International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Reglement der Schweizerschule in Mailand sorgt für rote Köpfe



Ein Passus im Schulreglement der Schweizerschule in Mailand wirft in Italien hohe Wellen. Darin wird Schülern mit Lernschwierigkeiten wie Legasthenie davon abgeraten, die Schule zu besuchen. Unterdessen hat sich auch der Bund eingeschaltet.

Gemäss italienischen Nachrichtenagenturen hat die Schule im Mai ihr Reglement um eine Passage ergänzt, die nun in Italien für heftige Kritik sorgt. In der neuen Empfehlung heisst es sinngemäss: Weil die Bildungseinrichtung mehrsprachig sei, werde Schülern mit Lernschwächen wie Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsstörungen wie ADHS, Asperger-Syndrom, Autismus oder Verhaltensstörungen vom Besuch der Schule abgeraten.

Auf Facebook kritisierte Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala die Empfehlung als «inakzeptabel». Auch die italienische Bildungsministerin Valeria Fedeli will diese nicht akzeptieren und fordert eine Überprüfung der Empfehlung.

Eingeschaltet hat sich nun auch das Bundesamt für Kultur (BAK), das für die Anerkennung der 17 Schweizerschulen im Ausland zuständig ist. Es handle sich um eine Eigeninitiative der Schule und keine Weisung des Bundes, erklärte BAK-Sprecher Daniel Menna am Sonntagabend im italienischsprachigen Fernsehen RSI.

Das BAK habe von der Empfehlung aus den Medien erfahren und heisse diese nicht gut, sagte Menna weiter. Er erinnerte daran, dass die Schweiz jede Form von Diskriminierung ablehne, besonders in der Bildung. Das BAK werde die Empfehlung nun überprüfen. Sollte diese tatsächlich bestehen, werde sie rasch rückgängig gemacht, versicherte Menna. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

YB verliert gegen die Roma mit 1:2

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel