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Nord- und Südkorea planen die nukleare Abrüstung – und wollen Krieg offiziell beenden



Ein innerkoreanisches Gipfeltreffen hat die geteilten Länder auf Friedenskurs gebracht: In einer gemeinsamen Erklärung gaben Nord- und Südkoreas bekannt, die Halbinsel schrittweise von Atomwaffen befreien und den seit 65 Jahren andauernden Kriegszustand beenden zu wollen.

Der nach dem Korea-Krieg von 1950 bis 1953 geschlossene Waffenstillstand werde noch dieses Jahr gemeinsam mit den USA und China in einen Friedensvertrag überführt, hiess es am Freitag zum Abschluss des ersten Korea-Gipfels seit über zehn Jahren.

Bei dem Korea-Gipfel im Grenzort Panmunjom unterzeichnete Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit Südkoreas Präsident Moon Jae In eine gemeinsame Erklärung, die eine «neue Ära des Friedens» einläuten soll. Beide umarmten sich nach der Unterzeichnung.

Die Umarmung

Dabei sagte Kim: «Nord- und Südkorea sind Brüder, die nicht getrennt voneinander leben sollten.» Moon ergänzte: «Es gibt kein Zurück mehr.»

«Die beiden Führer erklären vor dem 80-Millionen-Volk und der ganzen Welt, dass es nie wieder Krieg auf der koreanischen Halbinsel gibt und das Zeitalter des Friedens begonnen hat», hiess es in der Erklärung. Die beiden Staaten wollen ihre Armeen verkleinern, feindliche Handlungen unterlassen und ihre schwer befestigte Grenze zu einer «Friedenszone» umbauen.

Das sind die Ergebnisse des Korea-Gipfels

Moon will nach Pjöngjang ...

Eine «Nicht-Angriffsvereinbarung» sorge dafür, dass alle feindlichen Aktivitäten «zu Land, zu Wasser und in der Luft» eingestellt würden. Im Herbst will Moon Kim die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang besuchen.

Bereits im Mai soll ein Treffen der Militärführungen stattfinden. Auf ziviler Ebene werden wieder Familienzusammenführungen geplant. An Sportereignissen wie den Asien-Spielen 2018 wollen die Mannschaften gemeinsam teilnehmen.

Das Gipfeltreffen in Panmunjom in der entmilitarisierten Zone stand im Zeichen der Versöhnung und war voller symbolischer Gesten – ein klarer Kontrast zur kriegerischen Rhetorik noch vor einigen Monaten, als die Atom- und Raketentests Sorgen vor einer militärischen Eskalation auch mit den USA schürten.

Nach Angaben von Delegationsteilnehmern entschuldigte sich Kim scherzend für die Tests. Er habe gehört, dass er damit Moon wiederholt aus dem Schlaf gerissen habe. Dies werde aber nicht mehr vorkommen.

... und Kim betritt südkoreanischen Boden

Kim und Moon zeigten sich entspannt, scherzten, lächelten und hielten sich wiederholt an den Händen. Am Morgen hatte Kim als erster nordkoreanischer Staatschef überhaupt südkoreanischen Boden betreten.

epa06695625 North Korean leader Kim Jong-un (L) crosses the military demarcation line (MDL) as South Korean President Moon Jae-in (R) greets him at the Joint Security Area (JSA) on the Demilitarized Zone (DMZ) in the border village of Panmunjom in Paju, South Korea, 27 April 2018. South Korean President Moon Jae-in and North Korean leader Kim Jong-un are meeting at the Peace House in Panmunjom for an inter-Korean summit. The event marks the first time a North Korean leader has crossed the border into South Korea sine the end of hostilities during the Korean War.  EPA/KOREA SUMMIT PRESS POOL / POOL

Der Moment: Kim Jong Un tritt in den Süden. Bild: EPA/KOREA SUMMIT PRESS POOL

Er griff Moons Hand und führte ihn spontan auch auf nordkoreanisches Gebiet – ein Schritt, den das minutiös ausgearbeitete Protokoll nicht vorgesehen hatte.

