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Russland

Stimmungswandel im Kreml – «kein Gerede mehr vom totalen Sieg»

Der Geheimdienstchef von Esland, Kaupo Rosin.
Kaupo Rosin leitet den Auslandgeheimdienst von Estland. Bild: T-Online

Stimmungswandel im Kreml – «kein Gerede mehr vom totalen Sieg»

Der Chef des estnischen Auslandgeheimdienstes, Kaupo Rosin, analysiert im Gespräch mit CNN die Lage in Russland. Er stellt einen deutlichen Stimmungswandel fest.
25.05.2026, 15:1125.05.2026, 15:11

Der Geheimdienstler sagte dem US-Sender CNN, in Russland habe sich die Stimmung im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine geändert. «Ich höre kein Gerede mehr von einem totalen Sieg», stellte er fest. «Die Leute verstehen, dass die Situation auf dem Schlachtfeld in der Ukraine nicht besonders gut läuft für die Russen.»

Derzeit verliere Russland mehr Männer auf dem Schlachtfeld, als es rekrutieren könne, sagte Rosin. Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass die bisherige Politik des Kremls, vornehmlich Freiwillige zu rekrutieren und auf Zwangsrekrutierungen zu verzichten, nicht mehr ausreicht, die horrenden Verluste an der Front auszugleichen.

Der Kreml braucht «mehr Personal»

Wenn Putin jedoch in der Ukraine das faktische Patt überwinden und wieder in die Offensive gehen wolle, müsse er aber über «substanziell mehr Personal» verfügen, als es jetzt der Fall sei. Dies sei nur über mindestens eine Teilmobilisierung möglich. Eine solche gab es im September 2022, nachdem die Ukraine mit einer erfolgreichen Gegenoffensive die russischen Kräfte im Raum Charkiw zurückgedrängt hatte.

Nur schon diese Teilmobilmachung stiess in Russland auf Widerstand: Es kam zu Demonstrationen und hunderttausende von Männern im wehrfähigen Alter flohen in Nachbarländer. Eine neuerliche Teilmobilisierung könnte daher die Stabilität in Russland gefährden, glaubt Rosin. «Wir wissen, dass sie sehr besorgt um die innere Stabilität sind.» Neben dem Mangel an Soldaten für die Streitkräfte fehlten nämlich oft auch der Wirtschaft Männer.

Die Probleme in der Ukraine werden sich daher für den Kreml laut Rosin weiter verschärfen: «Wir sind vielleicht vier oder fünf Monate davon entfernt, wo die Russen nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus verhandeln können.»

«Gewalt, Instabilität, psychologische Probleme und Kriminalität»

Auch die Soldaten, die nach ihrem Dienst in der Ukraine nach Russland zurückkehren, brächten Probleme mit nach Hause, so Rosin. «Was sie mit nach Hause bringen, ist Gewalt, Instabilität, psychologische Probleme und Kriminalität. Auch das hat schon jetzt einen Effekt auf die russische Bevölkerung.» Dies gilt umso mehr für jene Soldaten, die aus Gefängnissen zum Frontdienst begnadigt wurden. Bereits ist es vorgekommen, dass solche begnadigten Mörder nach ihrer Entlassung aus dem Dienst zu Hause in Russland erneut mordeten.

Rosin glaubt allerdings nicht, dass es in naher Zukunft zu einer Revolution in Russland und einem Machtwechsel im Kreml kommen könnte. Doch er weist darauf hin, dass solche Systeme manchmal innen sehr hohl seien. «Und wenn etwas passiert, dann passiert es sehr schnell. Dann werden wir alle überrascht sein.» (dhr)

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Die beliebtesten Kommentare
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Rannen
25.05.2026 15:39registriert Januar 2018
Die Spezial Operation ist gescheitert. Das Land ruiniert und vor dem Kollaps. Die Folge Kosten werden enorm sein. Das Ende vom Puter ist eingeläutet, die Uhr tickt.
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banda69
25.05.2026 17:13registriert Januar 2020
Die Ukrainier tun das womit die Terror-Russen nie gerechnet haben. Sie greifen das Hinterland an und sie zerstören wichtige Infrastruktur der Terror-Russen: Wirtschaftlich und Militärisch. Die Russen schaffen es nicht diese zu schützen. Und sie werden es auch nicht schaffen. Und die Ukraine wird von Tag zu Tag stärker.

Die Terror-Russen werden reagieren. Und es wird hässlich. Der Westen soll endlich aufwachen und die Ukraine so unterstützen wie sie es verdient hat.
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King33
25.05.2026 17:08registriert April 2017
Ausser ein paar Trolle, u.a. hier in der Kommentarspalte, spricht schon lange niemand mehr von einem Sieg der Russen. Die haben gefühlt seit Jahren keinerlei Fortschritte erzielt. Man muss schon sehr verblendet sein, um dies nicht zu erkennen.
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