International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Frotzelnde Tweets in einem Streit unter Männern»: Elon Musk gewinnt vor Gericht



Tesla-Chef Elon Musk ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden. Die Geschworenen in Los Angeles sprachen den Milliardär am Freitag (Ortzzeit) von dem Vorwurf der Beleidigung frei, den der britische Höhlenforscher Vernon Unsworth gegen ihn erhoben hatte.

Unsworths Anwalt Lin Wood hatte zuvor 190 Millionen Dollar an Schadenersatz von Musk gefordert, weil dieser ihn im Sommer 2018 auf Twitter unter anderem als «Pädo-Typ» attackiert hatte.

epaselect epa08042645 Tesla and SpaceX CEO Elon Musk (R) leaves after the first day of a trial against British diver Vernon Unsworth at the United States Courthouse in Los Angeles, California, USA, 03 December 2019. Unsworth has taken Musk to court on the grounds of defamation after Musk accused him of being a pedophile during the rescue of 13 people from a flooded Thai cave in July 2018.  EPA/CHRISTIAN MONTERROSA

Elon Musk in Los Angeles nach dem ersten Tag vor Gericht. Bild: EPA

Musk umarmte seinen Anwalt bei der Urteilsverkündung und sagte anschliessend vor Journalisten, sein «Glaube an die Menschheit ist wieder hergestellt».

Hintergrund war die Rettungsaktion für eine Jungen-Fussballmannschaft aus einer Höhle in Thailand, an der Unsworth massgeblich beteiligt war. Der Brite hatte ein von Musk angebotenes Mini-U-Boot zur Rettung der Fussballmannschaft abgelehnt und als «PR-Trick» bezeichnet. Der 64-Jährige hatte Musk ausserdem aufgefordert, sich das U-Boot dorthin zu stecken, «wo es weh tut». Das Mini-U-Boot kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung für das Vorhaben ungeeignet war.

epa08050494 Vernon Unsworth takes questions from the media outside of the United States Courthouse in Los Angeles, California, USA, 06 December 2019. A jury ruled against Unsworth after he took Tesla and SpaceX CEO Elon Musk to court on the grounds of defamation. Musk accused Unsworth of being a pedophile during the rescue of 13 people from a flooded Thai cave in July 2018.  EPA/CHRISTIAN MONTERROSA

Vernon Unsworth nach der Niederlage vor Gericht. Bild: EPA

Der Tesla-Chef setzte daraufhin aber eine Reihe von Twitter-Botschaften ab, darunter der Tweet zu dem «Pädo-Typen». Vor Gericht verteidigte Musk seine Wortwahl später damit, dass «pädophiler Kerl» eine «allgemeine Beleidigung» sei.

Sein Anwalt sprach von «frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern». Er habe den Rettungstaucher nicht ernsthaft als pädophil bezeichnen wollen, sondern als «widerlichen Kerl», sagte Musk. Er betonte, dass er sich mehrfach entschuldigt habe. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Der Cybertruck kommt – das bietet der neue Tesla-Pickup

Tesla explodiert

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

24
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Güselbert 07.12.2019 18:37
    Highlight Highlight Ganz unabhängig von Schuld und Unschuld und Grösse der eingeklagten Summe:

    Als Nichtamerikaner ein Gerichtsverfahren gegen einen mächtigen Amerikaner in Murica gewinnen zu wollen?

    Sehr, sehr, seehr, seeehr unwahrscheinlich.

  • PaLve! 07.12.2019 11:01
    Highlight Highlight Da setzt man sich ein um eine Gruppe Kinder zu retten und als dank wird er von Musk beleidigt
    • Cityslicker 07.12.2019 18:15
      Highlight Highlight Da setzt Musk sich ein um eine Gruppe Kinder zu retten und als Dank wird er vom Taucher beleidigt. (Wohin, hatte er empfohlen, sollte Musk sich das Mini-U-Boot stecken?).

      Und nun?
    • stimpy13 07.12.2019 19:16
      Highlight Highlight Eine schlechte Zusammenfassung 👍
  • Unicron 07.12.2019 10:46
    Highlight Highlight Klar hätte er es nicht so ausdrücken sollen, aber den Streit angefangen hat ja der andere. Und Hallo 190 Millionen? Das ist etwas gar gierig. Er hätte ja nach einem Tesla fragen können :)
  • sigma2 07.12.2019 10:43
    Highlight Highlight Zum Glück hat sich die Gier des Tauchers nicht durchgesetzt. 190 Millionen Schadenersatz ist einfach unverschämt. Wenn der Taucher 1 Million gefordert hätte, wäre er vielleicht damit durchgekommen.
    • Nevermind 07.12.2019 16:00
      Highlight Highlight Wieviele Millionen hat Musk?

