USA setzen Ukraine und Russland Frist für Kriegsende
Die USA geben der Ukraine und Russland bis im Juni Zeit, ein Abkommen zu erzielen und den Krieg nach vier Jahren zu beenden. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut Medienberichten gegenüber Reportern. Sollte bis dann kein Abkommen zustande kommen, werde die US-Regierung den Druck erhöhen.
Selenskyj hatte die Aussagen zur Deadline bereits am Freitagabend gemacht, sie unterlagen jedoch einem Embargo bis Samstagmorgen. «Die Amerikaner schlagen den Parteien vor, den Krieg bis Anfang des Sommers zu beenden und werden wahrscheinlich diesem Zeitplan entsprechend Druck auf die Beteiligten ausüben», sagte Selenskyj demnach.
Die USA verlangten einen klaren Zeitplan für die Ereignisse, erklärte Selenskyj weiter. «Sie werden alles tun, um den Krieg zu beenden.» Eine nächste trilaterale Gesprächsrunde könnte schon nächste Woche stattfinden. Die USA hätten sich als Gastgeber vorgeschlagen, berichtete Selenskyj. Demnach soll das Treffen in Miami stattfinden. Er habe für die Teilnahme zugesagt.
Ein Schlüsselelement für ein Ende des Kriegs seien Sicherheitsgarantien, bekräftigte Selenskyj. Diese müssten vor allen anderen Dokumenten unterschrieben werden.
Schwierige Themen weiterhin ungelöst
Er machte zudem deutlich, dass nach der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine, Russland und den USA Themen wie Gebietsabtretungen schwierig blieben. Moskau fordert für ein Ende der Gewalt unter anderem den Abzug der ukrainischen Truppen aus den Gebieten Luhansk und Donezk. Kiew lehnt das bislang ab.
Am Mittwoch und Donnerstag hatten in Abu Dhabi russische und ukrainische Unterhändler über ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs verhandelt. Die USA sassen mit am Tisch. Alle Beteiligten bewerteten die Gespräche anschliessend als produktiv.
US-Präsident Donald Trump will ein schnelles Ende des Kriegs und sieht sich als Vermittler. Vor seiner Wahl hatte er versprochen, den Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden. (vro/sda/dpa)
