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Polen: 240 Antipanzerminen landen irrtümlich in IKEA-Lager

Polen: 240 Panzerminen landen irrtümlich in IKEA-Lager

11.01.2025, 15:3811.01.2025, 15:49
Anti tank mines are displayed on a bridge in Bucha, in the outskirts of Kyiv, Ukraine, Saturday, April 2, 2022. (AP Photo/Rodrigo Abd)
Panzerminen gehören nach so mancher Auffassung nicht mehr auf ein Schlachtfeld – aber schon recht nicht in ein Möbelhaus. (Symbolbild, Butscha, 2022)Bild: AP/Keystone

Bei der polnischen Armee sind 240 Panzerabwehrminen übersehen worden und irrtümlich in einem IKEA-Lager gelandet. Vier dafür verantwortlichen Militärangehörigen drohen deshalb mehrjährige Gefängnisstrafen, wie die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft berichtete. Ein polnisches Tochterunternehmen des Möbelkonzerns bestätigte der Agentur, dass Mitarbeiter im Juli 2024 eine Ladung von Militärgütern entdeckt hätten. Diese sei noch am selben Tag von der Militärpolizei abgeholt worden.

Obwohl der Fehler schon ein halbes Jahr zurückliegt, erfuhr die polnische Öffentlichkeit davon erst am Donnerstag durch Medienberichte in den Nachrichtenportalen «Onet.pl» und «Wirtualna Polska». Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz entliess daraufhin am selben Tag den Chef der internen Inspektion der Armee und schlug am Freitag einen Nachfolger vor. Eine Begründung für den Personalwechsel nannte das Ministerium bisher nicht. Nach Medienberichten soll der Militär versucht haben, den Fehler zu vertuschen und seinen Vorgesetzten zu verschweigen.

Irrweg per Bahn durch Polen

«Onet.pl» und «Wirtualna Polska» hatten enthüllt, dass die Panzerabwehrminen im Sommer 2024 gemeinsam mit einer grossen Menge weiterer militärischer Ausrüstung in der Nähe von Stettin (polnisch Szczecin) aus einem Zug entladen werden sollten. Offenbar liessen die Soldaten aber aus Unachtsamkeit einen Teil der gefährlichen Ladung zurück.

Die Antipanzerminen blieben zunächst verschwunden und tauchten erst Wochen später nach einem Irrweg per Zug durch das Landesinnere Polens im Warenlager des Möbel-Unternehmens auf. Nach Angaben von «Onet.pl» hätten sie gereicht, um zwei Wolkenkratzer zu zerstören. (sda/dpa/cpf)

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