International
US-Wahlen 2024

Donald Trump und Joe Biden: Nikki Haley kritisiert beide in Interview

Republican presidential candidate former UN Ambassador Nikki Haley speaks to supporters at a campaign event at the Summerville Country Club, Tuesday, Feb. 13, 2024, in Summerville, S.C. (AP Photo/Mic  ...
Nikki Haley bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina am 13. Februar. Bild: keystone

«Nicht die Richtigen, wenn die Welt brennt» – Haley teilt gegen Trump und Biden aus

In einem TV-Interview mit dem US-Sender NBC teilte die US-Präsidentschaftskandidatin Nikki Haley gegen Donald Trump und Joe Biden gleichermassen aus.
15.02.2024, 09:4915.02.2024, 13:16
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Nikki Haley machte in einem NBC-Interview klar, dass sie sowohl Donald Trump als auch Joe Biden als US-Präsidenten für ungeeignet hält. Sie hätten beide nachgelassen, seien schwächer geworden.

So deutlich wie in diesem Interview wurde sie noch selten. Sie warnte vor einer Wahl zwischen einem ehemaligen Präsidenten, der dem Amt nicht mehr gewachsen sei, und einem aktuellen Präsidenten, der dies auch nicht mehr sei.

Gleichzeitig verteidigte sie ihre Unterstützung für Trump während seiner Amtszeit und bei den letzten zwei Präsidentschaftswahlen: Er sei damals noch ein anderer gewesen. Als Unterstützerin habe sie ihn immer konfrontiert, wenn sie mit etwas nicht einverstanden gewesen sei. Sie habe ihm etwa ihre Meinung gesagt, als er Rechtsextreme in Schutz nahm, als diese in Charlottesville für gewalttätige Auseinandersetzungen sorgten – oder bei Aussagen Trumps über Frauen.

Das ganze Interview:

Das Problem sei jedoch, dass Trump labil sei. Man müsse der Realität ins Auge sehen: Er sage nun Dinge, die keinen Sinn ergäben. Den Vorwurf, Trump sei labil, machte sie die letzten Wochen immer wieder. Weiter wirft sie ihm vor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu schmeicheln, und dass er sie mit der demokratischen Politikerin Nancy Pelosi verwechselt habe. Trump sei nicht qualifiziert für das Präsidentenamt.

Und Joe Biden sei erst gerade vom Sonderermittler wegen seiner Gedächtnislücken kritisiert worden – er habe in den zwei Jahren nachgelassen, so Haley.

Ihre Haltung fasst sie so zusammen:

«Warum geben wir uns damit zufrieden, wenn das Land in Aufruhr ist und die Welt brennt?»
Nikki Haley

Sie kandidiere, um das Land zu retten. Laut Haley gehe es nicht um ihre politische Karriere, nicht um einen grossen Auftritt. Das Land verdiene mehr und sie werde nicht aufhören zu kämpfen, bis sie alles gegeben habe, um es zu retten. Sie sagt:

«Wir wollen nicht, dass diese beiden alten Männer kandidieren. Wir wollen jemanden, der für uns kämpft und für uns arbeitet, ohne Drama und ohne Blutrache.»
Nikki Haley

Trump liegt im Rennen um die republikanische Nomination noch immer deutlich vor Haley, doch sie will noch nicht aufgeben. Laut Umfragen hätte sie im Herbst mehr Chancen gegen Biden als Trump.

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59 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Think Deeper
15.02.2024 10:20registriert Mai 2018
Ich frage mich, weshalb eines der mächtigste und reichsten Länder nur ein Duopol aus radikale und Tattergreise als Kandidaten aufstellen kann?

Das ist der Tod der Demokratie und nur dadurch erklärbar, dass der globale bürgerliche Besitzstand das System komplett korrumpiert hat!
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Fernrohr
15.02.2024 10:25registriert Januar 2019
Go! Nikki, go! Aber zieh dich warm an! Ich wünsche jeder und jedem der an Donalds Kandidatur sägt, viel Glück - vor allem wenn sie aus seinem eigenen Lager kommen :-)
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stronghelga
15.02.2024 10:50registriert März 2021
Wo sie recht hat, hat sie recht! Für die meisten Betrachter ist dieses „Spektakel der greisen Männer“ unerträglich. Hinsichtlich Nominierung müsste die leider nur beschränkt vorhandene Vernunft einsetzen.
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