International
Syrien

Syrische Armee startet Gegenoffensive bei Hama

Syrian opposition fighters stand atop a seized military armored vehicle on the outskirts of Hama, Syria, Tuesday, Dec. 3, 2024. (AP Photo/Ghaith Alsayed)
Syrische Rebellen in den Aussenbezirken von Hama. Bild: keystone

Syrische Armee startet Gegenoffensive bei Hama – die neusten Entwicklungen

04.12.2024, 12:17
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Mitte vergangener Woche hatte eine Allianz von Aufständischen unter der Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) eine Offensive im Nordwesten Syriens begonnen und am Wochenende die Kontrolle über Aleppo übernommen, die zweitgrösste Stadt des Landes.

Die Frontlinie hat sich nun rund 130 Kilometer südlich um die Stadt Hama verschoben. Laut der Beobachtungsstelle mit Sitz in London, die mit einem Netz aus Informanten vor Ort das Kriegsgeschehen verfolgt, kamen bei den Gefechten inzwischen mehr als 570 Menschen ums Leben, unter ihnen auch knapp 100 Zivilisten

Die neusten Entwicklungen in der Übersicht.

Syrische Armee startet Gegenoffensive bei Hama

Nach dem raschen Vormarsch der islamistischen Rebellenallianz in Syrien hat die Armee von Machthaber Baschar al-Assad eine Gegenoffensive begonnen.

In der Nacht zu Mittwoch drängten die Streitkräfte die Aufständischen von der Stadt Hama rund zehn Kilometer nach Norden zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Regierungskreise berichteten.

Iran schickt Militärberater nach Syrien

Angesichts der Offensive islamistischer Aufständischer in Syrien hat der Iran einen berüchtigten General und weitere Militärberater in das Land geschickt, um der Regierung in Damaskus zu helfen.

Die Delegation unter Führung von General Dschawad Ghafari, eines Syrien-Kenners, soll nun die Gegenoffensive der Regierungstruppen rund um Hama unterstützen, wie die arabischsprachige Abteilung des iranischen Rundfunks, Al-Alam, meldete.

Ghafari wurde durch seine Rolle bei der Rückeroberung Aleppos im Jahr 2016 als «Schlächter von Aleppo» bekannt, wie das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) berichtete. (sda/dpa)

dpa-Fotograf Alkharboutli getötet

Der dpa-Fotograf Anas Alkharboutli ist bei den neu aufgeflammten Kämpfen in Syrien getötet worden. Der 32 Jahre alte Fotojournalist kam bei seiner Arbeit nahe der syrischen Stadt Hama durch einen Luftangriff ums Leben, wie andere Reporter aus dem Kriegsgebiet als Augenzeugen bestätigten. In den vergangenen Tagen hatte Alkharboutli über den Vorstoss der Rebellenallianz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) berichtet.

Alkharboutli studierte Ingenieurwissenschaften an der Universität von Damaskus. 2015 begann er mit seiner Arbeit als Fotojournalist und kam 2017 zur dpa. Mit seinen Bild- und Videoaufnahmen aus dem syrischen Bürgerkrieg machte er sich schnell einen Namen.

Seine Fotografie wurde international mehrfach gewürdigt. 2020 erhielt er die Young Reporter Trophy des renommierten französischen Prix Bayeux für Kriegsberichterstattung. Bei den Sony World Photography Awards gewann er 2021 die Kategorie Sports mit einer eindrucksvollen Bildserie über Kinder beim Karatetraining.

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