International
Luftfahrt

Militärflugzeug im Sudan stürzt über Wohngebiet ab – 46 Tote

IDP (Internally Displaced Person) walk along a street in Juba, South Sudan Thursday, Feb. 13, 2025. (AP Photo/Brian Inganga)
In dem Land im Nordosten Afrikas findet seit bald zwei Jahren ein blutiger Machtkampf statt.Bild: keystone

Militärflugzeug im Sudan stürzt über Wohngebiet ab – 46 Tote

26.02.2025, 10:0426.02.2025, 13:58

Beim Absturz eines sudanesischen Militärflugzeugs im Grossraum der Hauptstadt Khartum sind mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen.

Die Maschine war kurz nach dem Start am Dienstagabend aus bisher unbekannter Ursache über einem Wohngebiet in Omdurman abgestürzt. Wie das Informationsministerium in Khartum berichtete, starben 17 Militärangehörige an Bord der Maschine, unter ihnen hochrangige Offiziere.

Nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsarbeiten im Absturzgebiet wurde die Zahl der getöteten Zivilisten mit 29 angegeben. Ausserdem seien zehn Menschen verletzt worden, hiess es.

Ob das Flugzeug technische Probleme hatte oder vor dem Absturz womöglich von der Miliz RSF beschossen worden war, war zunächst nicht bekannt.

In dem Land im Nordosten Afrikas findet seit bald zwei Jahren ein blutiger Machtkampf statt. Dabei stehen sich Machthaber Abdel Fattah al-Burhan und dessen früherer Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert, gegenüber.

Der Konflikt hat nach UN-Angaben zur Flucht von mehr als 12,5 Millionen Menschen innerhalb des Sudans und in die Nachbarländer geführt. In Teilen des Landes droht eine Hungersnot. Internationale Vermittlungsversuche blieben bisher erfolglos.

Regierungstruppen vermeldeten zuletzt Gebietsgewinne

Während die Armee in den vergangenen Wochen vor allem im Grossraum Khartum sowie im landwirtschaftlich bedeutenden Bundesstaat Dschasira wichtige Gebietsgewinne gemacht hat, kontrolliert die RSF unter anderem den grössten Teil der westlichen Region Darfur. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen und Menschenrechtsvergehen vorgeworfen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Historisch»: «Hitzekuppel» in den USA breitet sich weiter aus
Viele US-Bundesstaaten ächzen seit Tagen unter für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Verantwortlich ist eine sogenannte «Hitzekuppel», deren Ausdehnung ein wohl historisches Ausmass annehmen wird.
Bei einer «Hitzekuppel» wirkt ein Hochdruckgebiet wie ein Topfdeckel, unter dem sich die heisse Luft über einer Region staut. In den USA ist das Phänomen seit letzter Woche verantwortlich für März-Rekordtemperaturen: Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen waren die Durchschnittstemperaturen in den USA im März so hoch. 14 Bundesstaaten verzeichnen ebenfalls einen Märzrekord.
Zur Story