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Ankläger wollen härtere Strafe: Ex-Sprinter Oscar Pistorius muss erneut vor Gericht



Die tödlichen Schüsse von Oscar Pistorius auf seine Freundin sind erneut ein Thema für Südafrikas Justiz: Die Ankläger wollen ihn härter bestraft sehen. Mit dieser Meinung stehen sie nicht allein.

Das oberste Berufungsgericht Südafrikas prüft an diesem Freitag das Urteil gegen den früheren Spitzensportler Oscar Pistorius. Es geht um das Strafmass. Pistorius war wegen Totschlags zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

epa04984527 (FILE) A file picture dated 19 August 2013 shows South African Paralympic athlete Oscar Pistorius as he appears in the Pretoria Magistrates court in Pretoria, South Africa. Oscar Pistorius was released late on 19 October 2015 from prison after serving one year for shooting dead his girlfriend, South Africa's prisons department said. Correctional services spokesman Manelisi Wolela confirmed that Pistorius had been released from the Kgosi Mampuru II prison in Pretoria. Pistorius fired four shots at Reeva Steenkamp through a locked toilet door at his home in Pretoria in the early hours of Valentine's Day 2013. She died at the scene.  EPA/STR

Soll erneut vor Gericht: Oscar Pistorius Bild: EPA/EPA FILE

Die Staatsanwaltschaft hat sich um die erneute Berufung bei dem Gericht in der Stadt Bloemfontein bemüht, da sie das Urteil der zweiten Instanz für «schockierend milde» hält. Der inhaftierte 30-jährige Pistorius selbst wird bei dem Termin nicht erwartet. Bis wann das Gericht neu über das Strafmass befinden wollte, war zunächst noch unklar.

Einbrecher statt Freundin?

Der unterhalb der Knie amputierte Pistorius hatte seine Freundin, das aufstrebende Model Reeva Steenkamp, am Valentinstag 2013 in seinem Haus mit vier Schüssen durch eine Toilettentür getötet. Er beteuerte, einen Einbrecher hinter der Tür vermutet zu haben. Das Verbrechen hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und wurde inzwischen verfilmt.

File: In this Tuesday, Feb. 19, 2013 file photo a mourner holds a program with a photo of Reeva Steenkamp at her funeral in Port Elizabeth, South Africa.  A sobbing Oscar Pistorius refused to look at a photo of her bloodied head wounds while testifying at his murder trial Wednesday, April 9, 2014, turning away from the gruesome image as the prosecutor urged the star athlete to “take responsibility” for killing her. (AP Photo/Schalk van Zuydam, File)

Das Opfer: Reeva Steenkamp. Bild: AP

Pistorius war daraufhin nach langer juristischer Auseinandersetzung im Juli 2016 wegen «Mordes» verurteilt worden, was im deutschen Recht Totschlag entspricht. Darauf stehen in Südafrika normalerweise mindestens 15 Jahre Haft. Richterin Thokozile Masipa hatte jedoch mildernde Umstände angeführt. «Er ist ein gefallener Held, er hat seine Karriere verloren, er ist finanziell ruiniert», hatte sie bei der Urteilsverkündung gesagt. Er sei Ersttäter und habe Reue gezeigt, nun müsse er eine Chance haben, sich zu rehabilitieren.

Weisse bekommen besseres Recht

Das Urteil hatte in Südafrika Empörung ausgelöst. Für viele war es ein Zeichen gewesen, dass wohlhabende Angehörige der weissen Minderheit vor Gericht immer noch besser behandelt werden als Schwarze. Die schwarze Richterin Masipa hatte dem entgegengehalten: «Unsere Gerichte dienen dem Gesetz, nicht der öffentlichen Meinung.»

Der Sprinter Pistorius hatte bei Paralympischen Spielen auf eigens angefertigten Karbon-Prothesen sechs Goldmedaillen gewonnen. In London startete er 2012 auch als erster beinamputierter Sportler der Geschichte bei den regulären Olympischen Spielen. (sda/dpa)

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Video: srf

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