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Trump trifft Gott (-Stellvertreter) 



epa05985442 Pope Francis (L) meets with US President Donald J. Trump (R) on the occasion of their private audience in Vatican City, 24 May 2017. Trump is in Italy on a two day visit, including a meeting with Pope Francis at the Vatican, ahead of his participation in a NATO summit in Brussels on 25 May.  EPA/ALESSANDRA TARANTINO / POOL

Ob sie sich gut verstehen? Bild: EPA/ANSA/AP POOL

Papst Franziskus hat am Mittwochmorgen US-Präsident Donald Trump in seiner Privatbibliothek empfangen und sich mit ihm 30 Minuten lang unterhalten. Die beiden sassen sich am Schreibtisch der Bibliothek gegenüber.

Anwesend war ein Dolmetscher. Fotografen waren nur zu Beginn des Gesprächs zugelassen.

Der Besuch wurde mit Spannung erwartet, weil sich die Haltung der Beiden vor allem bei Themen wie Migration und Umweltschutz wesentlich unterscheidet. Der Immobilienmilliardär und der «Papst der Armen» liegen bei vielen Themen über Kreuz.

Beim Klimaschutz, in der Flüchtlingskrise und zu Fragen der Einwanderung vertreten sie gegensätzliche Positionen. Wegen des geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko lieferten sich Trump und Franziskus während des US-Wahlkampfs bereits einen verbalen Schlagabtausch.

Geschenke ausgetauscht

Nach dem Treffen tauschten Franziskus und Trump Geschenke aus. Der Papst schenkte Trump eine Medaille, auf der ein Olivenzweig zu sehen ist. «Ein Symbol des Friedens», sagte der Argentinier. Trump antwortete: «Frieden können wir gebrauchen.»

Mit auf den Weg gab der Papst Trump auch seine 2017 veröffentlichte Friedensbotschaft sowie drei seiner Schreiben - darunter seine zweite Enzyklika «Laudato si'», die sich mit dem Umwelt- und Klimaschutz befasst, ein Thema, bei dem Trumps und Franziskus' Positionen weit auseinander gehen. «Ich werde sie lesen», sagte Trump.

Der US-Präsident schenkte dem Pontifex eine Box mit Büchern von Martin Luther King. «Dies ist ein Geschenk für Sie», sagte Trump. «Es sind Bücher von Martin Luther King. Ich hoffe, sie werden Ihnen gefallen.»

U.S. President Donald Trump and first lady Melania Trump meet Pope Francis, Wednesday, May 24, 2017, at the Vatican. (AP Photo/Evan Vucci, Pool)

Bild: Evan Vucci Pool/AP/KEYSTONE

Während ihres Gesprächs wartete die zwölfköpfige Delegation mit der First Lady Melania, der Präsidenten-Tochter Ivanka Trump, ihrem Ehemann Jared Kushner und US-Aussenminister Rex Tillerson in einem Raum unweit der Bibliothek auf das Ende des Gesprächs.

Melania und Ivanka Trump unterhielten sich mit einigen Prälaten, darunter mit dem Präfekten des päpstlichen Hauses, Bischof Georg Gänswein.

«Was geben Sie ihm zu essen?»

Papst Franziskus war bei der Audienz mit der Familie Trump offenbar auch zu Scherzen aufgelegt. Nach dem Privatgespräch mit Donald Trump witzelte der 80-jährige Pontifex am Mittwoch mit First Lady Melania über die Essgewohnheit deren Mannes: «Was geben sie ihm zu essen?», übersetzte der Dolmetscher die Frage des Papstes.

Unklar war, ob der Argentinier im spanischen Original Pizza oder Potica, eine Art slowenischer Nusskuchen, genannt hatte. Im offiziellen Reporterpool des Weissen Hauses wurde Melanias Antwort zunächst mit «Pizza» übersetzt. Danach hiess es jedoch, dass sie wohl «Potica» gesagt habe. Die First Lady stammt aus Slowenien. Und der Papst gilt als Liebhaber des Kuchens - aber auch als Pizza-Fan hatte er sich schon geoutet.

