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epa01792664 A handout photo provided  by the Don Juan Magazine on 12 July 2009 shows one of the hippopotamus imported by late Colombian drugdealing boss, Pablo Escobar, to his famous farm called 'Hacienda Napoles' in Puerto Berrio, Antioquia department, Colombia. The Escobar's hippopotamus are under death alert due to government's authorisation to hunting them, which resulted into hard critics from the animals rights defenders.  EPA/JULIAN LINEROS / DON JUAN MAGAZINE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY EDITORIAL USE ONLY

Eines von Escobars Nilpferden in der Nähe der Hacienda Napoles in Kolumbien. Bild: EPA

Aus vier wurden 50: Escobars Nilpferde terrorisieren Kolumbien



Er war der grösste Gangsterboss der Geschichte: Pablo Escobar. Mit Kokain-Schmuggel verdiente Escobar in den 80er-Jahren Unmengen Geld. Damit baute er sich die berühmte Hacienda Napoles. Neben einer Kartbahn und einem Flugplatz beherbergte Escobars Villa auch einen Zoo.

Als Escobar 1993 von der Polizei erschossen wurde, hinterliess er diverse exotische Tierarten in seinem Zoo. Alle wurden in andere Einrichtungen verlegt. Alle ausser die vier Nilpferde. Mittlerweile sollen sich die drei Weibchen und das Männchen derart vermehrt haben, dass mittlerweile 50 Flusspferde in der Nähe der in einen Themenpark umgewandelten Hacienda leben. 

Pablo Escobar Gaviria  - Identified as one of Colombia's leading cocaine traffickers. he dropped from sight in 1984 in the midst of a U.S.Colombian anti-drug crackdown. The U.S. government requested hois extradition, if caught, to face trafficking charges in the United States. Escobar, in his mid-30s, had financed housing and other improvements for poor neighborhoods of his hometown, the city of Medellin. (AP-Photo) 1984

Pablo Escobar. Bild: AP NY

Doch die Tiere beschränken sich nicht nur auf das Gebiet um Pablo Escobars ehemaligen Sitz. Einige wurden in 150 Kilometer Entfernung gesichtet. Ein Bulle Namens «Pepe» wurde von der kolumbianischen Armee erschossen. Die Nilpferde tauchen immer wieder vor der örtlichen Grundschule auf und verbreiten Angst und Schrecken unter den Bauern.

Empfindliches Ökosystem

Welchen Einfluss die Tiere auf das Ökosystem Kolumbiens haben könnten, ist unbekannt. In Afrika, wo die Tiere mittlerweile vom Aussterben bedroht sind, zeigt sich jedoch, dass eine grosse Herde der Tierart durchaus Auswirkungen auf die Umwelt hat. Die Nilpferde fressen Unmengen an Gras und ihre Ausscheidungen düngen die Flüsse. 

Übersteigt die Anzahl Tiere einen gewissen Grenzwert, nimmt der Nährstoffgehalt in den Gewässern stark zu. In der Folge wachsen vermehrt Algen in den Flüssen und diese entziehen den Gewässern Sauerstoff. Jegliche andere Vegetation stirbt aus, darunter leiden wiederum die Fische.

«Wir sind gerade Zeuge eines beängstigenden natürlichen Experiments, in dem sich zeigen wird, was die grösste invasive Tierart der Welt aus ihrer neuen Umgebung machen kann», so der Professor von der University of California in Santa Barbara zu Vice. Welche Auswirkungen Escobars Nilpferde auf Kolumbien haben werden, muss sich also noch zeigen. (leo)

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Video: reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chääschueche 31.07.2017 11:56
    Highlight Highlight Wieder einmal werden diese Tiere wohl alle erschossen werden, weil der Mensch unfähig ist. Es würde mich erstaunen, wenn die Regierung bereit wäre alle Tiere nach Afrika - wo sie eben vom Aussterben bedroht sind - zu transportieren.

    Empfindliches Ökosystem?
    Naja...im Gegensatz zum Dummen Menschen sind gerade zu heilig.
    • chnobli1896 31.07.2017 12:25
      Highlight Highlight Auch hier (wie so oft) passend:

      "Die Idee, dass manche Leben weniger Wert sind, ist die Wurzel allen Übels auf dieser Welt".

      In diesem Fall sind die Nilpferde wohl weniger Wert.
    • Turi 31.07.2017 13:56
      Highlight Highlight Dazu passend der reisserische Titel: Nilpferde terrorisieren ein Land. OMG.
    • isky 31.07.2017 15:28
      Highlight Highlight Und wie viel sind die Leben der bedrohten Fische, Reiher, ect. wert? (Schulkinder und Bauern mal ausgenommen)
      Nilpferde gehören nunmal nicht zu Kolumbiens Fauna. Der astronomisch teure Transport nach Afrika via Boot oder Flugi würde, falls überhaupt möglich, zu Lasten der Steuerzahler gehen, was unfair wäre.
      Ein Abschuss wäre daher zwar tragisch für die Tiere aber nur konsequent, zumal es das Ausmerzen eines früheren Fehlers bedeutet.
      Fahrlässig wäre es zu warten bis die Tiere eine wirkliche Plage sind und der Fluss samt natürlicher Flora und Fauna Schaden nimmt.
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