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A general view show the Turkish delegation and Turkish Cypriot delegation on the left side, the UN delegation on the center, and the Greek Cypriot delegation and Greek delegation on the right side at the begining of a new round of the conference on Cyprus under the auspices of the United Nations, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, June 28, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Verhandlungen in Crans-Montana am Mittwoch. Bild: KEYSTONE

Im Wallis geht es um die Vereinigung Zyperns: Der Auftakt ist gelungen



Bei den neuen Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns in Crans-Montana geben sich die Vereinten Nationen zuversichtlich. «Der Auftakt ging über meine Erwartungen hinaus», sagte der UNO-Vermittler für Zypern, Espen Barth Eide, am Mittwoch. Die Gespräche im Walliser Alpenort sollen bis zum 7. Juli dauern. Angestrebt wird eine Föderation mit zwei Bundesstaaten.

Im Falle einer Abmachung zur Überwindung der mehr als 40-jährigen Teilung der Mittelmeerinsel könne noch vor Jahresende ein Referendum über das Ergebnis in beiden Teilen der Insel stattfinden.

Beide Präsidenten dabei

Eide legte die Erfolgslatte hoch: «Der grösste Erfolg wäre ein umfassender Deal, das ist hart, aber nicht unmöglich», sagte er. Wenn das nicht gelinge, müsse wenigstens ein Durchbruch bei allen Knackpunkten erzielt werden, so dass nur noch kleinere Einzelheiten beschlossen werden müssten. Sonst könne man nicht von einem Erfolg sprechen, sagte Eide.

Supporters of the peace hold placards at the begining of a new round of the conference on Cyprus under the auspices of the United Nations, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, June 28, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bei der Ankunft der Verhandlungsführer am Mittwochmorgen demonstrierten einige türkische und griechische Zyprioten. Sie forderten eine schnelle Wiedervereinigung der Insel. Bild: KEYSTONE

Dabei waren am Mittwoch der griechisch-zyprische Präsident Nicos Anastasiades und der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, sowie die Aussenminister der sogenannten Garantiemächte Griechenland und Türkei und die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini. Geleitet wurden die Gespräche von UNO-Vermittler Espen Barth Eide.

Streitpunkt türkische Soldaten

Grösster Streitpunkt ist die Stationierung der 35'000 türkischen Soldaten, die nach dem Willen Ankaras die türkischstämmige Minderheit schützen soll.

Das sei in einem vereinten Zypern nicht nötig, argumentiert die griechische Seite. Die Zyprer müssen sich in Sicherheitsfragen mit den Garantiemächten Türkei, Griechenland und Grossbritannien, der ehemaligen Kolonialmacht, absprechen. Die Briten wollen ihre zwei Militärstützpunkte ebenfalls nicht aufgeben.

epa06051378 Two men sit on a bench next to a barricade outside the UN buffer zone, also known as the 'Green Line' in the ethnically-divided capital city of Nicosia, Cyprus, 26 June 2017. Rival leaders Cyprus President Nicos Anastasiades and Turkish Cypriot leader Mustafa Akinci, will reconvene for peace talks at the Conference on Cyprus summit in Crans Montana, Switzerland on 28 June. Cyprus has been divided since Turkish troops invaded and occupied the territory in 1974. Key issues at the summit will be security, territorial dividing lines and the process for allowing displaced people to reclaim lost homes and property.  EPA/KATIA CHRISTODOULOU

Grenze zwischen den beiden Zypern. Bild: KATIA CHRISTODOULOU/EPA/KEYSTONE

Demonstranten für Wiedervereinigung

Bei der Ankunft der Verhandlungsführer am Mittwochmorgen demonstrierten einige türkische und griechische Zyprioten. Sie forderten eine schnelle Wiedervereinigung der Insel. Die Demonstranten gehören zu einer Gruppe, die sich seit drei Wochen jeden Abend in Zyperns Hauptstadt Nikosia vor der Absperrung trifft, die den griechischen vom türkischen Teil der Insel trennt.

Zypern ist seit einem griechisch-zyprischen Putsch und einer anschliessenden türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Völkerrechtlich ist die ganze Mittelmeerinsel seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Das EU-Regelwerk findet im türkisch kontrollierten Norden jedoch keine Anwendung. (whr/sda/dpa)

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