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Russian President Vladimir Putin watches an aerobatics team performance at the opening ceremony of the MAKS-2017 (the International Aviation and Space Show) in Zhukovsky, outside Moscow, Russia, Russia, Tuesday, July 18, 2017. (Alexei Nikolsky, Kremlin Pool Photo via AP)

Die Waffenlieferungen der USA waren Putin ein Dorn im Auge.  Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

«Putin hat gewonnen!» Trump stoppt CIA-Waffenlieferungen an Anti-Assad-Rebellen



Donald Trump ist offenbar vor Wladimir Putin eingeknickt. Der US-Präsident hat die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Baschar al-Assad kämpfen, stoppen lassen.

Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen, berichtete die «Washington Post» am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Eine Sprecherin Trumps bestätigte den Bericht nicht.

Deal mit Moskau

Die CIA hatte 2013 unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama ein verdecktes Programm mit Waffenlieferungen begonnen. Der Auslandsgeheimdienst rüstete moderate Rebellen mit leichten Waffen und Munition aus.

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Regierungsbeamte sagten der «Washington Post», Trumps Entscheidung zum Stopp des Programmes spiegele sein Interesse wider, Wege zu finden, um mit Russland zusammenzuarbeiten. Moskau ist einer der wichtigsten Verbündeten Assads.

Trump-Sohn muss vor Ausschuss aussagen

In der Russland-Affäre hat der Justizausschuss des US-Senats eine Anhörung mit dem ältesten Sohn von Präsident Donald Trump und dem früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort angesetzt. Die Sitzung soll am kommenden Mittwoch stattfinden, wie der Ausschuss am Mittwochabend mitteilte.

US-Medien berichteten zudem, dass sich Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner zu einer Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats am Montag bereit erklärt habe. Hintergrund ist ein Treffen zwischen Donald Trump jr. und einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs, bei dem auch Kushner und Manafort anwesend waren. Trump jr. hatte dem Gespräch zugestimmt, nachdem ihm belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton versprochen worden waren. (sda)

Trump hatte sich vor knapp zwei Wochen zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Dabei verkündeten beide Regierungen eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens. Regierungsbeamte sagten der Zeitung, dass die Entscheidung zum Stopp der Waffenlieferungen keine Bedingung für den Waffenstillstand gewesen sei.

Sieg für Putin

Mehrere Quellen werteten den Schritt dennoch als grosses Zugeständnis an Russland. «Putin hat gewonnen», sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung, der anonym bleiben wollte. Das Blatt wies zugleich darauf hin, dass auch Unterstützer des Programmes dessen Erfolg angezweifelt hätten, nachdem Russland 2015 militärisch in den Bürgerkrieg eingegriffen hatte.

Die US-Regierung kämpft in Syrien gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»). Das Militär fliegt Luftangriffe auf den «IS» und unterstützt die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Boden mit Training und Waffen. Diese Waffenlieferungen haben nichts mit dem verdeckten CIA-Programm zu tun, sondern sind eine Operation des Pentagons. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 20.07.2017 23:29
    Highlight Highlight Meiner Ansicht nach hat in diesem blutigen Krieg in Syrien niemand gewonnen.

    Wie in jedem Krieg gibt es letztlich nur Verlierer, insbesondere die Zivilbevölkerung.

