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Missbrauchsklage: Prinz Andrew einigt sich mit Klägerin auf Vergleich

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Prinz Andrew zahlt Schweigegeld und vermeidet damit einen peinlichen Prozess in New York

Der zweitälteste Sohn der britischen Königin hat sich aussergerichtlich mit Virginia Giuffre geeinigt, die ihn der Vergewaltigung beschuldigte. Die Höhe der Summe, mit der sich Prinz Andrew freikaufte, bleibt geheim.
15.02.2022, 17:4815.02.2022, 17:48
Renzo Ruf, Washington / ch media
epa09759694 (FILE) - Britain's Prince Andrew, Duke of York arrives at the Francis Crick Institute in Central London, Britain, 14 July 2017 (reissued 15 February 2022). According to US court docum ...
Dem zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. wird vorgeworfen vor gut 20 Jahren die damals minderjährige Virginia Giuffre mehrfach sexuell missbraucht zu haben.Bild: keystone

Wende in der zivilrechtlichen Klage gegen Prinz Andrew, die ein Opfer des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein gegen den zweiten Sohn der britischen Königin in New York angestrengt hatte. Am Montag gaben beide Parteien bekannt, dass sie sich «grundsätzlich» auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt hätten. Damit wird Virginia Giuffre, so der Name der heute 38-Jährigen, ihre Klage gegen Prinz Andrew zurückziehen.

Über die Höhe der Entschädigungssumme vereinbarten die beiden Parteien stillschweigen, wie einem Brief von Giuffres Anwalt David Boies zu entnehmen ist. In einer knappen Stellungnahme halten die Parteien fest, dass Prinz Andrew nie die Absicht gehabt habe, Giuffre zu verleumden. Er akzeptiere, dass die Frau, die nun in Australien lebt, gelitten habe, weil sie sexuell missbraucht und öffentlich angefeindet worden sei.

FILE - Virginia Roberts Giuffre holds a news conference outside a Manhattan court following the jailhouse death of Jeffrey Epstein, Aug. 27, 2019, in New York. A tentative settlement has been reached  ...
Virginia Giuffre hat sich mit dem britischen Adeligen Prinz Andrew auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt.Bild: keystone

Prinz Andrew bedauere seine Bekanntschaft mit dem 2020 verstorbenen Sexualverbrecher Jeffrey Epstein, heisst es in der unsignierten Stellungnahme weiter. Epstein soll es gewesen sein, der Giuffre (die damals noch ihren Mädchennamen Virginia Roberts trug) Prinz Andrew vorgestellt habe. Er werde sich künftig für die Opfer von sexuellem Missbrauch und Menschenschmuggel einsetzen, kündigte der Brite an. Auch werde er Giuffres Hilfswerk finanziell unterstützen, das sich für die Rechte von Missbrauchsopfern einsetzt.

Hingegen schweigt sich die Stellungnahme über den eigentlichen Knackpunkt der Klage Giuffres aus. Sie beschuldigte Prinz Andrew der Vergewaltigung. Er hatte diese Anschuldigungen bisher stets zurückgewiesen. (aargauerzeitung.ch)

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