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Das ist in der Ukraine während der Nacht passiert – der Überblick (ohne Bilder)

02.03.2022, 06:0802.03.2022, 12:36

Die Kämpfe dauerten auch in der Nacht auf den siebten Tag nach Einmarsch der Russen in der Ukraine an. Die Ukrainer melden Luftangriffe auf mehrere Städte, US-Präsident Biden kündigte weitere Massnahmen gegen die Russen an und beschwor einen harten Kurs gegen Russlands Aggression in der Ukraine und Präsident Wladimir Putin – die Übersicht:

Luftangriffe auf mehrere Städte

Kämpfe in Charkiw

Im ostukrainischen Charkiw, der zweitgrössten Stadt des Landes, griffen russische Soldaten nach einem Medienbericht ein medizinisches Zentrum des Militärs an. Es sei zum Kampf mit ukrainischen Einheiten gekommen, meldete die Agentur Unian. Bei Charkiw sei es den Ukrainern gelungen, sechs neue russische Panzer vom Typ T-80BWM zu erbeuten. Auch Luftangriffe sollen auf die Stadt ausgeübt worden sein, teilte das ukrainische Innenministerium mit.

Russischer Panzer feuert in Cherson

In der südukrainischen Stadt Cherson feuerte ein russischer Panzer nach Angaben der Agentur Ukrinform in ein Gebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Der Berater des Innenministeriums, Anton Heraschtschenko, sprach von zahlreichen toten Zivilisten, die Cherson unter anderem mit Molotow-Cocktails verteidigt hätten. Die Stadt an der Mündung des Flusses Dnipro ist Berichten zufolge eingekesselt.

Tote bei Luftangriff in der Grossstadt Schytomyr

Bei einem Luftangriff in der Grossstadt Schytomyr rund 140 Kilometer westlich von Kiew wurden nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet und zehn verletzt. Der Angriff galt demnach der 95. Brigade der ukrainischen Armee. Vermutlich Marschflugkörper des russischen Typs Kalibr hätten mehrere Gebäude beschädigt. Die Angaben zu den Kampfhandlungen liessen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Dutzende Verletzte in Mariupol

In der Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben von Bürgermeister Wadym Bojtschenko bei Luftangriffen bereits mehr als hundert Bewohner verletzt worden. «Heute sind 128 Menschen in unseren Krankenhäusern. Unsere Ärzte gehen nicht einmal mehr nach Hause», sagte Bojtschenko der Agentur Unian zufolge.

Auch die USA schliessen Luftraum für russische Flugzeuge

Nach der Europäischen Union und Kanada werden auch die USA ihren Luftraum für russische Flugzeuge schliessen. Dies werde Russland weiter isolieren und die wirtschaftlichen Kosten für Moskau nochmals erhöhen, sagte US-Präsident Joe Biden. «Russlands Wirtschaft taumelt - und daran hat allein Putin schuld», betonte er.

Biden bekräftigt harten Kurs gegen russische Aggression

US-Präsident Joe Biden beschwor einen weiterhin harten Kurs gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. «Wenn Diktatoren keinen Preis für ihre Aggression zahlen, verursachen sie mehr Chaos», sagte Biden in seiner ersten Rede zur Lage der Nation in Washington. «Putin mag Kiew mit Panzern einkreisen, aber er wird niemals die Herzen und Seelen der Ukrainer gewinnen.» Auch werde der russische Präsident «niemals die Entschlossenheit der freien Welt schwächen.»

Türkei lässt russische Kriegsschiffe nicht durch Meerengen

Die Türkei hat den Versuch Russlands, weitere Kriegsschiffe durch die türkischen Meerengen ins Schwarze Meer zu bringen, verhindert. Moskau habe Anträge auf Durchfahrt für Schiffe gestellt und sie zurückgenommen, nachdem die türkische Seite sie dazu aufgefordert habe, sagte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu «Habertürk».

Swift-Ausschluss für sieben russische Banken

Die EU-Staaten haben sich nach dpa-Informationen darauf verständigt, sieben russische Banken aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift auszuschliessen. Sie werden damit keine internationalen Zahlungen machen können. Die grösste russische Bank Sberbank gehört nicht dazu.

Börse in Moskau bleibt geschlossen

Die Börse in Moskau wird am Mittwoch weiter geschlossen bleiben. Über den Folgetag will die russische Zentralbank noch entscheiden. Der Handel ist eingestellt worden, nachdem die westlichen Sanktionen zu einem Einbruch des Rubel-Kurses geführt hatten.

Apple und Ford stoppen Verkäufe in Russland

Apple setzt als Reaktion auf die Invasion den Verkauf seiner Geräte in Russland aus. Bereits seit vergangener Woche würden keine Produkte mehr in die Handelskanäle exportiert, gab der iPhone-Konzern bekannt. Auch Dienste wie Apple Pay werden in dem Land eingeschränkt. Der zweitgrösste US-Autobauer Ford zieht sich bis auf Weiteres aus Russland zurück. ExxonMobil will sein Öl- und Gasfördergeschäft in Russland wegen der russischen Invasion in die Ukraine aufgeben.

Das wird am Mittwoch wichtig

Vor dem Hintergrund des russischen Vorrückens auf die ukrainische Hauptstadt Kiew suchen Spitzenpolitiker in Europa und der ganzen Welt weiter nach Wegen, Präsident Wladimir Putin zu stoppen. Die EU-Agrarminister beraten über Auswirkungen des Krieges auf die internationalen Lebensmittelmärkte und die Bauern. Unter anderem könnten die steigenden Energiepreise und Folgen für die Produktion von Düngemitteln zum Problem werden. (meg/sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DeeMind
02.03.2022 06:37registriert März 2020
Ok... Die grösste russsische Bank Sverbank ist von den Sanktionen ausgeschlossen... warum?
Ich hätte schwören können, dass ich die Bank zuvor auf der Sanktionenliste gelesen habe.
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juegito
02.03.2022 07:07registriert Oktober 2017
Vielen Dank für die Information ohne Bilder. Am Morgen reicht das!
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