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Putin empfängt per Haftbefehl gesuchten Serbenführer Dodik

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Genau ein Kopf grösser: Milorad Dodik neben Wladimir Putin.Bild: imago

Putin empfängt per Haftbefehl gesuchten Serbenführer Dodik

01.04.2025, 19:5401.04.2025, 19:54

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den per internationalem Haftbefehl gesuchten bosnischen Serbenführer Milorad Dodik in Moskau empfangen. Der Kreml veröffentlichte am Dienstag ein Video, wie sich die beiden die Hände schütteln und dann an einen Tisch setzen.

«Ich bin sehr froh, Sie in Moskau zu sehen», sagte Putin. Putins Berater Juri Uschakow nahm laut Kreml auch an dem Treffen mit Dodik teil. Dodik hatte seine Ankunft in Moskau am Montag selbst mitgeteilt.

Er veröffentlichte ein Video von sich vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten in der russischen Hauptstadt im Onlinedienst X. In der rund zweiminütigen Aufnahme lobte Dodik den russischen Präsidenten als «historischen Anführer (...) des russischen Volks».

Der bosnische Staatsgerichtshof hatte in der vergangenen Woche einen internationalen Haftbefehl gegen Dodik ausgestellt. Zwei Wochen zuvor hatte die Staatsanwaltschaft die Festnahme des Präsidenten der überwiegend von bosnischen Serben bewohnten Republika Srpska (RS) angeordnet. Dodik hatte zuvor einseitig die Zuständigkeit von Justiz und Polizei des bosnischen Zentralstaates für die Republika Srpska für beendet erklärt, obwohl die RS Teil von Bosnien und Herzegowina ist.

Bosnien und Herzegowina ist seit dem Friedensabkommen von Dayton aufgeteilt in die überwiegend von bosnischen Serben bewohnte Republika Srpska und die kroatisch-muslimische Föderation Bosnien und Herzegowina. Die beiden halbautonomen Landesteile sind durch eine schwache Zentralregierung verbunden. (sda/afp)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Haarspalter
01.04.2025 21:09registriert Oktober 2020
Haha!

Putin (aka als Präsident Russlands!) kann sich nur noch mit Leuten treffen, die ebenfalls durch einen internationalen Haftbefehl gesucht werden!

Ich hätte nie gedacht, dass ich die Welt als Drogen-Abstinenzler trotzdem so surreal erleben werde.

Aber Putin erschafft - zusammen mit Trunp - ein schräges Paralleluniversum nach dem anderen.
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