Nach dem Gespräch mit dem Papst traf Trump Vertreter des vatikanischen Staatssekretariats. Melania Trump verliess den Vatikan, um das vatikanische Kinderspital «Bambin Gesú» zu besuchen.

Proteste gegen Trump

Aus Protest gegen den US-Präsidenten entrollten Aktivisten einer kommunistischen Organisation in der Nähe des Kolosseums ein Spruchband mit dem Slogan «Trump not welcome».

Am Dienstagabend hatte die Umweltorganisation Greenpeace eine besondere Botschaft an den US-Präsident gerichtet. Den Aktivisten gelang es trotz scharfer Sicherheitsvorkehrungen rund um den Vatikan, die Kuppel des Petersdoms mit der Aufschrift «Planet Earth First» anzustrahlen.

Dies sei eine Anspielung auf Trumps Motto «America First», hiess es in einer Mitteilung von Greenpeace Italien. Der Klimaschutz müsse oberste Priorität haben.

Nach seinem Besuch im Vatikan trifft Trump in Rom den italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella. Anschliessend reist Trump weiter nach Brüssel, wo am Nachmittag tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen. (sda/apa/dpa/afp)

Von George Washington bis Donald Trump: Alle 45 US-Präsidenten

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 24.05.2017 23:54
    Highlight Highlight Wer beim Papst eine Audienz bekommt, ist sowieso nicht ganz dicht.

    Bob Dylan, Doris Leuthard, Donald Trump - GO HOME!
  • m. benedetti 24.05.2017 18:01
    Highlight Highlight Klimaschutz gehört unbedingt in diesen Artikel, dabei gibt es so etwas genau genommen nicht. Das Klima ist ein statistischer Mittelwert von jeweils 30 Jahren Wetter und kann, im Gegensatz zur Umwelt, nicht geschützt werden, es ist einfach ein Wert. Aber eben, wer nimmt es heute noch so genau, Hauptsache man kann den DT in allen seinen Aktionen kritisieren, sogar beim Nicht-Händeschütteln und beim Nicht-Händchenhalten. Wahrlich ein Qualitätsmedium hier.
  • infomann 24.05.2017 15:40
    Highlight Highlight Das passt ja, da haben sich ja zwei Macht und Geldgierige getroffen
  • Gummibär 24.05.2017 14:07
    Highlight Highlight Ich will nur wissen ob der Papst tatsächlich Trumps Ring grküsst hat oder nicht .
  • ovatta 24.05.2017 13:44
    Highlight Highlight Trump kann lesen?
    • Pana 24.05.2017 15:18
      Highlight Highlight Eine durchaus berechtigte Frage. Seine Schreibkenntnisse limitieren sich bekanntlichermassen auf 140 Zeichen. Beim Lesen ist es ähnlich. Sein Ghostwriter beschreibt es so:

      “I seriously doubt that Trump has ever read a book straight through in his adult life,” said Schwartz, citing Trump’s short attention span. Schwartz said that in his 18-month observation of Trump, “he never saw a book on Trump’s desk, or elsewhere in his office, or in his apartment.”
  • Ani_A 24.05.2017 12:36
    Highlight Highlight Ich dachte Trump sei de Stellvertreter Gottes 🤔
    • SemperFi 24.05.2017 13:35
      Highlight Highlight 😂 Trump sah das bis heute sogar umgekehrt. Schliesslich sagt Melania bei jedem zweiten präsidialen Tweet: "Mein Gott, Donald!"
  • SemperFi 24.05.2017 11:27
    Highlight Highlight Der Papst ist nicht der Stellvertreter Gottes, sondern derjenige von Jesus Christus.
    • Slowslam 24.05.2017 12:11
      Highlight Highlight Gott ist doch Jesus und umgekehrt oder liege ich fallsch?
    • Stachanowist 24.05.2017 12:28
      Highlight Highlight @ Schurke

      Die Dreieinigkeit unterscheidet zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist - deshalb heisst sie *Drei*einigkeit.

