DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die EU verhängte im März wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen ranghohe russische Staatsfunktionäre.
Die EU verhängte im März wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen ranghohe russische Staatsfunktionäre.
Bild: sda

Gegenreaktion aus Moskau: Russland verhängt Einreiseverbote

30.04.2021, 17:45

Moskau hat als Reaktion auf Einreiseverbote in die Europäische Union acht Vertretern aus EU-Staaten die Einreise nach Russland verboten. Darunter sind der EU-Parlamentspräsident David Sassoli, EU-Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourova und der Berliner Oberstaatsanwalt Jörg Raupach. Das teilte das russische Aussenministerium am Freitag in Moskau mit. Es hatte bereits Gegenmassnahmen angekündigt. Die EU verhängte im März wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen ranghohe russische Staatsfunktionäre.

Russland kritisierte diese Entscheidung erneut und warf Brüssel antirussische Hysterien vor. Alle Vorschläge aus Moskau zur Lösung von Probleme zwischen Russland und der EU würden «konsequent ignoriert oder abgelehnt». Ziel es sei offenbar, die Entwicklung Russlands um jeden Preis einzudämmen, hiess es.

Der Oppositionspolitiker Nawalny war Anfang Februar in Moskau zu Lagerhaft verurteilt worden. Er soll mehrfach gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstossen haben. Die EU hält das Urteil für unzulässig, unter anderem weil Nawalny sich nach einem Nervengift-Anschlag auf ihn mehrere Monate in Deutschland behandeln lassen musste. Nawalny ist in einem Straflager inhaftiert.

Wegen des Anschlags auf Nawalny am 20. August 2020 hatte die EU bereits im vergangenen Jahr Einreise- und Vermögenssperren gegen mutmassliche Verantwortliche aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin verhängt. In Brüssel wird davon ausgegangen, dass staatliche Stellen in Russland hinter dem Attentat stehen. Russland hatte das stets zurückgewiesen und sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten verbeten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Nawalny zeigt Video von angeblichem Luxus-Palast von Putin

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Erste «Herr der Ringe»-Verfilmung aufgetaucht: 30 Jahre alter Film wird zum YouTube-Hit

Zur Freude von Fantasy-Fans hat das russische Fernsehen eine vor 30 Jahren ausgestrahlte und verloren geglaubte Verfilmung von John Tolkiens «Herr der Ringe» veröffentlicht. Bei Youtube hatte allein der erste von insgesamt zwei Teilen des Films «Chraniteli» (Deutsch: «Beschützer») am Samstag bereits mehr als 1.6 Millionen Aufrufe. Die am 13. und 14. April 1991 nur einmal damals im sowjetischen Fernsehen gezeigte Fassung wurde im März wieder gefunden und digitalisiert, wie der TV-Sender …

Artikel lesen
Link zum Artikel