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Russland blockiert Giftgas-Ermittlungen der UNO in Syrien 



epa05507078 A picture made available on 22 August 2016 showing Abo Ezzo, a worker in the cemetery of Douma, drops some water and put a green branch on the tombs of Abd al-Rahman al-Moudawer, a volunteer who died while helping people in Zamalka during the chemical attack, Douma, outskirts of Damascus, Syria, 21 August 2016. On 21 August 2013 Ghouta was bombed by Sarin, a chemical agent that affects the nervous system and prohibited by the Chemical Weapons Convention (CWC) as a weapon of mass destruction. The number of casualties is unknown with most reports indicating an average of 1400 death. The bombing was condemed by the Arab League, the European Union, and the United States, with a UN investigation team reporting that the nature, quality, and quantity of agents used in the attack idicate that the perpetrators had access to the chemical weapons stockpile of the Syrian military, and the expertise to arm them. The Syrian government accepted a US-Russia negotiated deal to turn over its chemical weapons stockpiles for destruction, and declated its intention to join the CWC.  EPA/MOHAMMED BADRA ATTENTION EDITORS: PICTURE CONTAINS GRAPHIC CONTENT

In Duma nördlich von Damaskus giesst Friedhofsgärtner Abo Ezzo Blumen am Grab von Abd al-Rahman al-Moudawer. Der Syrer starb, nachdem er Opfern eines Sarin-Angriffs in der Region Ghuta geholfen hatte. Bild: MOHAMMED BADRA/EPA/KEYSTONE

Russland hat im UNO-Sicherheitsrat weitere internationale Ermittlungen gegen die syrische Armee wegen des Vorwurfs von Giftgasangriffen abgeblockt. Die Ergebnisse der Untersuchungskommission seien weder abschliessend noch rechtlich bindend.

Daher könnten sie nicht als Grundlage für etwaige Sanktionen dienen, erklärte der russische UNO-Botschafter Witaly Tschurkin am Donnerstag im Sicherheitsrat. Stattdessen solle die syrische Regierung die Hintergründe der Gasangriffe untersuchen, erklärte Tschurkin laut Aufzeichnung seiner Äusserungen in dem Gremium.

Damit erteilt Russland dem Wunsch Grossbritanniens, Frankreichs und der USA eine Absage, das Ende Oktober auslaufende Mandat für die internationale Untersuchung um zwölf Monate zu verlängern. Die Westmächte wollten dies erreichen, bevor Verhandlungen über internationale Sanktionen gegen die Verantwortlichen für die Gasangriffe starten.

Der sogenannte Gemeinsame Untersuchungsmechanismus der UNO und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) war 2015 gegründet worden. Er soll den Einsatz von Giftgas im syrischen Bürgerkrieg aufklären. Vergangenen Freitag erhob das Gremium schwere Vorwürfe gegen die syrische Luftwaffe.

Nach dem mittlerweile vierten Untersuchungsbericht hat die syrische Luftwaffe demnach aus Helikoptern Fassbomben mit Chlorgas abgeworfen. Die Vorwürfe, international geächtetes Giftgas einzusetzen, richten sich auch gegen dieTerrormiliz «Islamischer Staat». US-Streitkräfte erklärten vor einigen Tagen, sie hätten Senfgas an Munitionssplittern festgestellt, die von «IS»-Milizen stammten.

(sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 28.10.2016 11:20
    Highlight Highlight Das Assad-Régime und Putin-Russland befinden sich in Sachen Anwendung von Giftgas also auf dem gleich tiefen Barbaren-Niveau, wie der "Islamische" Staat...
    Wen wundert's also, dass dieser "Islamische" Staat sowohl vom Assad-Régime, als auch vom Russischen "Möchtegern wieder Imperium" verschont wird, währenddem gleichzeitig in Aleppo die eingeschlossene Zivilbevölkerung von ca. 250'000 Menschen (unter ihnen ca. 100'000 Kinder!) im Ostteil der Stadt mit äusserster Grausamkeit belagert, ausgehungert, bombardiert und von einstürzenden Trümmern zerquetscht werden!
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