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epa06002730 Workers remove debris from a damaged area a day after a suicide bomb attack near foreign embassies in Kabul, Afghanistan, 01 June 2017. At least 90 people were killed and more than 350 were wounded in a suicide bomb attack in Kabul's diplomatic area on 31 May. The German Embassy in the area was severely damaged in the attack, other affected buildings included banks, telecom and media offices, reports say.  EPA/HEDAYATULLAH AMID

Ein Selbstmordattentäter hat sich in der Nähe der Botschaft in Kabul in die Luft gesprengt. Die Zahl der Toten ist auf über 150 gestiegen.  Bild: HEDAYATULLAH AMID/EPA/KEYSTONE

Zahl der Toten nach Anschlag im Diplomatenviertel auf 150 gestiegen



Die Zahl der Toten nach dem Anschlag im Diplomatenviertel von Kabul am vergangenen Mittwoch hat sich nach Angaben der afghanischen Regierung drastisch erhöht. Mehr als 150 Menschen seien getötet und mehr als 300 weitere schwer verletzt worden.

Der Angriff habe dem gesamten Diplomatenviertel gegolten, sagte Präsident Aschraf Ghani am Dienstag bei einer internationalen Friedens- und Sicherheitskonferenz in der afghanischen Hauptstadt. Bislang waren die Behörden davon ausgegangen, dass bei dem Anschlag mindestens 90 Menschen getötet wurden.

Der Attentäter hatte seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen mitten im hochgesicherten Diplomaten- und Regierungsviertel von Kabul gezündet. Die afghanische Regierung machte das mit den Taliban verbündete Hakkani-Netzwerk für die Tat verantwortlich. Bei der Explosion wurden auch mehrere Botschaften von EU-Ländern beschädigt, darunter jene von Deutschland.

Afghanistans Präsident Ghani warnte die radikalislamischen Taliban vor einem Umsturzversuch. Es werde ihnen nicht gelingen, die Regierung zu stürzen, sagte Ghani am Dienstag an der Konferenz in Kabul.

Immer mehr ausländische Kämpfer

Die Sicherheitslage hat sich in Afghanistan besonders seit dem Abzug der meisten internationalen Truppen Ende 2014 drastisch verschlechtert. Auch deshalb diskutieren NATO-Partner, ob sie wieder mehr Truppen nach Afghanistan schicken sollen.

Ghani sagte weiter, dass die Zahl der ausländischen Kämpfer in den vergangenen Jahren von 200 auf 11'000 gestiegen sei. Afghanische Sicherheitskräfte schieben schon lange viele Sicherheitsprobleme auf diese ausländischen Kämpfer.

In Afghanistan gibt es immer mehr Gebiete, in denen die Regierung weder Recht noch Ordnung durchsetzen kann. Sicherheitsexperten befürchten, dass diese neuen grossen rechtsfreien Räume al-Kaida-Kämpfern und aus Syrien und dem Irak fliehenden Kämpfern der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») eine Zuflucht bieten könnten. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • mitoffenenaugenniessengehtdoch 06.06.2017 12:32
    Highlight Highlight Wie in aller welt konnte ein ganzer lkw voller sprengstoff die checkpoints passieren? Das stinkt förmlich nach bestechung und unterwanderung. Höchste zeit dass die 'westlichen' regierungen einsehen dass sie mit ihrem eingreifen die lage häufig nur verschlimmern. Es kann nicht sein dass man krisengerde wie afghanistan nach 'erfüllter mission' einfach im stich lässt.
    Demokratische entwicklung braucht zeit und den willen sie als nützliches system anzuerkennen.
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