      Zwar sind sie Ausdruck ein und desselben "Wesens", doch sind Vater, Sohn und Heiliger Geist drei *unterschiedliche* Seinsstufen (Hypostasen) dieses einen Wesens. Alle drei verfügen über Besonderheiten, die sie von den anderen Hypostasen unterscheiden.

      Mit einer Metapher gesagt: Eine Münze hat zwei Seiten, zwei Erscheinungen, ist aber dennoch nur eine Münze. Kopf ist nicht gleich Zahl, doch beide sind Ausdruck derselben Münze.
    • Stachanowist 24.05.2017 12:33
      Highlight Highlight Und jetzt kommen wir zum Diskussionsthema zurück:

      Der Papst ist nicht zufällig nur Vertreter Jesu, dieser einen Seinsstufe Gottes. Jesus ist Gott als Mensch, und nur diese Rolle kann ein Mensch stellvertreten. Auch ist ein Stellvertreter nicht die Person, die sie vertritt. Der Titel ist also wie so oft Watson-Polemik ohne inhaltliches Fundament, SemperFis Präzisierung korrekt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 24.05.2017 10:24
    Highlight Highlight Da schau her da trägt die Melanie ein Kopftuch, ein schönes, aber eben ein Kopftuch.
    • Stachanowist 24.05.2017 11:24
      Highlight Highlight Die Dame heisst Melania.

      Zum Schleier: Frau Trump ist Katholikin. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche. Bei Papstaudienzen war für Frauen ein Schleier noch bis 2011 Pflicht. Frau Trump scheint sich als Katholikin an dieser traditionellen Kleiderordnung ihrer eigenen Religion zu orientieren. Wo liegt das Problem?

      Dass sie sich in Riad nicht die Kleiderordnung einer anderen Religion aneignete, ist nachvollziehbar - Saudi-Arabien hat im Gegensatz zum Iran kein Kopftuchgebot für nicht-muslimische Ausländerinnen.

      http://tinyurl.com/mdf4t66

      http://tinyurl.com/nxvwpjt
    • urano 24.05.2017 12:16
      Highlight Highlight Katholiken muss man respektieren - Moslems nicht - Super-Einstellung. und da wundert man sich, dass man von vielen Moslems als Feind betrachtet wird
    • FrancoL 24.05.2017 12:25
      Highlight Highlight @Stachanowist: Ich habe kein Problem und vor allem vergleiche ich es nicht mit Riad, sondern stelle fest dass Melania ein Kopftuch trägt.
      Es geht mir nicht um Melania sondern um die Tatsache dass wenn es die Religion erfordert oder nahe legt ein Kopftuch getragen wird. Dies als Gegensatz zur Tatsache dass bei anderen Religionen das Tragen des Kopftuches zu Animositäten führt. Dies kann auch gut auf das Händeschütteln erweitert werden, das je nach Religion die Leute in Rage bringt oder eben nicht. Es geht nicht um uns sondern um das Einhalten von Regeln durch die jeweils Gläubigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 24.05.2017 10:19
    Highlight Highlight Dieser Titel wieder !!! 😂😇

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Sie stammt aus Mississippi und ist des Präsidenten persönliche Pastorin und spirituelle Beraterin – und seit Montag offizielle Angestellte im Weissen Haus. Multimillionärin Paula Michelle White wurde am Montag von Donald Trump offiziell eingestellt, um im Büro für Öffentlichkeitsarbeit die spirituelle Aufsicht zu übernehmen.

Paula White ist Wohlstandsevangelikale: Sie gibt vor zu glauben, finanzieller Reichtum sei ein direktes Geschenk Gottes. Wer reich ist, ist gesegnet. Wer noch reicher ist, …

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