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People-News

Prinz Andrew zahlt Schweigegeld und vermeidet damit einen peinlichen Prozess in New York

Der zweitälteste Sohn der britischen Königin hat sich aussergerichtlich mit Virginia Giuffre geeinigt, die ihn der Vergewaltigung beschuldigte. Die Höhe der Summe, mit der sich Prinz Andrew freikaufte, bleibt geheim.
15.02.2022, 17:48
Renzo Ruf, Washington / ch media
Dem zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. wird vorgeworfen vor gut 20 Jahren die damals minderjährige Virginia Giuffre mehrfach sexuell missbraucht zu haben.
Dem zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. wird vorgeworfen vor gut 20 Jahren die damals minderjährige Virginia Giuffre mehrfach sexuell missbraucht zu haben.Bild: keystone

Wende in der zivilrechtlichen Klage gegen Prinz Andrew, die ein Opfer des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein gegen den zweiten Sohn der britischen Königin in New York angestrengt hatte. Am Montag gaben beide Parteien bekannt, dass sie sich «grundsätzlich» auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt hätten. Damit wird Virginia Giuffre, so der Name der heute 38-Jährigen, ihre Klage gegen Prinz Andrew zurückziehen.

Über die Höhe der Entschädigungssumme vereinbarten die beiden Parteien stillschweigen, wie einem Brief von Giuffres Anwalt David Boies zu entnehmen ist. In einer knappen Stellungnahme halten die Parteien fest, dass Prinz Andrew nie die Absicht gehabt habe, Giuffre zu verleumden. Er akzeptiere, dass die Frau, die nun in Australien lebt, gelitten habe, weil sie sexuell missbraucht und öffentlich angefeindet worden sei.

Virginia Giuffre hat sich mit dem britischen Adeligen Prinz Andrew auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt.
Virginia Giuffre hat sich mit dem britischen Adeligen Prinz Andrew auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt.Bild: keystone

Prinz Andrew bedauere seine Bekanntschaft mit dem 2020 verstorbenen Sexualverbrecher Jeffrey Epstein, heisst es in der unsignierten Stellungnahme weiter. Epstein soll es gewesen sein, der Giuffre (die damals noch ihren Mädchennamen Virginia Roberts trug) Prinz Andrew vorgestellt habe. Er werde sich künftig für die Opfer von sexuellem Missbrauch und Menschenschmuggel einsetzen, kündigte der Brite an. Auch werde er Giuffres Hilfswerk finanziell unterstützen, das sich für die Rechte von Missbrauchsopfern einsetzt.

Hingegen schweigt sich die Stellungnahme über den eigentlichen Knackpunkt der Klage Giuffres aus. Sie beschuldigte Prinz Andrew der Vergewaltigung. Er hatte diese Anschuldigungen bisher stets zurückgewiesen. (aargauerzeitung.ch)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ka R. Ma
15.02.2022 18:20registriert Januar 2020
Bin enttäuscht das sie das Geld nimmt. Ich dachte es geht ihr hier um die Gerechtigkeit. Wohl falsch gedacht… Wenn er schuldig ist, soll er dafür bestraft werden und sich nicht freikaufen können. Was ist das für ein Rechtsstaat?
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f303
15.02.2022 17:57registriert Februar 2014
Zum k****n, das sich der (Geld-)Adel da einfach rauskaufen kann. Sind halt doch nicht alle vor dem Gesetz gleich.
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Childofthenight
15.02.2022 18:18registriert April 2018
Sehr denkwürdig. Mal wieder zeigt sich, dass man sich selbst aus scheinbar gelaufenen Situationen herauskaufen kann.
Zudem scheint dem Opfer in dieser Frage finanzieller Wohlstand doch wichtiger zu sein als Gerechtigkeit. Vlt hätte ich gleich entschieden. Brächte es mir wirklich etwas, wenn der Typ im Knast sitzt, oder habe ich mehr davon, mich an seinen Millionen zu bedienen?
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