North Korean leader Kim Jong Un, left, and South Korean President Moon Jae-in cross the border line at the border village of Panmunjom in Demilitarized Zone Friday, April 27, 2018. Their discussions will be expected to focus on whether the North can be persuaded to give up its nuclear bombs. (Korea Summit Press Pool via AP)

Händchenhaltend in den Norden … Bild: AP/Korea Summit Press Pool

Später pflanzten die beiden eine Kiefer und enthüllten einen Gedenkstein mit der Aufschrift: «Frieden und Wohlstand pflanzen.» Beide führten mehrere Gespräche unter vier Augen, davon eines im Freien, wie TV-Sender live zeigten.

Der innerkoreanische Gipfel ging einem geplanten Treffen von Kim mit US-Präsident Donald Trump voraus, das Ende Mai oder im Juni stattfinden soll. Die USA sind die Schutzmacht Südkoreas und haben dort knapp 30'000 Soldaten stationiert.

North Korean leader Kim Jong Un, right, talks with South Korean President Moon Jae-in, left, during a meeting at the border village of Panmunjom in Demilitarized Zone Friday, April 27, 2018. Their discussions will be expected to focus on whether the North can be persuaded to give up its nuclear bombs. (Korea Summit Press Pool via AP)

Hier wird Geschichte gemacht: Südkoreas Präsident Moon Jae In (l.) und Kim Jong Un.  Bild: AP/Korea Summit Press Pool

Ein «wildes Jahr»

Die Übereinkunft von Panmunjom wurde international begrüsst. US-Präsident Trump twitterte: «Der Korea-Krieg endet». Nach einem «wilden Jahr» mit Atom- und Raketentests passierten gute Dinge.

Das chinesische Aussenministerium erklärte, es habe die Hoffnung, dass beide Seiten einen politischen Prozess zur Lösung der Probleme auf der Halbinsel vorantreiben könnten. China sei bereit, bei diesem Punkt weiter eine proaktive Rolle zu spielen. China gilt als engster nordkoreanischer Verbündeter.

Das russische Präsidialamt sprach von einer «sehr positiven Entwicklung». Japans Regierungschef Shinzo Abe sagte, er erwarte von Nordkorea konkrete Schritte. Auch Abe erwägt ein baldiges Treffen mit Kim. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte nach dem historischen Korea-Gipfel vor verfrühter Euphorie. (sda/reu/dpa)

10 Bilder zeigen dir das Menü beim Nord-Südkorea-Gipfel

Reiseziel: Nordkorea. Eine Fahrt ins Ungewisse

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • passescribe 27.04.2018 14:16
    Highlight Highlight Ich bin dankbar ein Zeitzeuge eines solch historischen Ereignisses zu sein.
  • Noblesse 27.04.2018 14:15
    Highlight Highlight Der Vater von Kim hat auf Atomwaffen gesetzt. Nun ist der Atomversuchsberg in sich eingefallen. Er hat aber Sohn und Tochter auch in der kapitalistischen Schweiz zur Schule geschickt? Wozu das Ganze? Diese erinnern sich an die liberale Schweiz und werden nun das Land à la China öffnen. Ist es abwägig, wenn ich meine, sie tragen das Migros-Gen in sich? Dort haben sie gesehen, was sie ihrem Volk auch noch Gutes bereitstellen könnten.
  • AnDerWand 27.04.2018 14:08
    Highlight Highlight Bin ich der Einizige, der dem ganzen noch nicht wirklich glauben will?

    Es wäre schön, wenns so kommen würde wie im Artikel beschrieben.

