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An unidentified man, wrapped in a Rainbow Flag, lights a candle during a vigil in Washington, Monday June 13, 2016, hosted by the Muslim American Women's Policy Forum, in memory of the victims of the Orlando mass shooting. A gunman opened fire inside a crowded gay nightclub early Sunday, before dying in a gunfight with SWAT officers, police said. (AP Photo/Cliff Owen)

Washington am Montagabend: Trauer um die Opfer des Orlando-Attentats. Bild: AP/FR170079 AP

UNO-Gremium verurteilt Orlando-Attentat: Russland und Ägypten sträubten sich zunächst dagegen



Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das blutige Attentat auf einen Homosexuellen-Nachtclub in Florida scharf verurteilt. Die 15 Mitgliedsstaaten verabschiedeten eine entsprechende Erklärung am Montag (Ortszeit) einstimmig.

Darin war von einem «Terrorangriff» die Rede, dem «Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung» zum Opfer gefallen seien. Dem Votum waren nach Diplomatenangaben schwierige Verhandlungen vorangegangen, weil sich die Ratsmitglieder Russland und Ägypten zunächst gegen einen Verweis auf die sexuelle Orientierung der Opfer gesträubt hätten.

Der stellvertretende UNO-Botschafter der USA, David Pressman, kritisierte die fortbestehenden Vorbehalte mancher UNO-Mitglieder gegen den Schutz der Rechte von Schwulen und Lesben. Die Weltgemeinschaft müsse sich auf die «grundlegende Prämisse einigen, die universelle Würde aller Menschen zu wahren, ungeachtet wen sie lieben». Es reiche nicht aus, «nur die Terroristen zu verurteilen, die diese Menschen töten».

Die USA hatten den Textentwurf am Sonntag eingebracht. Russland und Ägypten konnten nach Diplomatenangaben erst nach längeren Beratungen von der Zustimmung überzeugt werden. In beiden Ländern werden Menschenrechtlern zufolge die Rechte von Schwulen und Lesben systematisch verletzt.

Homosexualität in 77 Ländern strafbar

US-Diplomat Pressman warf den Vereinten Nationen vor, grundsätzlich zu wenig zum Schutz sexueller Minderheiten zu tun. «Würde sollte nicht so schwer zu schützen sein», sagte er. «Hier ist sie es aber.»

Erst kürzlich hatte die UNO-Generalversammlung 22 Gruppierungen - darunter vielen Homosexuellenverbände - die Akkreditierung für eine Konferenz zum Thema Aids verweigert. Russland, mehrere muslimische Länder, Tansania und Kamerun hatten die Zulassung blockiert. Homosexualität ist in 77 Ländern immer noch strafbar. In fünf Ländern kann die Todesstrafe verhängt werden.

Ein 29-jähriger Attentäter hatte in der Nacht zum Sonntag einen Nachtclub in Orlando mit Schusswaffen angegriffen und anschliessend Gäste als Geiseln genommen. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei beendete die Geiselnahme gewaltsam und tötete dabei den Attentäter. 49 Gäste starben. (cma/sda/afp)

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