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Verordnung 2025/40: EU will Shampoo-Fläschchen im Hotel verbieten

Die Europäische Union will Verpackungsmüll reduzieren und hat dafür eine neue Verordnung erlassen.
Die Europäische Union will Verpackungsmüll reduzieren und hat dafür eine neue Verordnung erlassen.Bild: Shutterstock

EU will Shampoofläschchen in Hotels verbieten

24.02.2026, 13:4924.02.2026, 13:49

Wer sich beim Hotelbesuch über die kleinen Hygieneprodukte freut, dürfte bald eine Enttäuschung erleben. Denn die Europäische Union hat Verpackungsmüll den Kampf angesagt und das hat Auswirkungen auf genau diese kleinen Geschenke, wie die «Bild»-Zeitung schreibt. Sie zitiert aus der EU-Verordnung 2025/40. Diese hat das Ziel, Verpackungsmüll zu vermindern, Wiederverwendung und Recycling zu stärken und einheitliche Regelungen im EU-Binnenmarkt zu schaffen.

Die Verordnung ist seit 2025 in Kraft, ab 2026 gilt sie für alle europäischen Mitgliedstaaten. Im Detail sieht sie Verbote in der Gastronomie und der Hotellerie vor, weil hier besonders viel solcher Abfall generiert wird.

In der Hotelbranche geht es unter anderem konkret um Shampoo-Fläschchen, die für Gäste oft in Zimmern zur Verfügung gestellt werden. Unter Anhang fünf («Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung bestimmter Verpackungsformate») werden explizit auch Shampooflaschen sowie Flaschen für Hand- und Körperlotion und Seifenstücke genannt.

Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung bestimmter Verpackungsformate in der EU.
Bild: EU

Wie die «Bild»-Zeitung schreibt, sollen diese Shampoofläschchen dann ab 2030 «Schritt für Schritt verschwinden». Unternehmen ist es ab dem 1. Januar 2030 untersagt, solche Verpackungen anzubieten.

Noch ist allerdings unklar, welche Produkte genau unter diese Kategorie fallen. Die EU-Kommission soll konkrete Beispiele und Leitlinien ausarbeiten. Bis im Februar 2027 muss die Hotelbranche informiert werden, damit sie sich frühzeitig auf das Verbot vorbereiten kann.

Die Regelung gilt aber nicht grundsätzlich für Pflegeprodukte, sondern nur für bestimmte Verpackungen. Wiederbefüllbare Spendersysteme zum Beispiel dürfen weiterhin benutzt werden. Und gemäss der «Bild» ist noch offen, wie streng die Grenze zwischen Hotel- und privaten Reiseprodukten gezogen wird. (ome)

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