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Reisen nach Japan: Was Schweizer jetzt zum JESTA wissen müssen

epa12535042 Tourists carrying suitcases walk through Ginza shopping district of Tokyo, Japan, 19 November 2025. China's Foreign Ministry and its embassy in Japan advised Chinese citizens against  ...
Japan hat ein Tourismusproblem.Bild: keystone

Du willst nach Japan reisen? Dann solltest du dich auf diese Visa-Änderungen vorbereiten

27.02.2026, 14:3027.02.2026, 14:30

Die Schweiz ist mit 73 weiteren Staaten auf der Liste der für Japan visabefreiten Länder. Für Aufenthalte, die weniger als 90 Tage dauern, benötigen Schweizerinnen und Schweizer also nur den Reisepass. Nun berichtet die dänische Newswebsite DenOffentlige, dass die japanische Regierung bis 2028 ein neues Einreiseformular einführen will.

Das hat auch Auswirkungen für Schweizer Touristinnen und Touristen. So soll ab April 2028 nur noch einreisen können, wer vorab ein JESTA ausgefüllt hat. Wer dieses «Electronic System for Travel Authorization» nicht ausgefüllt hat, wird gar nicht erst an Bord eines Flugzeuges nach Japan gelassen.

Ähnlich wie beim ESTA für die USA müssen Reisende online Angaben wie Passnummer, Aufenthaltsdauer und -zweck machen. Zusätzlich wird eine Gebühr fällig, berichtet die Newsplattform. Die japanische Regierung will damit unerwünschte Touristen bereits vor der Einreise abfangen. Weiter soll Japan damit besser planen können, mit wie vielen Reisenden zu rechnen ist.

Der Inselstaat hat aktuell mit einer erhöhten Nachfrage zu kämpfen. 2024 reisten fast 37 Millionen Touristinnen und Touristen nach Japan. Auch in der Schweiz steigt die Nachfrage nach Reisen in das asiatische Land. Wie die japanische Botschaft in der Schweiz mitteilt, werden aktuell sehr viele Visa angefragt. Es ist mit langen Wartezeiten zu rechnen und es werden nur Personen bedient, die zuvor einen Termin gebucht haben. Ein Visum ist aber nur bei längeren Aufenthaltsdauern oder geschäftlichen Reisen notwendig.

Trotzdem: Wer eine Reise für nach April 2028 plant, sollte sich unbedingt vor der Abreise über das JESTA informieren. (leo)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Vegan-Pacman
27.02.2026 17:44registriert Juni 2025
Als ich 2001 das erste mal in Japan war, war's aussergalb Tokyos überall fast wie ausgestoben. In Nikkō kümmerte sich der Hotelmanager exklusiv um uns und erklärte uns das ganze Menü und alle Spezialitäten. Die Shinkansen waren halb leer. Wir waren die einzigen Gaijin weit und breit. Letztmals war ich 2004 da, da das gleiche. Wir hatten Nordhonshu und Hokkaidō für uns. In der Schweiz galt Sushi noch als: Wääh, roher Fisch, so gruusig. Wie sich die Zeiten ändern.
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Typu
27.02.2026 15:35registriert Oktober 2015
Mir ist zu ohren gekommen, dass die einheimischen zunehmend ablehnend gegenüber touristen sind. Wahrscheinlich benehmen sich auch viele nicht wie von der japanischen kultur gewünscht. In gewissen teilen japans soll diese ablehnung schon ziemlich stark sein.
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