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So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Rund 7,5 Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde. Verteilt auf den ganzen Globus hat es da noch genügend Platz. Doch was, wenn die gesamte Weltbevölkerung so nah wie möglich zusammenrücken würde? 

15.07.18, 10:13 15.07.18, 21:45
Irem Anan, Reto Fehr


Noch um 1900 lebten nur 10 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Laut Prognosen der UNO werden es 2050 bereits 70 Prozent sein. Die Welt rückt also immer näher zusammen. Aber wie nahe wäre theoretisch möglich? Wie viel Platz benötigt die ganze Menschheit wirklich?

Die Weltbevölkerung auf einer Fläche

Aktuell leben rund 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt. Würden wir alle so nah zusammenstehen, dass auf einem Quadratmeter fünf Menschen Platz haben*, könnte sich die gesamte Weltbevölkerung im Kanton Luzern versammeln. (Ok, wer im Vierwaldstättersee landet, hat dann halt wirklich Pech gehabt.)

Welt auf Fläche

Grafik: Reto Fehr/watson

* Berechnung des Platzbedarfs

Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF schreibt: Personendichte pro Quadratmeter beträgt je nach Art und Ort der Veranstaltung 1 bis 4 Personen. Ab 4 oder 5 Personen pro Quadratmeter ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Für dieses Experiment trauen wir der Menschheit 5 Personen pro Quadratmeter zu.

Die Bevölkerung der Schweiz auf einer Fläche

Schauen wir auf die Schweiz, wird der Platzbedarf noch viel kleiner. Bei der letzten Zählung 2016 lebten 8,4 Millionen in unserem Land. 

Bei fünf Personen pro Quadratmeter würde der halbe Central Park in New York somit für alle Einwohner reichen. Oder anders ausgedrückt: Wir hätten alle oben rechts auf dem Gemeindegebiet von Rorschach (aktuell knapp 10'000 Einwohner) Platz.

Welt auf Fläche

grafik: reto fehr/watson

Die Weltbevölkerung in einem Würfel

Gehen wir einen Schritt weiter und pferchen die Menschen nicht nur zusammen, sondern bauen ein Würfelgebäude, in welchem alle unter den erwähnten Platzansprüchen unterkommen würden. Als Höhe der Stockwerke nehmen wir dafür zwei Meter. So könnten die allermeisten Menschen aufrecht stehen und es vereinfacht das Rechnen für uns. 

Dieses Haus wäre zwar gigantisch, würde aber vom Zürcher Bellevue bis zum Platzspitz sowie von der Universität bis zur Haltestelle Stauffacher reinpassen.

Übrigens: Wer dann einmal um die gesamte Menschheit joggen will, der könnte das in rund 30 Minuten schaffen.

grafik: reto fehr/watson

Die Bevölkerung der Schweiz in einem Würfel

Auch hier werden wir für die Schweiz knapp 1000-mal kleiner. Das Würfelgebäude für die gesamte Bevölkerung des Landes könnte in Bern zwischen dem Bundeshaus und der Marktgasse sowie dem Bundesplatz bis zur Inselgasse/Amtshausgässchen stehen.

grafik: reto fehr/watson

Die Weltbevölkerung in einem Gebäude

Zugegeben: Mit fünf Personen auf einem Quadratmeter hält man es kaum lange aus. Darum gewähren wir uns allen etwas mehr Platz und verteilen fünf Menschen auf eine durchschnittlich grosse Wohnung der Schweiz. Diese betrug gemäss dem Bundesamt für Statistik im Jahr 2016 99 Quadratmeter. 

Als Raumhöhe nehmen wir die im Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich festgehaltene Angabe für Mehrfamilienhäuser: 2,40 Meter. Zudem bauen wir dieses Mal nicht «unendlich» in die Höhe, sondern beschränken uns auf die 828 Meter des Burj Khalifas, des höchsten Gebäudes der Welt.