    Gleichzeitig sind aus meiner Sicht beide Herren für Überraschungen und absurde Kursänderungen bekannt
  • Mr. Spock 27.04.2018 13:50
    Highlight Highlight Und zur selben Zeit baut der Westen politische kulturelle und wirtschaftliche Mauern... Vieleicht könnte man ja einmal umdenken und versuchen gemeinsame Lösungen zu finden?
  • mostindianer 27.04.2018 13:34
    Highlight Highlight Ich habe 1996 in meiner Ausbildung eine Geschichtsarbeit über die koreanische Halbinsel geschrieben. Natürlich verfolgte ich die Berichterstattungen über den Konflikt deshalb immer sehr interessiert.
    Wegen diesen Bildern bekomme ich gerade Gänsehaut.
  • King_Cone 27.04.2018 13:16
    Highlight Highlight wenn wirklich Frieden oder sogar eine Wiedervereinigung stattfinden wird bin ich ausnahmsweise froh, stets mit meinem Aussagen falsch gelegen zu haben.
  • Roland Ruckstuhl 27.04.2018 12:47
    Highlight Highlight In einer Woche wird wieder alles anders sein. Das ist doch bloss Nordkoreanische Tatik. Ich glaube kaum, dass es zu einem Frieden führt. Diese Szenen gab es schon mal. Damals wurde ein Dorf auf Nordkoreanische Seite gebaut, indem Südkoreanische Firmen Produkte herstellen konnten. Irgendwann gab es Streit, einige Südkoreaner konnten nicht mehr raus aus dem Dorf....
    • El Vals del Obrero 27.04.2018 13:17
      Highlight Highlight Schon möglich, dass das geschieht.

      Aber wenn man nicht miteinander spricht, dann gibt es schon erst recht keinen Frieden.

      Ist etwa gleich, wie man mit dem Rauchen aufhört: Selbst wenn man es nicht schafft, haben die paar Tage ohne Rauch trotzdem zumindest ein klein wenig was genutzt. Zumindest mehr, als wenn man es nicht versucht hätte.
    • Unserious_CH 27.04.2018 13:23
      Highlight Highlight Gefährliches (und dummes) Halbwissen.
      Ja es gibt eine Produktionsstätte in N.Korea für und mit S.Korea (Kaesong) welche geschlossen wurde.
      Aber dort wurden keine Südkoreaner festgehalten.
  • Fulehung1950 27.04.2018 12:40
    Highlight Highlight Ich wünsche mir, dass das koreanische Volk endlich in Frieden leben kann. Einen ersten Schritt haben die beiden Staatschefs gemacht. Den Rest müssen jetzt die hohen Diplomaten aushandeln.

    Voraussetzung, dass das Ziel erreicht wir: LAST DIE AMIS AUSSEN VOR! Ersten schüren die Amis grundsätzlich geopolitisch motivierte Konflikte, zweitens wäre Trump fähig, das Ganze zu hintertreiben, nur weil es ganz ohne ihn zu klappen scheint!

    Gell Trump, der Kleine Dicke hat Dich ganz schön verarscht!
    • Alnothur 27.04.2018 13:32
      Highlight Highlight Der suedkoreanische Praesident hat Trump dafuer gedankt, dass dieser die Gespraeche ermoeglicht hat...
    • Fabio74 27.04.2018 13:42
      Highlight Highlight Nicht mehr als US-Hass zu bieten? Welchen Konflikt schüren die USA dort hinten denn?
    • D(r)ummer 27.04.2018 14:11
      Highlight Highlight Ein weiterer Meilenstein der neuen Seidenstrasse.
      China zählt mehr.

      Der Ami wird gerade aussen vor gelassen.
      Trump muss den Handel mit China vorsichtig aufrechterhalten und friedlich einsteigen, wenn sich Nordkorea öffnet.
      Schafft er es nicht, sinkt die Marktmacht und dann sind die USA noch schlechter dran.
      Sie haben eine grosse Armee, aber ein Krieg in dieser Region wäre sehr übel.

      Ich schaue interessiert zu.


