Rapperin Ikkimel sagt US-Auftritt ab – wegen Trump-Politik
Zwei Musiker aus Berlin haben geplante Auftritte in den USA abgesagt. Nachdem bereits Ski Aggu ein Konzert in New York gestrichen hatte, sagte nun auch die Rapperin Ikkimel einen Auftritt beim Festival South by Southwest im US-Bundesstaat Texas ab.
Ikkimel erklärte laut rbb24 am Freitag auf Instagram, dass sie am 15. März nicht wie geplant in Austin auftreten werde. Das Festival South by Southwest gilt als einer der wichtigsten Treffpunkte der internationalen Musikindustrie. Die 28-Jährige habe ihre Entscheidung mit politischen Entwicklungen begründet. «Ich bin generell gegen Krieg. Meine Absage unterstreicht genau diese Aussage.»
Aussenpolitik der USA «inakzeptabel»
Damit dürfte sie sich auf den Iran-Krieg bezogen haben, den die USA und Israel am vergangenen Samstag begonnen haben. Ikkimel schrieb ausserdem, sie habe sich darauf gefreut, «an einem kulturellen und liberalen Event teilzunehmen, bei dem sich die Menschen frei und wohlfühlen und offen ihre gemeinsamen Werte, Toleranz und den Frieden teilen sollten». Doch «das aktuelle politische Klima und die aussenpolitischen Entscheidungen in den USA sind inakzeptabel».
Bereits Mitte Februar hatte der Berliner Rapper Ski Aggu ein Konzert in New York abgesagt. Der Auftritt war für den 25. April in der Webster Hall im East Village von Manhattan geplant. Nach Angaben des Rappers war das Konzert in der rund 1'500 Menschen fassenden Halle nahezu ausverkauft.
Wie die Regionalredaktion berlin.t-online.de berichtete, erklärte Ski Aggu vor zwei Wochen, es gehe ihm nicht um politische Lager. «Es geht darum, grundlegende demokratische Werte zu schützen und Verantwortung zu übernehmen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!» Entwicklungen der vergangenen Monate machten es ihm schwer, «einfach aufzutauchen, zu performen und so zu tun, als wäre alles normal».
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