Dieses Bauwerk würde zwischen Biel und dem Murtensee und dann bis nach Bern Platz finden. Umgerechnet auf die Anzahl Burj Khalifas (Grundfläche 334'000m2) wären dies: 1301.

Welt in einem Gebäude

grafik: reto fehr/watson

Die Bevölkerung der Schweiz in einem Gebäude

Zum Abschluss auch hier die Berechnung für die Schweiz. Die Seitenlängen des Gebäudes wären nur noch 700 Meter lang. Bauen könnten wir das Gebäude in Basel am Rhein mit den Ecken bei der Wettsteinbrücke und der Mittleren Brücke. Das Gebilde würde dann bis zum Heuwaage-Viadukt reichen, was ungefähr 1,5-mal der Grundfläche des Burj Khalifas entspricht.

Schweiz in Wohnung

grafik: reto fehr/watson

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 16.07.2018 14:38
    Highlight 1970 hatte die Weltbevölkerung noch auf der Fläche des Bodensees Platz, also etwa einem Drittel von LU.
    5 1 Melden
  • eBart is back 15.07.2018 23:20
    Highlight 😍 Bitte mehr davon. Ich liebe solche Spielereien mit Zahlen.
    20 2 Melden
  • salamandre 15.07.2018 22:32
    Highlight ...ich will meine AHV...
    5 9 Melden
  • salamandre 15.07.2018 22:31
    Highlight shiiit, noch so viel Platz. Vögelt, dass sich die Balken biegen!
    10 17 Melden
  • Warum? 15.07.2018 21:07
    Highlight Macht es mal etwas grausam und berechnet im Teil 2 Fleischmasse (kg und m3), Knochenmasse, haut in m2, Anzahl Zähne und weiteres komisches Zeug. Etwas hässlich das ganze aber sicher spannend.
    4 13 Melden
  • milone 15.07.2018 14:25
    Highlight ...und die Zeit die es brauchen würde, dass wir uns alle auf so engem Raum besammeln könnten, würde vermutlich unsere Lebzeiten übersteigen ;-D
    29 0 Melden
  • Siebenstein 15.07.2018 14:16
    Highlight Wenn man die Probleme einmal ausser acht lässt die das Heranschaffen der vielen Menschen bedeutete, makabrerweise würde Platz gespart wenn man die Toten (durch Verhungern, Konflikte u.a.) gleich wieder begraben würde und die letzte Geburtenwelle abgeklungen wäre, Fortpflanzung dürfte unter diesen Umständen kein Thema mehr sein 😰
    Wahrscheinlich würde von der Menschheit Recht bald nicht viel übrig bleiben, versuchte man das in die Tat umzusetzen...🤔
    9 12 Melden
  • Ziasper 15.07.2018 13:11
    Highlight Naja 2 m Geschosshöhe ist vielleicht ein wenig knapp bemessen. Es muss in diesen 2 m ja noch eine Decke rein. Diese müsste schon mindestens 30 cm dick sein, um solch hohe lasten tragen zu können. Wird dann ein bisschen eng...
    39 13 Melden
  • Doctor Unrath 15.07.2018 13:06
    Highlight Wenn man so viele Leute zusammenquetschte, gäbe es sofort Krach und in der Folge nach einigen Stunden wieder viel mehr Platz...
    Aber danke für das originelle Gedankenspiel!
    87 5 Melden
  • Beat Galli 15.07.2018 12:57
    Highlight Das ist aber lustig. Die ganze Berechnung ist mit lauter 100m2 Wohnungen und jeweils 5 Personen.
    Laut Plan aber nur 2 Doppelbetten.