    Wenn die Herren Putin und Trump zumindest teilweise tatsächlich auf Deeskalation, Entwaffnung und Waffenstillstand, statt auf Konfrontation, setzen, so wäre dies zumindest einmal ein Anfang...
  • Dong 20.07.2017 11:19
    Highlight Highlight Indem man diese (Drecks-)Geschäfte vom CIA ausrichten liess, umging das Pentagon offensichtlich das Parlament, wo man sich dann auch unangenehmen Fragen hätte stellen müssen - u.a. warum die USA dem Erzfeind Al Kaida waffen schenkt.
    Ich finde es absolut richtig, dass Trump das gestoppt hat.
  • Tierra Y Libertad 20.07.2017 10:19
    Highlight Highlight "Der Auslandsgeheimdienst rüstete moderate Rebellen mit leichten Waffen und Munition aus."
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Nour_al-Din_al-Zenki_Movement
    Sehr moderat... bekannt für das Foltern von Journalisten und Köpfen von einem palästinensischen Flüchtling. Schliesslich schlossen sie sich al-Qaeda an.
  • Valon Behrami 20.07.2017 10:16
    Highlight Highlight Ein sinnvoller Entscheid. Es braucht nicht noch mehr Gemetzel.
  • FrancoL 20.07.2017 09:46
    Highlight Highlight Eine Phalanx von Assad-Versteher scheint nun die Oberhand zu bekommen. Die nicht gerade zimperliche Machtausübung Assads wird wohl langsam aber sicher weiss gewaschen, dies ist zB die Meinung von jüngeren syrischen Studenten. Sie sind wohl der Anti-Assad Propaganda zum Opfer gefallen, auch deren Verwandte die spurlos verschwunden sind sind wohl irgendwohin in die Ferien gefahren.
    Der Artikel mag wohl einseitig sein, die Kommentare sind es nicht minder.
    • Valon Behrami 20.07.2017 11:12
      Highlight Highlight Und Jürgen Todenhöfer auch? Er widerspricht dir.
    • Dong 20.07.2017 11:13
      Highlight Highlight Ich denke, niemand hier verherrlicht Assad, aber wir haben mittlerweile auch gelernt, dass das Bewaffnen von Jihadisten alles noch viel schlimmer macht.
    • TheDan 20.07.2017 11:40
      Highlight Highlight Du bist demnach der Meinung dass es völlig legitim ist mit Waffen und Söldnern aus dem Ausland eine bewaffnete Opposition aufzubauen um ein Land zu zerstören und hunderttausende Tote zu verursachen weil die Machtausübung nicht so ist wie wir uns das vorstellen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • frankyfourfingers 20.07.2017 08:52
    Highlight Highlight diese direkt gegen die territoriale integrität syriens gerichtete operation verstiess klar gegen die UNO Charta
  • Wald Gänger 20.07.2017 08:13
    Highlight Highlight Ach, diese moderaten Rebellen, die ja lediglich gegen Assads Regierung kämpfen und nicht etwa allesamt Fanatiker, Söldner und Halsabschneider verschiedenster Couleur sind und ein Kalifat herbeimorden wollen.
    Wo hat man eigentlich das letzte Mal so einen moderaten Rebellen gesehen? Man sollte ihn unbedingt einfangen und unter Artenschutz stellen.
  • Tepesch 20.07.2017 07:33
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt, dass es sich beiden meisten Rebellen nur noch um Dschihadisten handelt und über Umwege bereits viele US Waffen in deren Hände gelangten, ist die Entscheidung gar nicht mal so schlecht.
  • rodolofo 20.07.2017 07:25
    Highlight Highlight Vermutlich können die Syrischen Rebellen ihre Waffen-Rechnungen nicht mehr bezahlen...
    • Posersalami 20.07.2017 07:42
      Highlight Highlight Laufen ja schon Haufenweise zu Assad über die Freiheitskämpfer und nehmen eines der Programme zur Rehabilitierung in Anspruch. Im Südosten Syriens sind so in den letzten Wochen grosse Gebiete befriedet worden.
  • roger.schmid 20.07.2017 07:12
    Highlight Highlight Putin kriegt vom ach so starken Macho-Mann Trump was er will.. Trump wollte bereits am ersten Tag alle Russlandsanktionen aufheben (siehe Video). Wer jetzt noch glaubt, alles ginge mit rechten Dingen zu, dem ist echt nicht mehr zu helfen..
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    • roger.schmid 20.07.2017 08:32
      Highlight Highlight tja, Kremlradio, Putins Mafiafreunden, den verbrecherischen Oligarchen passen die Sanktionen überhaupt nicht. Deswegen wollen sie die auch so dringend los werden. klar, dies ist eine Tatsache die du und die anderen Freunde und Förderer des Kremls natürlich nie zugegeben würden.
    • Bene86 20.07.2017 09:11
      Highlight Highlight Hmm komisch, wenn man mal die Kriegsverbrechen der Amis und der Nato betrachtet und sie mit denen der Russen vergleicht, was erkennt man da, lieber Roger Schmid?