  • herpderpschlerp 27.04.2018 12:07
    Highlight Highlight wow! ❤️
  • G.G. 27.04.2018 12:05
    Highlight Highlight Auf Trump ist, wenn es ums Friedenstiften geht, kein Verlass... Das wissen die Beiden auch, also machen sie es allein...
  • Argovicus 27.04.2018 11:56
    Highlight Highlight Ich hoffe wirklich dass es zu einem dauerhaften Frieden kommt. Meine grösste Befürtung ist, dass die Amerikaner und das westliche Bündnis diesen frieden torpediert! Klar, Asien wird stärker, die Chinesen, die Koreaner, die Japaner, die Inder und Pakistaner, der Iran und nicht zu vergessen unser Russland! Das sind grosse, mächtige Nationen und das auf Europäischer Kultur basierende heutige Machtverhältnis wird sich ändern. Wir Europäer werden die Welt teilen müssen mit den Asiaten! Das darf jedoch einen dauerhaften Frieden auf dieser Welt nicht verhindern. Europa wandle Dich!
  • nicbel 27.04.2018 11:52
    Highlight Highlight Man sollte trotz allem nicht vergessen, dass er immer noch ein skrupelloser Diktator ist. Er unterdrückt sein Volk und steckt sie in Arbeitslager. Also ich sehe das ganze noch sehr kritisch.
  • Posersalami 27.04.2018 11:44
    Highlight Highlight Na das lässt doch hoffen!

    Und alles ohne die USA. Schon in Syrien sind sie kein Teil der Lösung, ihre Macht lässt nach..
  • Asmodeus 27.04.2018 11:40
    Highlight Highlight Keine kriegerischen Provokationen mehr?

    Heißt das, dass man auch alle Manöver mit den USA einstellt und die Besatzungsmacht aus Südkorea abzieht?
  • Samurai Gra 27.04.2018 11:40
    Highlight Highlight Ich hoffe das in Korea endlich frieden Einkehrt 😊

    Auf die Frage wieso jetzt denke ich das die Eskalation tatsächlich Erfolg hatte, man zeigte das man im Notfall eben auch anders kann wenn man ggf. Hintergangen würde.

    Denke Kim wird für sich und die seinen Amnesty usw. Raushandeln und Nordkorea aufgeben, würde ich auch wenn ich soviel Dreck am Stecken hätte.

    So oder so, hoffe der Friede kommt Zustande und die Grossmächte halten die Schnauze 😡
  • Le Tin 27.04.2018 11:24
    Highlight Highlight Good News! :)
  • Eagle21 27.04.2018 11:20
    Highlight Highlight Womit Trump geopolitisch bereits jetzt mehr erreicht hat als seine drei Vorgänger - was mich als Trump-Skeptiker (nicht manischer Trump-Hasser) schon ueberrascht. Vielleicht wissen wir‘s doch alle nicht besser als der merkwürdige alte Mann im Weissen Haus...
  • Denk-mal 27.04.2018 10:47
    Highlight Highlight Vorteil: Beide sprechen die gleiche Sprache. Nur, wie man weiß, kann man etwas sagen und der andere will es nicht verstehen, weil er anders denkt. Mal abwarten wie es weiter geht. Hoffe gut, wäre gut für uns alle!
  • Lavamera 27.04.2018 10:40
    Highlight Highlight Wieso jetzt? Was war der Auslöser?
    • Duscholux 27.04.2018 11:52
      Highlight Highlight Das Ziel: weniger USA auf der koreanischen Halbinsel.
    • mukeleven 27.04.2018 12:52
      Highlight Highlight alles richtig. der ausloeser war sicherlich das kollabierende testgelaende auf seinem uran-spielplatz. und dann werden vernuenftige leute ihm geraten haben diese chance zu nutzen. der einfluss seiner schwester evtl sogar seiner frau konnten dabei helfen.
    • Patho 27.04.2018 13:08
      Highlight Highlight Die Olympiade und die perfekte Möglichkeit Staaten gegen die (Trump-)USA auszuspelen
  • RAZZORBACK 27.04.2018 10:16
    Highlight Highlight Irgendwie stinkt das ganze. Wieso soll Kim jetzt auf einmal zur Versöhnung bereit sein?
    Er sollte zuerst einmal im eigenen Land zeigen, dass er auch anders kann.
    • Asmodeus 27.04.2018 11:42
      Highlight Highlight Wenn er sein Volk wieder ernähren kann, weil die Sanktionen aufhören, ändert sich viele eher etwas, als wenn man in einem konstanten Kriegszustand ist.
    • johny123 27.04.2018 11:49
      Highlight Highlight CIA Direktor war zu Besuch ;)
  • Macrönli 27.04.2018 09:55
    Highlight Highlight Das wär mal was, das unter good news verlinkt werden kann.
  • Gawayn 27.04.2018 09:55
    Highlight Highlight Ja es zeugt von Hoffnung
    Aber man sollte die Fakten nicht vergessen.