    Ob jeweils der 5te freiwillig am Boden schläft?
    37 5 Melden
    • swisskiss 15.07.2018 13:27
      Highlight Beat Galli: Melde mich freiwillig, um mit dem schwedischen Bikiniteam ein Bett zu teilen. Ich weiss, Scheissjob... Aber Einer muss es machen.
      64 10 Melden
  • al dente 15.07.2018 12:42
    Highlight die gesamte schweizer bevölkerung in rorschach ist ja das eine, aber wo parkieren die alle ?
    33 2 Melden
    • swisskiss 15.07.2018 13:30
      Highlight al dente: Parken? Rorschach! Da kann man gleich in Olten stapeln.

      Kreis 4 und 5 und dann aber Caliente!
      11 7 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 15.07.2018 16:49
      Highlight @al dente

      Weswegen sollte man ein Auto besitzen? Etwa um die Eltern, Kollegen oder den Arbeitsplatz in Rohrschach zu besuchen?
      18 1 Melden
  • namib 15.07.2018 12:22
    Highlight Wäre zu hoffen, dass das Haus mehr als eine Tiefgarageneinfahrt hat. Sonst gibt's bei 1.3 Milliarden Autos am Freitag abend einen Stau, der 162 mal um die Erde reicht. Mit der "Gotthardregel" (4km=1 Stunde) gerechnet braucht der Letzte satte 185 Jahre, bis er endlich ins Wochenende kommt 😊
    268 4 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 15.07.2018 21:59
      Highlight @namib

      Ich verstehe zwar den Sinn eines Autos nicht, wenn alles im gleichen Gebäude per Lift erreichbar ist, aber der Stau sähe wohl so ähnlich aus:
      9 1 Melden
    • ~°kvinne°~ 16.07.2018 21:51
      Highlight Made my day 😅😄
      2 0 Melden
  • Lumpirr01 15.07.2018 12:17
    Highlight Als ich noch zur Schule ging, gab es eine ähnliche Berechnung. Damals reichte die Fläche des Bodensees für die ganze Menschheit bei 4 Personen pro Quadratmeter...............
    21 4 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 13:39
      Highlight Okay, Lumpirr01, man rechne:

      Fläche des Bodensee 536km² (Wikipedia),
      das sind 536'000'000m².

      Vier Personen pro Quadratmeter:
      536'000'000m² * 4 Personen/m²
      =2'144'000'000 Personen,
      sprich 2.1 Milliarden Menschen.

      Daraus lässt sich schliessen, dass du zwischen 1930 und 1940 zur Schule gegangen bist (http://bit.ly/2LeANBF).

      Du wurdest demnach um 1930 herum geboren, und bist inzwischen um die 90 Jahre alt.

      Stimmt's? ;)
      63 9 Melden
    • Lumpirr01 15.07.2018 20:13
      Highlight Ueli, bin zwar schon noch ein bisschen jünger, aber Deine Berechnung ist vollkommen korrekt. Aber dass die Weltbevölkerung in den wenigen Jahren um das 3-fache gewachsen ist und keine Stabilisierung stattfindet, finde ich mehr als bedenklich. Das wird über kurz oder lang in einem Desaster enden.
      16 6 Melden
  • derEchteElch 15.07.2018 12:14
    Highlight Interessant.
    Soll das heissen, wir haben gar kein Problem mit der Überbevölkerung der Erde? Dass es noch Platz für viel mehr Menschen hat?

    Oder soll das heissen, dass wir goch gleich alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen und in einen Würfel quetschen sollen? Nach der Aussage ist ja alles möglich, weil es genug Platz.

    Ich komm mal zu euch in die Redaktion, und steh einenTag lang ganz nah beieuch herum. Mal schauen wie wohlihr euch fühlt... Persönliche Zone kenng igr sicher..
    30 162 Melden
    • the bøll 15.07.2018 12:24
      Highlight Die Ressourcen sind das Problem.
      23 7 Melden
    • Datsyuk 15.07.2018 12:30
      Highlight Letztlich wird nur klar, dass du Probleme mit fremden Menschen hast und das bei jeder Gelegenheit mit einem Kommentar kundtun musst.
      112 20 Melden
    • MeinSenf 15.07.2018 12:43
      Highlight ...hast wohl das Gedankenexperiment nicht ganz verstanden...
      89 5 Melden
    • FrancoL 15.07.2018 12:47
      Highlight Dümmer gehts nimmer. Es ist eine Flächen oder Volumenüberlegung, die wohl die wenigsten in dieser Form je angestellt haben.
      Nicht immer gleich eine Ideologie dahinter stellen.

