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Nach G20: U-Haft für mindestens einen Schweizer



Nach den Ausschreitungen am G20-Gipfel in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft in 51 Fällen Untersuchungshaft angeordnet. Unter den Betroffenen befindet sich mindestens ein Schweizer.

Den festgenommenen Personen werden unter anderem schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg am Montag mit.

Bei den Festgenommenen handelt es sich vor allem um männliche Beschuldigte unter 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen befinden sich auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und aus Österreich.

Einem 27-jährigen Deutschen wird versuchter Mord vorgeworfen. Er soll mit einem Lasergerät den Piloten eines Polizeihelikopters gezielt geblendet haben. Dabei soll er sogar den möglichen Absturz des Helikopters in Kauf genommen haben.

Die Staatsanwaltschaft hat insgesamt 85 Haftbefehle beantragt. In den Fällen, in denen keine Haft angeordnet worden sei, prüfe die Behörde die Einlegung von Rechtsmitteln, hiess es in der Mitteilung weiter.

Hamburg im G20-Ausnahmezustand

Neun Schweizer aus dem Verkehr gezogen

Bei den Ausschreitungen der letzten Tage hatte die Polizei insgesamt neun Schweizer Staatsbürger aus dem Verkehr gezogen. Fünf Personen wurden festgenommen. Vier weitere nahm die Hamburger Polizei in Gewahrsam. Sie bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erstmals offiziell, dass auch Schweizer nach den schweren Krawallen festgenommen worden waren.

Die Personen hätten das Anrecht, die zuständige Schweizer Botschaft zu kontaktieren, schreibt das Aussendepartement (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In Fällen von Freiheitsentzug könne das EDA die Betroffenen in verschiedener Hinsicht unterstützen.

Dazu zählen unter anderem Informationen über Verteidigungsrechte, die Benachrichtigung der Angehörigen oder die Sicherstellung, dass das Recht auf menschenwürdige Haftbedingungen, die Verfahrensgarantien und das Verteidigungsrecht respektiert werden.

500 verletzte Beamte

Insgesamt wurden 186 Menschen vorläufig festgenommen und 225 Menschen in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei gab es 37 Haftbefehle gegen Randalierer.

In den vergangenen Tagen war es bei dem Gipfel in Hamburg zu schweren Krawallen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Gewalttäter zündeten Autos an, beschädigten und plünderten Geschäfte und bewarfen Polizisten mit Böllern, Steinen und Flaschen. Die Einsatzkräfte setzten mehrfach Wasserwerfer ein. Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurden fast 500 Beamte verletzt. (sda)

Strassenschlacht mit der Polizei

Video: srf

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DonDude 11.07.2017 05:28
    Highlight Highlight Mal einer der es ausspricht....
    Play Icon
  • Rubby 10.07.2017 18:31
    Highlight Highlight Ich hoffe die ausländer die hier in der schweiz an demos teilnehmen und alles verwüsten kommen auch in haft..!!
    • DerTaran 11.07.2017 07:07
      Highlight Highlight In einer Demokratie will der Staat keine Rache, auch das unterscheidet uns von Diktaturen. Nach geltendem Recht verurteilen, aber kein Exempel statuieren wollen.
  • häfi der Spinat 10.07.2017 18:22
    Highlight Highlight "Die Personen hätten das Anrecht, die zuständige Schweizer Botschaft zu kontaktieren"

    Dafür währe das System, wieder gut genug.
    • Watson - die Weltwoche der SP 10.07.2017 19:48
      Highlight Highlight F*ck the system! Oh, bitte Botschaft hilf mir.
    • Pasch 10.07.2017 20:49
      Highlight Highlight Da wäre aber eigentlich der einzige Grund den ich kenne warum Diplomaten Immunität geniessen. So können sie auf beiden Seiten vermitteln oder auch auf der dritten oder vierten was bewegen.
  • Theor 10.07.2017 17:59
    Highlight Highlight Überspitzt gesagt, wird von weit über 100 Schweizer Randalierern nur einer zur Rechenschaft gezogen. Statistisch darf man sich als Linksextremer also freuen. Das Risiko bleibt weiterhin verschwindend gering.
  • Watson - die Weltwoche der SP 10.07.2017 17:41
    Highlight Highlight Zwecks Generalprävention sollte an diesen linksextremen Verbrechern ein Exempel statuiert werden.
    • Watson - die Weltwoche der SP 10.07.2017 19:47
      Highlight Highlight Voll ausschöpfen wären 10 Jahre, ich denke, dass das genügt..
    • pachnota 10.07.2017 21:51
      Highlight Highlight Echo der Zeit
      wieso Gutmensch.
      Die Gutmenschen waren jetzt aber eindeutig unterwegs mit Steinen und Brandbomben am randalieren.
      Dahe der ironisch Begriff Gutmensch, der eigentlich nur zeigt, das das vordegründige gesültze, der Guten, natürlich nur eine Farce ist.
    • Eine_win_ig 11.07.2017 06:33
      Highlight Highlight Wieso Gutmensch? Wir haben einen Rechtsstaat! Und ich bin verdammt stolz darauf, in einem zu leben. Wie schon gesagt, wir sind nicht in China oder der Türkei, wo man "Exempel statuiert" und das Gesetz ignoriert. Versuchter Mord etc. sollte aber auch bei uns eine richtige Strafe mit sich ziehen

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