International
People-News

«Recht auf die Wahrheit»: Prinz Andrew soll zu Fall Epstein aussagen

People-News

«Opfer haben Recht auf die Wahrheit»: Prinz Andrew soll zu Fall Epstein aussagen

09.06.2020, 11:0609.06.2020, 11:06
FILE - In this file photo dated Sunday, Nov. 3, 2019, Britain's Prince Andrew delivers a speech during the ASEAN Business and Investment Summit (ABIS) in Nonthaburi, Thailand. Attorneys represent ...
Was weiss Andrew?Bild: keystone

Im Epstein-Missbrauchsskandal hat Opfer-Anwältin Gloria Allred den britischen Prinzen Andrew aufgefordert, unter Eid «einfach nur die Wahrheit zu sagen». Der 60-Jährige sei derzeit kaum glaubwürdig, sagte Allred am Dienstag dem Sender BBC.

Die Anwältin vertritt einige Frauen im Skandal um den US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein. «Die Opfer haben ein Recht auf die Wahrheit. Dies alles ist sehr schmerzhaft für sie», sagte Allred. Auch gegen den Prinzen gibt es Missbrauchsvorwürfe. Die Spannungen zwischen den US-Ermittlern, die ihm Mangel an Kooperationsbereitschaft vorwerfen, und Andrews Anwälten nehmen zu. Sie überhäufen sich gegenseitig mit Vorwürfen.

Der zweitälteste Sohn von Elizabeth II. (94) taucht kaum noch in der Öffentlichkeit auf. Er gab nach einem missglückten BBC-Interview, in dem er sich um Kopf und Kragen redete, seine royalen Pflichten vorerst auf. Seit Monaten steht er wegen seiner Freundschaft zu Epstein in der Kritik. Der Multimillionär hatte sich in einem New Yorker Gefängnis im vergangenen August das Leben genommen. Er hatte Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen.

Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik. Von den Machenschaften seines Freundes will er nichts mitbekommen haben. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, wirft dem Prinzen aber vor, er selbst habe sie als Minderjährige missbraucht. Andrew bestreitet das. Er sagte zu, allen zuständigen Ermittlungsbehörden helfen zu wollen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
gigus
09.06.2020 11:42registriert März 2018
Epsteins "Suizid" ist nicht zweifelsfrei bewiesen.
531
Melden
Zum Kommentar
avatar
RicoH
09.06.2020 12:14registriert Mai 2019
"Er sagte zu, allen zuständigen Ermittlungsbehörden helfen zu wollen"

Dann sollte es doch absolut kein Problem sein, unter Eid auszusagen – oder hört etwa bei der Wahrheit der Wille zur Aufklärung auf?

Wie auch immer, das wirft ein mehr als schräges Licht auf den Prinzen.
421
Melden
Zum Kommentar
4
US-Richter stoppt Ausschaffung von 5-Jährigem
Der Fall hat weltweit für Empörung gesorgt: ICE-Beamte haben in Minnesota einen 5-Jährigen und seinen Vater festgenommen. Die beiden sollten ausgeschafft werden. Ein Richter hat diesen Prozess nun vorerst blockiert.
Der Primarschüler Liam Ramos und sein Vater waren vor einer Woche auf dem Heimweg von der Vorschule in einem Vorort von Minneapolis, als ICE-Beamte die beiden festnahmen. Der Bub soll zudem als Köder benutzt worden sein, um mögliche weitere Familienmitglieder aus dem Haus zu locken – die Behörde dementiert das. Nachbarn und Freunde hatten die schwangere Mutter jedoch gewarnt, weshalb sie sich weigerte, die Tür zu öffnen.
Zur Story