      Wenn jemand Dir etwas vorrechnet, heisst das ja auch nicht dass Du dies nicht selber rechnen kannst.
      57 13 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 12:50
      Highlight Du irrst dich, wenn du glaubst, die Erde sei überbevölkert. Das ist vielleicht dein subjektiver (egozentrischer) Eindruck. Aber objektiv trifft es nicht zu. Die Welt ist nicht überbevölkert.

      Höchstens gibt es zuviele egoistische und xenophobe Menschen, so wie dich. Schlecht erzogene Menschen lassen sich aber umerziehen.

      Die Welt hätte genügend Ressourcen, um einige Milliarden Menschen mehr zu beherbergen. Allerdings müssten wir mit den Ressourcen etwas vernünftiger umgehen. Weniger in Zerstörung und Krieg investieren, dafür mehr in die Vernunft und in ökologisch nachhaltige Lebensumstände.
      69 29 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 15.07.2018 12:52
      Highlight @derEchteElch

      Korrekt, Überbevölkerung ist kein Problem unsere Ressourcen-Nutzung jedoch schon. Wir "Westler" setzen die Standards nach denen sich die Welt richtet, jeder möchte es so gut haben wie wir. Wenn es jedoch jeder könnte sässen wir sowas von in der Bredouille. Nicht der Slum-Bewohner ohne Strom sollte sich ändern, sondern wir.
      37 10 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 13:17
      Highlight the bøll: Nicht die Ressourcen sind das Problem (es gäbe genug für alle), sondern unser unvernüftiger, egoistischer und verschwenderischer Umgang mit den Ressourcen ist das Problem.
      17 11 Melden
    • Silent_Revolution 15.07.2018 14:09
      Highlight Ueli der Knecht

      Wenn dein letzter Abschnitt keine Utopie wäre, dann wäre die Welt tatsächlich nicht überbevölkert.

      Fakt ist aber, dass kapitalistisches Wirtschaftsdenken nicht ab sonder zunimmt. Was dazu führt, dass immer mehr Menschen noch mehr konsumieren sollen.

      Das Leben wie in der Schweiz ist ökologisch und nachhaltig nicht möglich. So gesehen trifft dein zweiter Abschnitt auf jeden Schweizer Bürger zu.

      Die Welt strebt nicht an, diesen Wohlstand zu verringern, sondern auch andernorts zu erreichen.

      Deshalb ist und bleibt die Erde mit diesem System überbevölkert.
      19 3 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 14:30
      Highlight Silent_Revolution:
      "Fakt ist aber, dass kapitalistisches Wirtschaftsdenken nicht ab sonder zunimmt. Was dazu führt, dass immer mehr Menschen noch mehr konsumieren sollen."

      Selbst dann ist die Welt nicht überbevölkert. Der Kapitalismus ist selbstregulierend. Es hat immer gerade soviele Menschen auf dem Planeten, wie es ökonomisch sinnvoll ist.

      Das kapitalistische System garantiert die optimale Ressourcen-Allokation. Auch Menschen sind da nur Stückgut, nur Ressource.

