DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eigene Entführung vorgetäuscht: Frau ging mit Lösegeld Bingo spielen

25.10.2021, 21:19
Eine Frau in Spanien spielte Bingo mit dem Geld ihres Ehemannes. (Symbolbild)
Eine Frau in Spanien spielte Bingo mit dem Geld ihres Ehemannes. (Symbolbild)bild: shutterstock

Die spanische Polizei hat eine Frau festgenommen, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht haben soll - und die mit dem vom Ehemann gezahlten Lösegeld Bingo spielen ging. Die 47-Jährige sei in der Stadt Badalona unweit von Barcelona im Bingosaal entdeckt und festgenommen worden, nachdem sie das Geld abgehoben hatte, berichteten die Zeitung «ABC» und andere spanische Medien am Montag unter Berufung auf die Regionalpolizei. Die Frau habe 6000 Euro gefordert und ein Teil des Geldes bekommen, hiess es.

Die Frau ging den Berichten zufolge bei ihrem Erpressungsversuch ziemlich hemmungslos vor. Ihr Ehemann habe zum Zeitpunkt der Lösegeldforderung Anfang Oktober im Krankenhaus gelegen. Er sei im Krankenbett von seiner Frau - anonym natürlich - per Instant Messaging kontaktiert worden. Daraufhin habe er sofort eine Überweisung an das von den vermeintlichen Entführern genannte Konto veranlasst - aber auch die Polizei alarmiert. Die habe den Fall schnell gelöst.

Kurios: Der Bingosaal, in dem die Frau entdeckt wurde, liegt genau gegenüber dem Krankenhaus, in dem der ahnungslose Ehemann lag. Die Frau, die vermutlich an Spielsucht leidet, sei inzwischen unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden, hiess es. Sie werde demnächst dem Richter vorgeführt. Ihr wird Vortäuschung einer Straftat zur Last gelegt. Nach spanischem Recht kann sie deswegen zu einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren verurteilt werden. (sda/dpa)

Wenn dich das Thema Spielsucht interessiert, empfehlen wir folgenden Artikel:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mehr als 50 Tote bei Grubenunglück in Russland

Bei dem schwersten Grubenunglück in Russland seit Jahren sind im Westen Sibiriens 52 Menschen ums Leben gekommen. Das meldeten die Staatsagenturen Tass und Ria Nowosti am Donnerstagabend übereinstimmend unter Berufung auf den Rettungsdienst. Darunter seien sechs Rettungskräfte gewesen, die bei Sucharbeiten in dem Bergwerk starben. Über Stunden galten mehr als 30 Bergleute als vermisst.

Zur Story