Fünf Jahre waren die Grenzen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Nun kann aber bald wieder nach Nordkorea gereist werden. Die ersten Reiseveranstalter planen schon Touren.
«Bisher durfte man nur in einer Gruppe und nicht als Einzeltourist einreisen und sich auch nicht frei bewegen», sagt Martin Fritz, freier Journalist, zu SRF. Auch beim Verlassen des Hotels durfte man bisher nur mit einem Führer unterwegs sein.
Nun darf die Stadt Samjiyon auch als Individualtourist besucht werden. Diese wurde extra für Touristinnen und Touristen gebaut.
Im Ressort dürfen sich die Gäste frei bewegen, sobald sie dieses verlassen, brauchen sie einen Führer. Die Stadt liegt 15 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt.
«Im Winter kann man da Ski fahren, im Sommer wandern», sagt Fritz.
Geplant sei auch ein weiterer Ferienort. Der an einer Küste gelegene Ort Wonsan soll auch einen eigenen Flughafen bekommen.
Fritz gibt als Grund für die extra gebauten Feriendestinationen an: «Die neue Strategie von Kim Jong Un zielt darauf ab, dass die Touristen sich in eigenen Resorts aufhalten, um die Kontakte zur nordkoreanischen Bevölkerung einzuschränken.»
In Rason im Nordosten des Landes kosten drei Nächte plus zwei Übernachtungen davor und danach in Peking inklusive Inlandflüge ca. 1200 Franken pro Person.
Die Nachfrage bei Reiseveranstaltern wie «Koryo Tours» ist tatsächlich gross. Andere Buchungsmöglichkeiten gibt es aber auch nicht.
Der nordkoreanische Diktator wolle mit den Touristenstädten neue Einnahmen generieren. Fritz denkt zudem, Kim Jong Un möchte sein Land als «normal» hinstellen und zeigen, dass es auch schöne Gebiete, funktionierende Infrastruktur und gutes Essen gebe.
Gemäss Fritz sei Nordkorea aber nicht an Massentourismus interessiert. Das Angebot sei klein. Neben der Kontrolle der Touristinnen und Touristen und der Abschottung vor der Bevölkerung wolle man möglichst hohe Preise verlangen.
Gemäss Fritz sind die Ferien in Nordkorea vor allem bei Russen beliebt. Dies begründet er so: «In der Türkei oder in Europa werden russische Touristinnen und Touristen zurzeit schnell mal angepöbelt wegen des Krieges von Russland gegen die Ukraine. Das brauchen sie in Nordkorea natürlich nicht zu fürchten.»
Für «befreundete Nationen» wie China sind die Grenzen bereits geöffnet.
Für westliche Touristinnen und Touristen sei das Angebot dagegen eher nicht geeignet. Ausser, man sei politisch an dem Land interessiert oder möchte ein Land sehen, das schwer zugänglich sei. Einige Menschen haben auch das Ziel, jedes Land einmal besucht zu haben.
Beachtet werden muss, dass Nordkorea immer risikobehaftet bleibt. 2016 wurde ein Student der Spionage beschuldigt. Er starb in Haft unter mysteriösen Umständen.
Für Bürger aus Südkorea ist es weiterhin verboten, in das Land einzureisen. Auch einige Länder wie die USA verbieten es ihren Bürgern, Nordkorea zu besuchen. (kek)
Könnte dann schnell die Stornierung der Rückreise geben. Oder die Rückreise könnte dann auch die letzte Reise sein, das letzte mal wurde so warmes Bier re-exportiert...
ehm, nein danke