      Der Kapitalismus würde sich kaltblütig der Menschen entledigen, sobald deren Existenz dem System keinen Nutzen mehr brächten.
      7 13 Melden
    • FrancoL 15.07.2018 14:48
      Highlight Nein die Ressourcen sind es ganz und gar nicht, es ist der Gewinn den man mit den Ressourcen machen will und deren Nutzung.
      Wir haben diverse Apfelplantagen in Norditalien. Wenn es gut kommt können wir 59% der Aepfel verkaufen, den Rest aber kaum verschenken weil alle nur perfekte Aepfel wollen. Nicht einmal die Tagesküchen nehmen diese Aepfel gerne, zu „schennderfrässig“ sind selbst die ärmeren Schichten.
      Es ist ein kleines Beispiel aber man könnte auch andere Ressourcen anführen, überall werden diese teilweise ohne Bedraf vernichtet.
      12 4 Melden
    • Silent_Revolution 15.07.2018 16:25
      Highlight "Es hat immer gerade soviele Menschen auf dem Planeten, wie es ökonomisch sinnvoll ist."

      Dann werden Menschen, die weder als Arbeitskraft noch als Konsument funktionieren reguliert?! Die zig Millionen Obdachlosen die von Abfällen und Bettlerei leben widerlegen diese These.

      Und wie der Mensch nur Mittel zum Zweck ist, ist es auch die Umwelt und die verfügbaren Ressourcen, welche solange abgebaut und verwendet werden, wie sie verfügbar sind.

      Da Nachhaltigkeit den Profit und das Wachstum enorm einschränkt, wird sie im Kapitalismus nur immer eine Scheinrolle spielen, aber nie wirklich gelebt.
      11 1 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 15.07.2018 16:42
      Highlight @FrancoL

      Mehr dazu hier:

      https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Apfel-Masse-statt-Klasse,sendung71436.html

      Nicht nur Foodwaste ist ein Problem, sondern auch die Arbeitsbedingungen die durch den Preisdruck entstehen.

      https://m.srf.ch/sendungen/einstein/foodwaste-apfelmus-statt-abfall

      Wir haben absolut keinen Bezug mehr zur Nahrung, dass sieht man bis ins letzte Glied unserer Nahrungskette. Keine Wertschätzung und keine Zeit für etwas wirklich so essentielles.
      6 3 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 17:22
      Highlight Silent_Revolution: Ich bin kein Anhänger des Kapitalismus, sondern eher einer derjenigen, die nach Wegen suchen, wie wir ihn (friedlich) überwinden.

      "Dann werden Menschen, die weder als Arbeitskraft noch als Konsument funktionieren reguliert?! Die zig Millionen Obdachlosen die von Abfällen und Bettlerei leben widerlegen diese These."

      Ja. Es ist nicht meine These, sondern kapitalistische Ideologie, wonach die freie Marktwirtschaft zur optimalen Ressourcen-Allokation führt. Dazu gehören offenbar auch "zig Millionen Obdachlosen die von Abfällen und Bettlerei leben". Sie sind auch nur Ressource.
      2 4 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 17:33
      Highlight Silent_Revolution:
      "Die zig Millionen Obdachlosen die von Abfällen und Bettlerei leben" sind meines Erachtens übrigens eine besonders wertvolle Ressource, gerade wenn es um Fragen geht, wie wir den Kapitalismus überwinden könnten.

      Ich meine, die Überwindung des Kapitalismus beginnt genau bei diesen Menschen, bei den vielen, die in den Slums leben, bei den Ärmsten der Armen.

      Wenn es uns gelänge, diese Mehrheit zu ermächtigen, an der Welt zu partizipieren, dann erledigt sich der Rest vermutlich von alleine. Denn die Politik wird letztlich immer wieder mit den Füssen gemacht.
      2 4 Melden
    • FrancoL 15.07.2018 17:50
      Highlight @Ueli; ich verstehe Dich, aber es ist noch lange nicht gesagt dass diese Menschen einmal etwas weiter oben angekommen dies auch zu schätzen wissen und sich nicht gleich zu den Handlangern der Schergen machen.
      Wenn ich einmal betrachte wie bei uns Unternehmer aus ärmlichen Kreisen einmal etwas weiter oben angekommen benehmen so habe ich da keinen grossen Optimismus. Es ist leider so dass die Vernunft mit dem Aufstieg nicht unbedingt wächst. UN in meiner Umgebung die eine soziale Wirtschaft beherzigen sind wie ich eher als der Mittelklasse, der Mittelkasse ohne Bildungsdefizit.
      3 0 Melden
    • Silent_Revolution 15.07.2018 17:57
      Highlight Ueli

      Wenn du kein Kapitalst bist, es nicht deine These sondern kapitalistische Ideologie ist, solltest du diese Behauptung nicht als Wahrheit verbreiten.

