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In this Pentagon-approved sketch by court artist Janet Hamlin, self-proclaimed Sept. 11 mastermind Khalid Sheikh Mohammad attends pretrial hearings in at the Guantanamo Bay U.S. Naval Base in Cuba, Monday, June 16, 2014.  Lawyers for Guantanamo prisoners charged in the Sept. 11 attack say the FBI has questioned more support staff on their legal teams, a development that may prompt a new detour in an already snarled case as the war crimes tribunal reconvened Monday at this U.S. base. (AP Photo/Janet Hamlin, Pool)

Gerichtszeichnung von Chalid Scheich Mohammad bei einer Anhörung im US-Gefangenenlager auf Guantanamo Bay, Kuba (16.06.2014). Bild: AP/Janet Hamlin

Inhaftierter 9/11-Chefplaner schickte Obama einen Brief – nach zwei Jahren kam er an



Chalid Scheich Mohammad, der mutmassliche Chefplaner der Anschläge des 11. Septembers 2001, hat Barack Obama offenbar einen langen Brief geschrieben. Aus seiner Zelle im Gefangenenlager Guantanamo Bay verfasste er im Januar 2015 ein 18 Seiten umfassendes Schreiben, das von den Behörden aber zurückbehalten wurde, weil sie es als Propaganda einstuften. Ein Militärrichter hat im Januar entschieden, es dem scheidenden US-Präsidenten praktisch in den letzten Tagen seiner Amtszeit zuzustellen. Die Zeitung Miami Herald hat nun Auszüge aus dem Brief veröffentlicht.

Schon im Briefkopf wird klar, dass Mohammad eine grosse Abrechnung mit den USA beabsichtigt:

«Im Namen Gottes des Barmherzigen
Brief des gefangenen Gotteskriegers Chalid Scheich Mohammad an den Kopf der Schlange, Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Das Land der Unterdrückung und der Tyrannei»

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bild via miami herald

In seinem Brief verspottet er den Präsidenten als «klugen Anwalt, der sich mit Menschenrechten gut auskennt» und «seinen Feind ohne Gerichtsprozess töten und seine Leiche ins Meer werfen kann, statt ihn seiner Familie zu übergeben oder ihn anständig zu begraben.» Dies ist eine Anspielung auf die Tötung Osama Bin Ladens, der Al-Kaida-Chef kommt mehrmals in dem Brief vor. So auch hier:

«Ich werde gerne in meiner Einzelzelle für den Rest meines Lebens zu Gott beten und Ihm alle meine Sünden und Misstaten beichten. Und wenn Ihr Gericht mich zum Tod verurteilt, werde ich sogar noch lieber meinem Gott und seinen Propheten entgegentreten und alle meine Freunde wiedersehen, die Sie überall auf der Welt zu Unrecht getötet haben, und Scheich Osama Bin Laden wiedersehen.»

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bild via miami herald

Noch öfter als Bin Laden erwähnt Mohammad den Nahostkonflikt:

«An Ihren Händen klebt immer noch das Blut unserer Brüder und Schwestern und der Kinder, die in Gaza getötet wurden.»

Dieser sei auch der Grund für 9/11:

«Die Kriegsverbrechen in Palästina seit 1948 und die aktuellen in Gaza sind die einfachste Erklärung, warum 9/11 passierte und in Zukunft vielleicht erneut passiert.»

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bild via miami herald

Ob Obama den Brief gelesen hat, ist nicht bekannt. Chalid Scheich Mohammad verbrachte drei Jahre in geheimen CIA-Gefängnissen im Ausland und wurde mehrmals gefoltert. Dem 52-Jährigen wird vorgeworfen, die Terroranschläge vom 11. September 2001 geplant zu haben. Die Anklage fordert die Todesstrafe.

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