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Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo eingetroffen

epaselect epa12584341 Nobel Peace Prize laureate Maria Corina Machado waves in front of the Grand Hotel in Oslo, Norway, 11 December 2025. She received the Nobel Peace Prize 2025 for her tireless work ...
María Corina Machado bei ihrer Ankunft in Oslo.Bild: keystone

Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo eingetroffen

Die neue Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist Stunden nach der offiziellen Preisverleihung in Oslo eingetroffen.
11.12.2025, 06:0411.12.2025, 06:04

Die venezolanische Oppositionsführerin zeigte sich in der Nacht auf Donnerstag auf einem Balkon des Grand Hotel in der norwegischen Hauptstadt, wie im Fernsehen zu sehen war. Danach begrüsste die Gegnerin des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro unten auf der Strasse ihre Anhänger. Medienberichten zufolge war sie von Venezuela zunächst per Boot auf die Karibikinsel Curaçao gebracht worden und dann mit einem Privatflugzeug über die USA nach Norwegen geflogen.

Machado war am Mittwoch in Abwesenheit «für ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie» mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Da sie es nicht pünktlich zu der Zeremonie schaffte, nahm ihre Tochter Ana Corina Sosa Machado den Preis im Osloer Rathaus für sie entgegen.

Treibende Kraft der Opposition

Machado ist die wichtigste Vertreterin der venezolanischen Opposition. Sie war im vergangenen Jahr die treibende Kraft hinter der Kampagne des Oppositionskandidaten Edmundo González, der die Präsidentenwahl nach Einschätzung der Regierungsgegner und zahlreicher Drittstaaten gewann. Trotz der Betrugsvorwürfe liess sich der autoritäre Präsident Maduro allerdings zum Sieger erklären. González ging daraufhin nach Spanien ins Exil. Auch zahlreiche andere Oppositionelle sind längst ins Ausland geflohen.

In Venezuela wird unter anderem wegen Vaterlandsverrats gegen Machado ermittelt. Vor ihrer Reise nach Oslo lebte sie seit über einem Jahr weitgehend im Untergrund. Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, Machado als flüchtig zu betrachten, sollte sie das Land verlassen. Bei einer Rückkehr nach Venezuela könnte sie demnach festgenommen werden. Denkbar wäre aber auch, dass ihr die Einreise in ihr Heimatland verweigert wird. (sda/dpa)

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