischen Golf, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei mutmasslichen Drohnenangriffen auf saudische Ölanlagen am Samstag wurde unter anderem die grösste Raffinerie des Landes in Abakik getroffen. Die Feuer sollen unter Kontrolle sein, doch die Einschränkung der Produktion sorgte prompt für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Verantwortung für den Angriff übernahmen die Huthi-Rebellen in Jemen, die seit 2015 von einer Allianz unter Führung von Saudi-Arabien mit Luftangriffen …

Artikel lesen
Link zum Artikel