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Barça spielt vor leeren Rängen

«Der Club bleibt geschlossen» – FC Barcelona geht in den Generalstreik



Mit einem Generalstreik wollen Gewerkschaften und andere Organisationen in Katalonien gegen die Polizeigewalt während des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums am vergangenen Sonntag protestieren.

Aufgerufen zu der Aktion am Dienstag haben unter anderem Gewerkschaften, die separatistische Bürgerinitiative ANC sowie der nationalistische Kulturverein «Omnium Cultural». Parallel soll es auch Kundgebungen in der spanischen Region geben, erwartet werden Zehntausende Teilnehmer.

Viele Bürger der wirtschaftsstarken Region meinen, sie müssten zu viel Geld an die aus ihrer Sicht korrupte Regierung in Madrid abgeben, was die eigene Jugend in die Perspektivlosigkeit geführt habe. Sie glauben, dass ein unabhängiges Katalonien in Europa besser dastünde.

Auch der Fussballclub FC Barcelona beteiligt sich. «Der Club wird morgen geschlossen sein», teilte der Verein aus der spanischen Primera División am Montag auf seinem Twitterkanal mit. «Keine Profi- und keine Jugendmannschaft wird morgen in der Ciutat Esportiva trainieren». Die Ciutat Esportiva Joan Gamper ist das Trainingsgelände Barças.

Verhandlungen als Lösung

Auch die beiden grössten Gewerkschaftsverbände Spaniens hatten sich ursprünglich dem Aufruf angeschlossen, zogen aber ihre Teilnahme am Montag zurück. Aus ihrer Sicht hat die Rede des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont nach der Abstimmung gezeigt, dass er als einzige politische Strategie den Ausruf der Unabhängigkeit verfolgt, wie die Verbände CCOO und UGT mitteilten. Zur Lösung des Konflikts zwischen Barcelona und der Zentralregierung seien aber weiter Verhandlungen nötig.

Nach amtlichen Angaben wurden am Sonntag bei den Aktionen der staatlichen Polizei zur Verhinderung der vom Verfassungsgericht verbotenen Befragung knapp 900 Bürger verletzt. Gegen den Willen Madrids hatte die Regionalregierung ein «verbindliches Referendum» über die Loslösung von Spanien organisiert. Das Lager der Separatisten gewann mit rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Zentralregierung betont, das Referendum sei nach der Verfassung vollkommen illegal.

Ein Sprecher des UNO-Generalsekretärs António Guterres erklärte, dieser vertraue darauf, «dass die demokratischen Institutionen Spaniens eine Lösung finden werden».

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(sda/dpa)

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