Ukraine zerstört russische Millionenwaffe mit einer Handvoll Drohnen
Der Krieg in der Ukraine offenbart seit Beginn der Auseinandersetzungen die bemerkenswerte Dimension russischer Waffenarsenale, deren technische Leistungsfähigkeit oft als überlegen gilt. Viele Systeme zeichnen sich durch Reichweite, Feuerkraft und Robustheit aus, die selbst hochmoderne Verteidigungsanlagen herausfordern.
Ein Beispiel hierfür sind thermobarische Raketenwerfer vom Typ TOS-1A Solntsepyok. Russland setzt diesen umstrittenen und besonders kraftvollen Waffentyp bereits seit Jahren ein. Im Verlauf des Krieges wurden dadurch mitunter ganze Stadtviertel zerstört.
Statt einer einzelnen Explosion wird bei Abschuss der einzelnen Raketen zunächst eine Wolke aus brennbarem Aerosol freigesetzt, die sich in der Umgebung verteilt. Erst im zweiten Schritt wird diese Wolke gezündet, was zu einer sehr starken Druckwelle und extremer Hitze führt.
Ukraine gelingt Zerstörung von russischem Raketenwerfer
Nun scheint es den ukrainischen Streitkräften aber gelungen zu sein, eine dieser Waffen zu zerstören. Wie die «Kyiv Post» berichtet, gelang Drohnenpiloten des Bataillons «Bulava» in der russischen Region Belgorod kürzlich ein Angriff.
Ein Video der Brigade auf Youtube soll insgesamt vier Schläge durch FPV-Drohnen an der Solntsepyok zeigen. Anschliessend ist eine massive Detonation zu sehen, die den Raketenwerfer komplett zerstört.
Der Wert der Waffe beträgt laut «Kyiv Post» etwa 10 bis 15 Millionen Dollar. Demnach ist es die allererste bestätigte Zerstörung dieses Waffentyps durch die ukrainischen Truppen.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Videoaufnahmen nicht. Seit Kriegsbeginn soll die Ukraine insgesamt 24 Solntsepyok-Systeme zerstört haben, sechs weitere wurden in der Vergangenheit beschädigt. Der Typ TOS-1A war bisher nicht darunter.
Wie mächtig das nun zerstörte System ist, zeigt ein Ereignis aus dem Jahr 2024. Damals wurden bei der Explosion der Munition eines thermobarischen Sprengkopfes vom Typ Solntsepyok im Gebiet Belgorod drei russische Soldaten getötet.