      Das es immer noch Leute gibt, die glauben "Nato: Gut Russland: Böse" erstaunt mich immer wieder. Unglaublich. Nicht das die Russen die Heilsbringer der Erde wären, aber ich fühle mich viel mehr durch die USA und ihren angestifteten Kriegen bedroht.
    • AJACIED 20.07.2017 09:38
      Highlight Highlight Jaja Herr Schmid. Wohl Zuviel westliche Medien konsumiert was! Haben sie echt das Gefühl das der Westen sooooo sauberer ist? 😂😂 ja klar. Und gegen Putin zu motzen ist ja schwer in Mode nichts leichter als mit dem Strom zu schwimmen oder! Tzzz bildet euch eure eigene Meinung und liest nicht immer Blick, Bild oder sonst was für Schund Blätter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 20.07.2017 07:10
    Highlight Highlight "Der US-Präsident hat die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Baschar al-Assad kämpfen, stoppen lassen"

    Wäre der Autor so nett, diese sogenannten "Anti Assad Rebellen" zu benennen? Ich finde nämlich überall nur fiese Kopfabschneider und Gruppen, die mehr mit Al Qaida als mit Freiheitskämpfern zu tun haben! Insofern sind dad gute Nachrichten für die Reste des syrischen Volkes!

    Wie kann man 2017 noch von Rebellen sprechen in Syrien! Unfassbar..
    • Posersalami 20.07.2017 09:40
      Highlight Highlight An Bama hat doch keiner jemals ernsthaft geglaubt? Es war doch von Anfang an klar, dass ein kleines Mädchen kaum Tweets in derart geschliffenem Englisch verfassen kann. Eigentlich unglaublich, dass jemand so PR Strategie überhaupt Beachtung schenkt.
  • TheDan 20.07.2017 07:03
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ein schlechter Artikel.
    Nein, nicht Putin hat gewonnen, sondern das syrische Volk, welches gerade wegen den ständigen Waffenlieferungen an diese "moderaten" Rebellen seit 6 Jahren leidet und das Land quasi von Grund auf neu aufbauen muss. Ohne die unzähligen Waffen und ausländischen Söldner, sowie auch die Planung und Unterstützung dieses Bürgerkrieges aus dem Ausland wäre es gar nie zu einem Bürgerkrieg gekommen, bzw. wäre schon lange vorbei.

    Obwohl Assad in unseren Medien als absolutes Monster beschrieben wird steht ein Grossteil der Syrer hinter ihm. Finde den Fehler.
    • manhunt 20.07.2017 09:29
      Highlight Highlight für einen grossteil der syrer ist assad bloss das kleinere übel, daraus jedoch eine zustimmung für assad abzuleiten, ist schlicht falsch. auch gibt es sehr wohl gemässigte kräfte unter den rebellen, bspw. die kurden. ebenso gibt es unzählige oppositionelle, welche keiner der bewaffneten gruppen angehören. und wenn man sich vor augen führt, wie sich der assad-clan seit jahrzehnten an der macht hält, ist die bezeichnung monster gar nicht so abwegig. aber es ist halt einfacher, den bösen westen für die zustände in syrien verantwortlich zu machen, als ein etwas differenzierteres bild zu zeichnen.
    • AJACIED 20.07.2017 09:40
      Highlight Highlight Natürlich hat Putin auch mit gewonnen! Er war ja einer der wenigen die sich richtig einsetzten. Also
  • Repplyfire 20.07.2017 06:48
    Highlight Highlight Ein erster Schritt zum Frieden in Syrien. Gut so. Leider werden die islamisten durch unsere Regierungen weiterhin indirekt über die saudis unterstützt.
  • Ville_16 20.07.2017 06:24
    Highlight Highlight Und was ist daran falsch terroristische Organisationen nicht mit Waffen zu versorgen? Anti Assad Rebellen, really? Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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