    Als die deutsche Mauer fiel, war der Osten gegen 20 Jahre in Forschung und Wirtschaftlichkeit hinter dem Westen zurück geblieben.

    Noch heute. Fast 30 Jahre später hat es noch Nachwirkungen auf Gesamtdeutschland.

    Nord und Südkorea ist viel weiter auseinander.

    Ausserdem ist der Norden noch immer von einem Diktator regiert
  • ujay 27.04.2018 09:42
    Highlight Highlight Wenn Nord- und Südkorea jetzt etwas zusammenrücken, wird das Einflussgebiet der USA in Asien noch kleiner. Nordkorea ist von China abhängig wie ein Säugling von der Mutter. In Südkorea ist die Stimmung schon längst gegen die amerikanische Besatzung gekippt, wie auch in Japan. Die Regierungen dieser Länder können sich über kurz oder lang diese US Okkupation innenpolitisch nicht mehr leisten. Ich befürchte, dass die Amis wieder irgend eine Sauerei in der Region anzetteln werden, um wieder mehr Einfluss zu bekommen.
    • Sharkdiver 27.04.2018 10:58
      Highlight Highlight 🙄 Was für eine Amerikanische Besatzung?🙄
    • Eagle21 27.04.2018 11:26
      Highlight Highlight Unglaublich wieder dieses Amerika-Bashing; auf der einen Seite Südkorea und Japan, zwei (u.a. wegen den Amerikanern) florierende Demokratien und Sozialstaaten, auf der anderen Seite die uebelsten Diktaturen China und Südkorea - aber klar, die USA sind das Hauptproblem in der Region. Wieso nicht einmal China kritisieren?
    • Fabio74 27.04.2018 11:50
      Highlight Highlight Erstens ist keines der Länder von den USA besetzt. Zweitens sind die USA dort hinten die Stabilisatoren zum Frieden. Ein entmilitarisiertes Südkorea wäre kaum lange frei geblieben. Die Nordkoreaner hätten es platt gemacht.
      Warum den amerikaner was unterstellen?
      Wer schützt Taiwan vor einer Annektion durch China?
      Wer stellt den Chinesischen Aggressionen im südchinesischen Meer was entgegen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 27.04.2018 09:37
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach liegt ein wesentlicher Grund für die Entspannung auch am neuen südkoreanischen Präsidenten Moon. Dessen korrupte Vorgängerin Park war von der konservativen Partei, die das Feindbild Nordkorea brauchte um deren Wähler bei der Stange zu halten.
    Es gibt aber auch vielleicht ganz unangenehme Gründe: Chinesische Forscher wollen entdeckt haben, dass der Berg, wo die Nordkoreaner ihre Atomtests abhalten seit letztem Jahr instabil wurde und so vielleicht Nordkorea gar nicht mehr in der Lage ist weitere Atomwaffen zu entwickeln.
  • FrancoL 27.04.2018 09:12
    Highlight Highlight Das alles freut mich. Ich versuche immer wieder negativen Punkte die bei mir aufflackern zu unterdrücken, in der Hoffnung es sei eine wirkliche Entspannung und dass BEIDE Seiten wirklich an dieser ehrlich interessiert ist. Ich drücke die Daumen, dass es gelingen möge.
  • Gipfeligeist 27.04.2018 09:06
    Highlight Highlight Wenn sich das Dickerchen für Frieden einsetzt, warum foltert er weiterhin seine Untertanen?
    Ich bin sehr optimistisch für eine Wiedervereinigung, jedoch müssen elementare politische Veränderungen im Vordergrund stehen. Jetzt wäre der Zeitpunkt einen gutmütigen, sozialistischen Staat zu erschaffen
    • Patho 27.04.2018 13:02
      Highlight Highlight Nordkorea ist schon sozialistisch, es geht allen gleich (mies) und es muss ja noch die Leute geben (Regierung), die darauf schauen, dass das System auch ja nicht ausgenutzt wird;) Kuba und Venezuela sind weitere Beispiele, dass der echte, gelebte Sozialismus wunderbar funktioniert:)
  • Japadabadubada 27.04.2018 09:01
    Highlight Highlight Irgendwie zu schön! Was führt Kim im Schilde?
  • Tom H 27.04.2018 08:49
    Highlight Highlight Unabhängig davon, was schlussendlich dieses Jahr erreicht wird, ist es bereits ein Riesenfortschritt, dass Nord- und Südkorea aufeinander zugehen und miteinander sprechen. Das plötzliche Tauwetter ist mir schon noch etwas suspekt, aber ich hoffe auf das Beste.
    Ein gewisser US-Präsident wird aber sicher versuchen, diese Fortschritte als seinen Verdienst darzustellen...
    • Samurai Gra 27.04.2018 11:46
      Highlight Highlight Suspekt? Kim hat mit Raketen- und Nukleartests gezeigt das man ihn ernstnehmen muss.

