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Nach-Brexit-Gespräche: Schweizer Parlamentarier zu Besuch in London

Didier Berberat, SP-NE, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 12. September 2016 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Ständerat Didier Berberat und weitere Ratskollegen führten in London Gespräche über die Beziehungen zwischen der Schweiz und Grossbritannien.Bild: KEYSTONE

Nach-Brexit-Gespräche: Schweizer Parlamentarier zu Besuch in London

19.10.2017, 18:1619.10.2017, 18:16

Die EFTA/EU-Delegation der eidgenössischen Räte hat in London Gespräche geführt über die Beziehungen zwischen Grossbritannien und der Schweiz nach dem Brexit. Diese werden stark abhängig sein von den künftigen Beziehungen zwischen London und Brüssel.

Es sei nicht Ziel gewesen zu verhandeln, sondern die Diskussionen zu begleiten, die zwischen London und Bern auf Regierungsebene stattgefunden haben, und sich über mögliche Wege auszutauschen, sagte am Donnerstag Ständerat Didier Berberat (SP/NE) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Neben Berberat wurde die EFTA/EU-Delegation am zweitägigen bilateralen Arbeitsbesuch vertreten durch ihren Präsidenten, Nationalrat Thomas Aeschi (SVP/ZG), ihre Vizepräsidentin, Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP/SG), die Nationalrätin Kathy Riklin (CVP/ZH), den Nationalrat Jean-François Rime (SVP/FR) sowie durch Ständerat Konrad Graber (CVP/LU).

Die Schweizer Delegation unterhielt sich namentlich mit britischen Abgeordneten sowie mit Vertretern verschiedener Parteien und Think Tanks. Zudem gab es eine Zusammenkunft mit Vertretern von Schweizer Unternehmen, die im Dienstleistungssektor tätig sind.

«Ein Loch verhindern»

Die Aufrechterhaltung der Beziehungen zu Grossbritannien sei für die Schweiz essenziell, sagte Berberat. Das Vereinigte Königreich war 2016 der drittwichtigste Absatzmarkt für Schweizer Warenexporte und der viertgrösste Herkunftsmarkt für Warenimporte. Schweizer Unternehmen schaffen in Grossbritannien rund 93'000 Arbeitsplätze. Dank britischer Direktinvestitionen wurden in der Schweiz rund 26'700 Arbeitsplätze aufgebaut.

Es gelte, «ein Loch zu verhindern», wenn der Brexit einmal vollzogen sei, sagte Berberat. «Momentan gibt es noch kein Szenario.» Viel werde abhängig sein von den künftigen Beziehungen zwischen London und der Europäischen Union. (sda)

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Video: watson/Gregor Stäheli, Emily Engkent
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