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Schatz, hol schon mal das Gewehr! US-Bundesstaat Wyoming erlaubt wieder Grizzlyjagd



FILE - In this Aug. 31, 2015, file photo, a grizzly bear looks up from foraging in Denali National Park and Preserve, Alaska. A debate over whether the Yellowstone ecosystem's grizzly bear population can thrive while being hunted will be put to the test this fall after Wyoming officials on Wednesday, May 23, 2018, approved the state's first grizzly hunt in 44 years. (AP Photo/Becky Bohrer, File)

Pass auf Grizzly, es wird gefährlich. Bild: AP/AP

Erstmals seit 44 Jahren erlaubt der US-Bundesstaat Wyoming im Herbst wieder die Jagd auf Grizzly-Bären. Vor wenigen Tagen gab die zuständige Wildnisbehörde den Abschuss von bis zu 22 Bären frei.

Vor einem Jahr waren die Grizzlys in und um den riesigen Yellowstone Nationalpark im Nordwesten der USA von der Liste der gefährdeten Arten genommen worden. Die US-Regierung hatte das Management der Bären damit in die Hände der Bundesstaaten gelegt. Im Park selbst dürfen die Bären jedoch nicht geschossen werden.

Während Jäger und viele ansässige Rancher sich über die Jagderlaubnis freuen, protestieren Tierschützer und amerikanische Ureinwohner, denen der mächtige Bär heilig ist. Eine Online-Petition sammelte in den ersten Tagen schon über 200'000 Unterschriften.

Auch mehrere Gerichtsverfahren, deren Urteile die Jagderlaubnis in den nächsten Monaten noch stoppen könnten, laufen. Biologen der Wildnisbehörde sind jedoch der Auffassung, limitiertes Jagen gefährde den Bestand der Yellowstone-Grizzlys nicht.

«Die Trophäenjagd auf diese majestätischen Tiere zu erlauben ... so kurz nachdem sie ihren Schutzstatus verloren haben, hilft nicht das Vertrauen in das bundesstaatliche Management der Bären zu stärken», monierte Tierschützerin Bonnie Rice vom Sierra Club in der «Washington Post».

Schwieriges Zusammenleben

Grizzlys, die sich sehr langsam fortpflanzen, waren in den 1970er Jahren fast ausgerottet. Durch ein US-weites Abschussverbot hatten sich die Bestände in Kontinentalamerika auf wieder rund 2000 Bären erholt.

Das hatte aber auch Probleme mit sich gebracht, weil sie auf Futtersuche auch Menschen nahe kamen. Durch Zusammenstösse mit Autos oder Konfrontationen mit Menschen, die dann aus Selbstschutz zur Waffe greifen, sterben jährlich viele Dutzend Grizzlys.

Die im Glacier National Park (Montana) entlang der kanadischen Grenze lebenden Grizzlys stehen derzeit noch unter Schutz. Viele weitere leben in Kanada und in Alaska, wo die Jagd erlaubt ist. Idaho, das ebenso wie Montana vom Yellowstone Park touchiert wird, hat vor kurzem den Abschuss eines männlichen Bären erlaubt. (sda/dpa)

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