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Saudischer Prinz für eine Milliarde Dollar freigelassen



FILE - In this Oct. 23, 2008 file photo, Prince Miteb bin Abdul Aziz, son of Saudi King Abdullah bin Abdul Aziz al-Saud, leaves the equestrian club following a horse racing competition in Janadriyah in the outskirts of the Saudi capital Riyadh, Saudi Arabia. The king ousted one of the country's highest-level royals from power, relieving Prince Miteb bin Abdullah of his post as head of the National Guard. (AP Photo/Hassan Ammar, File)

Miteb bin Abdullah Bild: AP/AP

Der saudische Prinz Miteb bin Abdullah ist einem Beamten zufolge gegen die Zahlung einer hohen Summe freigelassen worden. Der Sohn des verstorbenen Königs Abdullah und frühere Kommandant der mächtigen Nationalgarde sei am Dienstag entlassen worden.

Zuvor sei eine «vertretbare Vergleichsvereinbarung» mit den Behörden getroffen worden, sagte ein Beamter am Mittwoch. Die vereinbarte Summe wurde nicht offiziell mitgeteilt. Es sei aber davon auszugehen, dass die Zahlung bei umgerechnet mehr als einer Milliarde Dollar liege. Zudem schliesse der Vergleich wohl das Einräumen von Korruptionsvorwürfen des einst selbst als Thronanwärter geltenden Prinzen ein.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed hat seine Macht deutlich ausgebaut und Anfang des Monats im Rahmen von Anti-Korruptionsermittlungen Dutzende Mitglieder der königlichen Familie, Minister und Beamte festnehmen lassen. Zuvor hatte König Salman dem Kronprinzen die Leitung der neu geschaffenen Anti-Korruptionsbehörde übertragen und damit dessen Kontrolle über den Sicherheitsapparat des Landes gefestigt.

Dem Beamten zufolge wurde mit drei weiteren wegen Korruptionsverdacht Festgenommenen ein Vergleich geschlossen. Mit mehreren Beschuldigten werde noch verhandelt, sie gegen Geldbeträge wieder freizulassen. Prinz Miteb war unter anderem Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen worden. Anderen Beteiligten wird Bestechung und Erpressung zur Last gelegt.

Nach Einschätzung von Beobachtern zielen die Massnahmen auch darauf ab, Opposition gegen Kronprinz Mohammed zu beseitigen. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Popo Catepetl 29.11.2017 13:21
    Highlight Highlight Die Ironie an dieser Geschichte ist ja, wenn man von der Antikorruptionsbehörde wegen Korruption eingebuchtet wird und sich später bei ebendieser gegen Geld wieder freikaufen kann. Momol, tolle Behörde!
  • Saraina 29.11.2017 11:47
    Highlight Highlight Hoppla! Hoffentlich hört Trump nicht von dieser neuen Methode den Staatshaushalt und das eigene Konto zu sanieren! Ach nein, der muss sich ja blöderweise noch mit den Resten eines Rechtsstaats und Fake Media herumschlagen.

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