      Jetzt ist er Militärisch in der Lage wesentlich besser zu verhandeln.

      Natürlich wäre ein Nuklearkrieg für Nordkorea Tödlich aber für viele Südkoreaner, Japaner und Amerikaner eben auch, sehr viele.
      Das Weiss Kim.

      Er wird sich Amnesty usw. Zusichern lassen und sich Absetzen
    • Bongalicius 27.04.2018 12:24
      Highlight Highlight Wusste gar nicht dass David Hasselhoff Präsident werden will.
  • Rainbow Pony 27.04.2018 08:07
    Highlight Highlight Das erinnert mich ein wenig an den Mauerfall. Damals war ich noch ein Kind und erahnte die Tragweite der Ereignisse nur. Nennt mich naiv, aber was hier geschieht, rührt mich echt. Ich wünsche mir, dass die beiden Völker wieder zueinander finden und sich getrennte Familien vereinen können.
    • Wilhelm Dingo 27.04.2018 08:49
      Highlight Highlight @Rainbow Pony: leider stehen die Interessen der Grossmächte dazwischen. Die Amis werden nicht einfach so abziehen und das Feld den Chinesen überlassen. Und sollten die Amis abziehen, kommen schon bald die Chinesen und werden ihren Einfluss geltend machen. Unter diesem Gesichtspunkt macht Kim Jong Un strategisch alles richtig, er versucht sich beide Mächte mit dem Atomknopf vom Leib zu halten.
  • Shin Kami 27.04.2018 08:07
    Highlight Highlight Mal sehen ob das ganze ernst gemeint oder nur ein Theater ist. Ich hoffe es wird ein kompromiss erreicht, der für die Menschen brauchbar ist.
  • Sharkdiver 27.04.2018 07:47
    Highlight Highlight Es ist zu hoffen das dort mal Frieden und Ruhe einkehrt sich der Norden öffnet und in ein humanes Land ohne Hunger und Gulag entwickelt
    • Fabio74 27.04.2018 11:51
      Highlight Highlight @compass Kompromiss mir einem totalitären Regime? In dem Menschen in Gulags krepieren und rechtlos sind?
    • Patho 27.04.2018 12:57
      Highlight Highlight @Fabio74: Kompromiss mit dem grössten Kriegstreiber der Neuzeit, den USA? In dem Menschen in Foltergefängnissen krepieren und rechtlos sind (u.a. Guantánamo)...
  • _kokolorix 27.04.2018 06:59
    Highlight Highlight Kim ist ein gerissener Stratege, das muss man ihm lassen. Die ganze Eskalation diente offensichtlich nur dazu ihn am Ende als Friedensengel dastehen zu lassen. Hätte er bei Amtsantritt solche Besuche gemacht, wäre er als Bittsteller gedehmütigt und zu umfassenden Zugeständnissen genötigt worden.
    Heute reicht ein Lächeln und die Versicherung keine Rakete in den Süden zu schiessen, und er kann vom Westen haben was er will. Nur weiss noch keiner was das sein könnte. Im besten Fall die kontrollierte Einbindung in den Welthandel, im Schlechtesten die Garantie ungestört sein Land zu plündern...
    • Asmodeus 27.04.2018 08:13
      Highlight Highlight Er hat bei Amtsantritt solche Vorschläge gemacht. Sie wurden aber von Südkorea und den Amerikanern abgeschmettert weil man Nordkorea lieber als Dauerfeind hat.
    • _kokolorix 27.04.2018 20:34
      Highlight Highlight @durrrr
      Also nach betteln sieht das meiner Meinung nach nicht aus.

      @Asmodeus
      Du hast recht, er hatte zu Anfang keine Chance. Erst die Provokationen mit Atombomben haben ihn als ernsthaften Verhandlungspartner ins Spiel gebracht. Ich hoffe der Westen ist sich wenigstens bewusst was für ein fatales Signal er damit in die Welt geschickt hat.
      Aber vermutlich ist diese Hoffnung vergeblich, die westl. Politiker suhlen sich schon im 'Erfolg' ihrer 'Bemühungen'
  • Fischra 27.04.2018 06:44
    Highlight Highlight Wenn das was wird ist es wirklich ein grosses Ereignis welches in die Geschichte eingeht. Drücken wir darum die Daumen. ✊🏻
  • Monsieur Cringeadism 27.04.2018 05:54
    Highlight Highlight Es wäre toll wenn das erste Bild im Artikel in die Geschichtsbücher eingehen würde, als eine neue Ära.
    Ich meine es zeigt einfach das Kim einiges intelligenter ist als Trump. Während dieser überall rumtrumpelt, hat Kim erkannt wie er jetzt weltweit besser dastehen kann.
    • m4in CS 27.04.2018 09:06
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach wird und wurde Kim völlig falsch eingeschätzt. Ich halte Kim Jong-Un für einen liberalen Führer. Das er zu Beginn seiner Herrschaft zuerst denn harten Despoten zeigen musste, hat ganz einfach damit zu tun, dass er seine Führungsstärke unter Beweis stellen musste um seien Macht um Regime zu sichern. Ich vermutet, dass Kim schon immer eine Öffnung und Liberalisierung wollte, nur musste er sich im eigenen Land in die richtige Position bringen. Ich bin guter Dinge, dass der Koreakrieg bald beendet sein wird und sich der Norden immer weiter öffnet. Ich hoffe es zumindest.
    • MaskedGaijin 27.04.2018 09:43
      Highlight Highlight Einen liberalen Führer? Wer heute allea als liberal gilt.
    • RAZZORBACK 27.04.2018 10:36
      Highlight Highlight Korea Krieg? Der ist doch schon lange auf Eis gelegt.
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