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Nahost: US-Aussenminister Blinken führt Gespräche in Jordanien und Katar

U.S. Secretary of State Antony Blinken looks on as he visits a World Food Program (WFP) regional warehouse in Amman, Jordan Sunday, Jan. 7, 2024. (Evelyn Hockstein/Pool Photo via AP)
Befindet sich auf einer diplomatischen Nahost-Reise: US-Aussenminister Antony Blinken. Bild: keystone

Nahost-Konflikt: US-Aussenminister Blinken führt Gespräche in Jordanien und Katar

Auf seiner diplomatischen Reise im Zeichen des Nahost-Konflikts führt US-Aussenminister Antony Blinken am Sonntag Gespräche in Jordanien und Katar.
07.01.2024, 12:0708.01.2024, 10:20
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«Jordanien ist ein entscheidender Partner, um dabei zu helfen, eine Ausweitung des Konflikts in der Region zu verhindern», schrieb Blinkens Sprecher Matthew Miller in der Nacht zum Sonntag auf X (vormals Twitter) nach Blinkens Ankunft in Amman. Die USA seien dem an Israel grenzenden Königreich dankbar für dessen führende Rolle bei den Hilfslieferungen an Zivilisten im Gazastreifen.

Nach Treffen mit dem jordanischen Aussenminister Aiman Safadi und König Abdullah II. wollte Blinken am Sonntag weiter nach Katar reisen. In Doha standen Gespräche mit Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani sowie mit dem Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, auf seinem Programm.

Ziel: Deeskalation in Nahost

Blinken ist erneut auf einer Nahost-Reise, um mit mehreren Ländern in der Region über eine Deeskalation in dem Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Organisation Hamas zu sprechen.

Seit der tödlichen Terrorattacke der Hamas am 7. Oktober vergangenen Jahres bekämpft die israelische Armee die Islamisten im Gazastreifen mit einer Offensive. In den kommenden Tagen will Blinken auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien sowie Israel, das Westjordanland und Ägypten besuchen.

Vor seiner Ankunft in Jordanien war der US-Aussenminister am Samstag in der Türkei und auf der griechischen Insel Kreta. Die USA rechnen der Türkei laut Blinken-Sprecher Miller eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung regionaler Sicherheitsfragen zu. Dazu gehört auch, eine Ausweitung des Gaza-Konflikts zu verhindern. Mit Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach Blinken laut griechischem Fernsehen über die Lage im Nahen Osten sowie über die militärische Kooperation der beiden Nato-Partner.

Jordaniens König: «Katastrophale Auswirkungen» der Angriffe in Gaza

Jordaniens König Abdullah II. hat bei einem Treffen mit US-Aussenminister Antony Blinken vor «katastrophalen Auswirkungen» von Israels Angriffen im Gazastreifen gewarnt. Die «tragische humanitäre Krise» dort müsse beendet werden, sagte Abdullah II. dem Königshof zufolge beim Treffen am Sonntag.

Die USA müssten dort mit auf eine sofortige Waffenruhe, den Schutz von Zivilisten und die angemessene Lieferung von Hilfsgütern hinwirken. Es werde keine Stabilität in der Region geben ohne eine gerechte Lösung der Palästinenserfrage. Eine Zwangsvertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen sei ein klarer Verstoss gegen internationales Recht. Jordanien ist einer von mehreren Stopps der Reise des US-Aussenministers im Nahen Osten, die im Zeichen des Gaza-Kriegs steht. Am Sonntag wollte er weiter nach Katar reisen, wo Gespräche mit Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani sowie mit dem Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, auf seinem Programm standen. (sda/dpa)

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