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Russland

Mehr als 20 Tote bei russischem Raketenschlag auf Sumy

In this photo provided by the Ukrainian Emergency Service, firefighters put out the fire following Russia's missile attack that killed at least 20 civilians in Sumy, Ukraine, Sunday, April 13, 20 ...
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem schrecklichen Angriff mit russischen ballistischen Raketen am Morgen.Bild: keystone

«Kriegsverbrechen»: Mehr als 30 Tote bei russischem Raketenschlag auf Sumy

13.04.2025, 12:0813.04.2025, 17:20

Bei einem schweren russischen Raketenschlag gegen die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Unter den Toten seien auch zwei Kinder, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am frühen Nachmittag bei Telegram mit. Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Es gebe 32 Tote. Unter den 84 Verletzten seien auch 8 Kinder, teilten die Behörden mit. «Jeder bekommt die nötige Hilfe», sagte Selenskyj. Viele Menschen waren am Palmsonntag vor Ostern in der Stadt unterwegs, als die Raketen einschlugen. Der Angriff löste international Entsetzen aus.

Die ballistischen Raketen hätten Sprengsätze mit Streumunition getragen. So habe Russland eine möglichst hohe Zahl an Zivilisten treffen wollen, sagte Selenskyjs Kanzleichef Andrij Jermak. Viele Menschen seien zudem mitten auf der Strasse, in Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Häusern verletzt worden, teilte Innenminister Ihor Klymenko bei Telegram mit. Er warf Russland einen gezielten Angriff auf Zivilisten vor. Aussenminister Andrij Sybiha sprach von einem Kriegsverbrechen.

Behörden: Krisenstab eingerichtet

Die Behörden der Stadt teilten mit, dass ein Krisenstab eingerichtet worden sei. Es gab demnach Schäden an Strassen, Häusern, einer Ausbildungseinrichtung und mehreren Autos. Auf Bildern waren leblose Körper auf den Strassen, brennende Autos und schwere Verwüstungen zu sehen.

epa12028823 A handout photo made available by the Sumy Region Prosecutor's Office shows the site of a rocket strike in downtown Sumy, Ukraine, 13 April 2025, amid the ongoing Russian invasion. At ...
Es gab Schäden an Strassen, Häusern, einer Ausbildungseinrichtung und mehreren Autos.Bild: keystone

Aussenminister Sybiha sprach vom «absoluten Bösen» an einem wichtigen christlichen Feiertag in einer friedlichen ukrainischen Stadt. Er und Selenskyj forderten in Mitteilungen auf der Plattform X eine entschlossene Reaktion der internationalen Verbündeten. Sybiha kritisierte, dass Russland einem US-Vorschlag vom 11. März zu einer Waffenruhe in der Ukraine nicht zustimmt.

Ukraine fordert mehr Hilfe vom Westen

«Stattdessen weitet Russland seinen Terror aus», sagte Sybiha. Er forderte die westlichen Partner auf, die Ukraine mit zusätzlichen Flugabwehrkapazitäten auszustatten und den Druck auf Moskau zu erhöhen. «Stärke ist die einzige Sprache, die sie verstehen, und der einzige Weg, dem schrecklichen Terror ein Ende zu setzen», sagte er.

Von westlichen Verbündeten, darunter von der EU und der NATO, gab es neben der Verurteilung des russischen Angriffs auch Beileids- und Unterstützungsbekundungen. Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb bei X, dass Russland menschlichem Leben keinen Wert beimesse und den Krieg fortsetzen wolle – ohne Rücksicht auf das internationale Recht oder die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Trump.

Es brauche starke Massnahmen, um Russland zu einer Waffenruhe zu zwingen, schrieb Macron. Ähnlich äusserte sich der britische Premierminister Keir Starmer. (sda/dpa/ome)

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