      Ob sie "besonders wertvoll für die Überwindung des Kapitalismus sind" ist unwichtig, da sie nicht am Wirtschaftskreislauf teilnehmen (können). Sie sind für das herrschende System keine Ressource, nicht von Bedeutung aber trotzdem existent, leidend und eben nicht reguliert.
      3 0 Melden
  • Tugium 15.07.2018 11:30
    Highlight Interessant wie wenig Platz es braucht für alle Menschen der Erde in einem Gebäude🤔😅
    158 5 Melden
    • B. Bakker 15.07.2018 12:18
      Highlight Wenn ich mir aber das Verkehrschaos und das Kanalisationssystem vorstelle, dann wird mir schwindelig 😅
      17 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 13:02
      Highlight Würden allerdings alle Menschen mit unserem Lebensstandard leben, bräuchte es offenbar zwei bis drei Planeten. Im Schnitt bräuchten wir zur Zeit offenbar mehr als einen Planeten. Aber das liesse sich ändern, bzw. auf die Dauer muss es sich ändern.
      https://klimaohnegrenzen.de/klimawissen/okologischer-fussabdruck
      17 5 Melden
    • The Origin Gra 15.07.2018 13:43
      Highlight @Ueli: 1.5 Erden in welchem Zeitraum?
      Rohstoffe wie Eisen oder Kupfer sind endlich, andere noch selltener daher die Frage
      1 8 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 16:02
      Highlight The Origin Gra: Rohstoffe wie Eisen oder Kupfer verdampfen ja nicht. Sie bleiben auf die Dauer erhalten.

      Ich meine, die 1.5 Erden bräuchten wir, wenn wir nachhaltig, sprich Ressourcen-erneuerbar so leben wie wir im Schnitt zur Zeit leben.

      Das Rechenmodell ist natürlich sehr beschränkt. Ich meine, die Berechnung orientiert sich am Klima-CO2-Modell. Wir bräuchten 1.5 Erden, um unseren durchschnittlichen CO2-Ausstoss zu binden, resp. zwei bis drei Erden, um den CO2-Ausstoss zu binden, den wir durch unseren Lebenswandel in der Schweiz verursachen.
      3 1 Melden
    • The Origin Gra 15.07.2018 18:42
      Highlight @Ueli: "Sie bleiben auf die Dauer erhalten" Meine Konstrukteurlehre ist fast ein Jahrzehnt her, ist es gelungen Korrossion rückgängig zu machen? Lässt sich die Halbwertszeit stoppen?
      Wird Weltweit sehr sauber Recycelt?
      2 1 Melden
    • Ueli der Knecht 15.07.2018 19:59
      Highlight The Origin Gra: Yep, Korrosion lässt sich zumindest chemisch wieder rückgängig machen, was die Rohstoffe anbelangt.

      Grundsätzlich ist doch stets alles dem Wandel unterworfen. Ohne Wandel würde es kein Leben geben, schon gar kein intelligentes. Das Leben konnte sich auch schon immer dem Wandel anpassen (Survival of the fittest).

      Ein Kücken verbraucht zB. sämtliche Nährstoffe im Ei, bevor es schlüpft.

      Es werden längst nicht alle Rohstoffe recycled. Wir leben auch überhaupt nicht nachhaltig. Aber das lässt sich ändern. Ich bin auch sehr dafür, dass wir diesbezüglich einiges mehr tun.
      3 1 Melden

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