International
Nordkorea

Nordkorea feuert Marschflugkörper ab

A TV screen shows a file image of North Korea's missile launch during a news program at the Seoul Railway Station in Seoul, South Korea, Saturday, Sept. 2, 2023. (AP Photo/Ahn Young-joon)
Fernsehen in Südkorea am 02. September 2023.Bild: keystone

Nordkorea feuert Marschflugkörper ab

02.09.2023, 07:3002.09.2023, 07:30

Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mehrere Marschflugkörper in Richtung Gelbes Meer abgefeuert. Die Lenkflugkörper seien Samstagfrüh (Ortszeit) erfasst worden, teilte der Generalstab in Seoul mit. Sie seien nach dem Start ins Meer zwischen der koreanischen Halbinsel und China gestürzt. Wie viele abgeschossen wurden und wie weit sie flogen, blieb zunächst unklar. In enger Zusammenarbeit mit den USA würden die Aktivitäten Nordkoreas weiter beobachtet, hiess es.

Erst am Donnerstag hatten Südkorea und die USA ihr elftägiges Militärmanöver «Ulchi Freedom Shield» in der Region beendet. Pjöngjang wirft den USA und Südkorea regelmässig vor, mit ihren militärischen Übungen einen Angriff vorzubereiten - was von beiden Ländern bestritten wird.

Das Atomwaffen- und Raketenprogramm Nordkoreas wird von den USA und ihren Verbündeten Südkorea und Japan als direkte Bedrohung gesehen. Nordkorea hat nach einer beispiellosen Raketentestserie im vergangenen Jahr auch in diesem Jahr wieder mehrfach Raketen und Lenkflugkörper getestet.

Das weithin isolierte Land hatte zuletzt vor knapp zwei Wochen militärische Lenkflugkörper getestet. Später sprach es von «strategischen Marschflugkörpern». Nordkorea ist durch UN-Beschlüsse die Erprobung von ballistischen Raketen verboten, die – je nach Bauart – auch atomare Sprengköpfe tragen können. Tests von Marschflugkörpern unterliegen nicht den Sanktionen gegen Pjöngjang. Solche Waffen können aber ebenfalls für den Einsatz nuklearer Gefechtsköpfe genutzt werden.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mafia: Ein Mord ohne Leiche – und die Spur führt in die Schweiz
Der Fall des verschwundenen italienischen Unternehmers Lamberti wird zum Mordfall. Nicht nur Geldspuren führen ins Schweizer Mafia-Milieu.
Am 3. Juli 2021 verschwand der damals 68-jährige Unternehmer Pasquale Lamberti spurlos. Bevor er mitten in der Nacht zu einem mysteriösen Treffen aufbrach, hinterliess er in seiner Wohnung in Norditalien einen Zettel. Darauf stand: «Mein Leben ist in Gefahr.» Auf seinem Handy hinterliess er zudem eine Notiz, in der er fünf Personen nannte, die für sein allfälliges Verschwinden verantwortlich seien.
Zur Story