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Trump: «2024 ist die letzte Schlacht»

Former President Donald Trump speaks at a campaign event Monday, March 13, 2023, in Davenport, Iowa. (AP Photo/Ron Johnson)
Donald Trump
Trump ist schon jetzt im Wahlkampf-Modus für 2024.Bild: keystone

Trump macht Wahlkampf, spricht von der letzten Schlacht und nimmt Ron DeSantis ins Visier

Iowa ist in Wahlkampffragen ein strategisch wichtiger Bundesstaat. Schon jetzt lässt sich Donald Trump dort blicken – und es fehlt wie immer nicht an drastischer Rhetorik.
14.03.2023, 05:2214.03.2023, 09:48
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Ein Artikel von
t-online

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl 2024 als finalen Kampf bezeichnet. Bei einem Wahlkampfauftritt in Davenport im Bundesstaat Iowa gestern Abend (Ortszeit) sagte Trump vor Anhängern: «2024 ist die letzte Schlacht.» An seine potenziellen Wähler gerichtet sagte er: «Wenn Sie mich wieder ins Weisse Haus bringen, wird die Herrschaft des korrupten Washingtoner Establishments beendet sein.» Die Vereinigten Staaten würden wieder eine freie Nation sein. «Wir werden unsere Mission erfüllen.»

Der Ex-Präsident hatte vor wenigen Monaten als erster Republikaner seine Präsidentschaftsbewerbung für die nächste Wahl verkündet. Trumps Wortwahl mit Blick auf 2024 hat einen bitteren Nachgeschmack, nachdem er seine Niederlage bei der Wahl 2020 bis heute nicht einräumt und damals einen Feldzug gegen den Wahlausgang startete, der mit dem Sturm auf das Kapitol in einem beispiellosen Gewaltausbruch endete.

Bei seinem Auftritt griff Trump auch seinen parteiinternen Kontrahenten Ron DeSantis für frühere sozialpolitische Positionen an. DeSantis habe sich in der Vergangenheit für eine Kürzung bei Sozialversicherungs- und Krankenversicherungsleistungen eingesetzt und dafür plädiert, das Renteneintrittsalter deutlich anzuheben. Viele Leute wüssten das nicht. Mit ihm als Präsidenten werde es solche Schritte nicht geben, versprach Trump.

Florida Gov. Ron DeSantis speaks at an event Friday, March 10, 2023, in Davenport, Iowa. (AP Photo/Ron Johnson)
Ron DeSantis
Ron DeSantis, auch schon als «Trump-Klon» bezeichnet, gerät ins offene Visier des Originals,Bild: keystone

DeSantis gilt neben Trump bislang als aussichtsreichster parteiinterner Anwärter und damit als grösste Konkurrenz für den Ex-Präsidenten. Eine Präsidentschaftsbewerbung wird auch von DeSantis erwartet – erklärt hat sich der 44-Jährige bislang aber noch nicht.

Trump sagte, er liege in Umfragen regelmässig vor DeSantis, den er einmal mehr als «Ron DeSantus» und «Ron DeSanctimoniuos» verspottete. «Sanctimonious» heisst auf Deutsch scheinheilig. Trump ist bekannt dafür, sich für politische Gegner abschätzige Spitznamen auszudenken.

In seiner Heimat New York hat derweil die Staatsanwaltschaft Trumps ehemaligen Anwalt zur Aussage geladen – es geht um eine mögliche Anklage gegen den Ex-Präsidenten wegen Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin. Michael Cohen erschien übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge gestern in Manhattan vor der sogenannten Grand Jury, um über Details zur Rolle Trumps bei den Zahlungen an Pornostar Stormy Daniels zu sprechen.

Das Geschworenen-Gremium entscheidet in den USA nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft, ob in einem Fall Anklage erhoben werden soll. US-Medien gehen davon aus, dass dies bei Trump in den kommenden Tagen passiert. Er wäre der erste ehemalige US-Präsident, der wegen eines Verbrechens angeklagt wird.

(t-online/dpa)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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zombie woof
14.03.2023 07:46registriert März 2015
Wann wird dieser Lump endlich eingelocht?
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Sarkasmusy
14.03.2023 06:31registriert Dezember 2020
Hoffentlich und dann ist Trump endlich weg vom Fenster.
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rodolofo
14.03.2023 07:17registriert Februar 2016
Ich nehme Trump beim Wort:
Ja bitte, lass es die Letzte werden!
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