      Oder mal so gesagt. Falls ich dich öffentlich als pädophil bezeichnen würde, wärst du einverstanden, wenn ich dir als Entschädigung 190$ anbiete.

      Ps: Musk hat 23'700 Millionen $
    • Cityslicker 07.12.2019 18:11
      Highlight Highlight @Nevermind: Wieso soll dem Taucher dadurch ein höherer Schaden entstanden sein, als wenn Musk weniger Vermögen hätte?
    • Unicron 08.12.2019 10:34
      Highlight Highlight @Nevermind
      Ich hätte dann eigentlich gerne eine Entschuldigung und nicht 190$. Der Typ wollte einfach die Gelegenheit nutzen und davon profitieren dass er von einem Milliardär beleidigt wurde.
  • Zerschmetterling 07.12.2019 08:41
    Highlight Highlight Mhmmm, ein Streit unter "Männern" der via Social Media ausgetragen wurde. Sehr männlich...
    • homo sapiens melior 07.12.2019 12:45
      Highlight Highlight Wie definierst du denn "Männlichkeit" in Social Media? Das wüsste ich jetzt gerne von dir, nachdem du so ein Urteil fällst.
    • RicoH 07.12.2019 13:09
      Highlight Highlight homo sapiens melior

      Ist eigentlich egal, ob das männlich ist oder nicht.

      Aus meiner Sicht sollten Streite nicht auf Social Media ausgetragen werden.

      Unter diesem Aspekt stimmt es schon, dass das nicht männlich (oder auch nicht weiblich) ist.
    • Kong 07.12.2019 14:08
      Highlight Highlight @homo sapiens... man haut sich vor versammelter Menge gegenseitig aufs Maul, auf die Mütze, in die Zwölf, trampt ihm in den Sack und steht in Gorillapose über dem Gegner und lässt sich von einer Horde playmateähnlicher Blondinnen beklatschen, bevor man von seinen Kumpels spaliert zum V12 Geländewagen begibt und mit durchdrehenden Reifen quietschend um die erste Kurve donnert. So... das ist männlich 😜
  • HabbyHab 07.12.2019 08:35
    Highlight Highlight Musk ist ein tragischer Held aus Sophokles' bekanntestem Stück.
    • My Senf 07.12.2019 08:59
      Highlight Highlight Wieso tragisch?
      Und wieso Held?
    • HabbyHab 07.12.2019 16:41
      Highlight Highlight My Senf tragischer Held aus Sophokles' bekanntestem Stück: König Ödipus.
  • Me, my shelf and I 07.12.2019 08:08
    Highlight Highlight Unpopular opinion

    Glaube an die Menschheit wiederhergestellt...

    Elon Musk hat das Gefühl, er sei unantastbar und die Rechtsprechung habe ihm zu entsprechen. Was für ein unangenehmer Mensch.
    • Pontifex 07.12.2019 12:01
      Highlight Highlight Warum?
    • Hierundjetzt 07.12.2019 12:24
      Highlight Highlight Merci.
  • Cavaron EV 07.12.2019 07:26
    Highlight Highlight Elon Musk sollte über solchen Dingen stehen. Aber auf eine Provokation mit einer Gegenprovokation zu reagieren ist auch keine Straftat. Der Gerechtigkeit wurde genüge getan.
  • Allion88 07.12.2019 06:38
    Highlight Highlight Wegen was die leute heute gleich mit einem anwalt auffahren.
    • RicoH 07.12.2019 13:12
      Highlight Highlight Nun ja, ist eine Auslegung der Sprache. Ich würde es auch nicht gerade gutheissen, wenn mich jemand öffentlich der Pädophilie bezichtigen würde.
    • Allion88 07.12.2019 14:01
      Highlight Highlight Zwischen gutheissen und gleich zum anwalt rennen liegen noch welten.
      Ich fände ein twitter battle mit musk interessant. Auch wenn ich wohl nicht gross chancen hätte
    • RicoH 08.12.2019 00:21
      Highlight Highlight Ein twitter battle – sorry, das ist so etwas von stumpfsinnig.

Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Während sich die Lage in der Schweiz wieder etwas beruhigt, nimmt die Verbreitung des Virus international weiter zu. Alle relevanten Zahlen auf einen Blick.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Am 24. Februar 2020 fiel der erste Test in der Schweiz positiv aus: Eine Person im Tessin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten neuen Fälle an einem Tag gab es bisher am 27. März mit 1390 Meldungen. So hat sich die Kurve in der Schweiz seit Beginn entwickelt:

In der Schweiz scheint das Coronavirus aktuell unter Kontrolle zu sein. In diversen Kantonen wurden in den letzten zwei Wochen keine neuen Infektionen mehr gemeldet.

Bisher am …

Artikel lesen
Link zum Artikel