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Streit eskaliert weiter – Trump nennt Ex-Mitarbeiterin Omarosa «Hund»



epa06940920 (FILE) - Then US Republican presidential nominee Donald J. Trump (L) participates in a campaign rally with members of the group Women for Trump with Omarosa Manigault (R) in Charlotte, North Carolina, USA, 14 October 2016 (reissued 10 August 2018). Former White House aide Omarosa Manigault-Newman in a new book claims that Trump had repeatedly used a racial slur during making of one of his TV shows.  EPA/ERIK S. LESSER

Omarosa Manigault Newman vor Trump. Bild: EPA/EPA

US-Präsident Donald Trump steht unter Beschuss einer früheren engen Mitarbeiterin. Seine Ex-Beraterin Omarosa Manigault Newman veröffentlichte am Dienstag ein Enthüllungsbuch über das Weisse Haus, in dem sie Trump Selbstbezogenheit, geistige Schwäche und Diskriminierung vorwirft.

Nachdem sie vorab mit der Veröffentlichung heimlicher Mitschnitte aus dem Weissen Haus für Wirbel gesorgt hatte, drohte sie nun mit weiteren Enthüllungen und der Unterstützung der Ermittlungen in der Russlandaffäre.

Manigault Newmans Buch «Unhinged» (auf Deutsch etwa: «Gestört» oder «Aus den Angeln gehoben») kam am Dienstag in die US-Buchläden. Darin beschreibt sie Trump als «Rassisten» und «Frauenfeind», dessen hervorstechendste Eigenschaft das «totale Fehlen von Mitgefühl» sei. Trump sei zwar ein brillanter Geschäftsmann, aber zugleich ein «funktionaler Analphabet», der vergesslich und leicht zu frustrieren sei.

Im Sender MSNBC sagte Manigault Newman, sie sei zu einer Zusammenarbeit mit US-Sonderermittler Robert Mueller bereit. Dessen Büro habe sie bereits kontaktiert und wenn es sich erneut melde, werde sie alle gewünschten Informationen liefern. In Muellers Ermittlungen geht es vor allem um mutmassliche russische Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016.

Manigault Newman, die als Teilnehmerin in Trumps früherer Reality-Show «The Apprentice» bekannt wurde, war nach Trumps Wahlsieg als Beraterin im Weissen Haus eingestellt worden. Im Dezember wurde sie entlassen.

«Abschaum» und «Hund»

Trump reagierte erbost und schrieb eine Serie wütender Tweets. Es sei für einen Präsidenten zwar ungewöhnlich, sich «mit Abschaum wie Omarosa» zu befassen. Er wisse allerdings, dass die «Fake-News-Medien Überstunden machen werden, um sogar die verrückte Omarosa so legitim wie möglich aussehen zu lassen». Der US-Präsident stellte seine Ex-Mitarbeiterin als undankbar dar und schmähte sie als «Hund».

Die 44-Jährige hatte bereits am Sonntag einen Mitschnitt ihres Entlassungsgesprächs mit Stabschef John Kelly publik gemacht, am Montag veröffentlichte sie ein vertrauliches Gespräch mit dem US-Präsidenten.

Zur Begründung sagte Manigault Newman, sie habe sich damit schützen wollen gegen das Weisse Haus, «in dem jeder lügt». Dem Sender NBC sagte sie zudem, es gebe es noch weitere Aufnahmen. Es gibt aber Zweifel an der Glaubwürdigkeit des ehemaligen Reality Stars. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • HerrWeber 15.08.2018 12:54
    Highlight Highlight Es ist einfach traurig, dass der höchste Vertreter einer Nation nicht in die Schranken gewiesen werden kann. Ich frage mich immer wieder, warum da nicht ein Riegel vorgeschoben wird. Warum lässt man da zu. Kein Verwaltungsrat würde den Geschäftsführer so agieren lassen, ohne dass es Konsequenzen gäbe.
    Sorry, aber ich versteht das alles einfach nicht...
  • lilie 15.08.2018 06:34
    Highlight Highlight Ich finde es ziemlich hanebüchen von Frau Omarosa, Herrn Trump als Frauenfeind zu bezeichnen. Das sieht man doch schon seinem Tweet an, wo er sie respektvoll als "dog" (Hund) bezeichnet.

    Ein Frauenverachter hätte "bitch" (Hündin) gesagt.

    #sarkasmusoff
  • Gipfeligeist 14.08.2018 19:46
    Highlight Highlight Fahstregel: Umso verzweifelter tRUmp auf Twitter rumheult, umso mehr trifft es ihn. Was ist das für ein Präsident der seine Gegner ungeschoren "Hund" nennen kann??
  • Vanessa_2107 14.08.2018 19:34
    Highlight Highlight Diese Omarosa ist ja schon selber eine Nummer und Trump nun auf 180 wegen ihr, aber kein Mensch sagt etwas, wenn er sie nun als "Hund" betitelt. Er kann sich einfach alles erlauben. Wie lange es wohl noch dauert, bis er unangenehme Menschen verschwinden lässt? Ein weiteres Beispiel, wie alles an ihm abprallt wie an Teflon. Man wird nun noch einige Tage von O. reden, dann kommt die nächste Enthüllung usw usf. , der Dumbe wird weiter regieren und wir uns weiter entsetzen, nach dem Motto "schlimmer geht bei Trump immer". ☹ langsam gewöhnt man sich an sein unterirdisch, unpräsidentisches Niveau.
  • zombie woof 14.08.2018 19:08
    Highlight Highlight Man muss sich das auf der Zunge vergehen lassen, es ist nicht irgendein 13 jähriger, pubertierender Bengel der hier jemanden als Hund bezeichnet, nein, es ist der amerikanische Präsident!
  • Filzstift 14.08.2018 18:59
    Highlight Highlight Der Peäsident der Vereinigten Staaten bezeichnet eine Person als Hund.

    Vor 10 Jahren: Ein wochenlanges Riesentamtam darum in den Medien hätte es gegeben.
    Heute: Aussage ist höchstens eine Randnotiz wert.

    So viel zur Lage der Nation.
  • Yorik2010 14.08.2018 18:56
    Highlight Highlight Wenn ein (Sau)hund eine(n) andere(n) Hund nennt muss er nicht zwangsläufig im Recht sein. Aber er ist und bleibt ein eingebildetes aber ungebildetes Idivitium!
  • Black Cat in a Sink 14.08.2018 18:32
    Highlight Highlight Er zofft sich mit der ganzen Welt ausser mit Kim und Vladimir.
    Ein trumpfreier Tag; das wäre was Schönes.
  • Gsnosn. 14.08.2018 18:17
    Highlight Highlight 🐕
  • kafifertig 14.08.2018 18:13
    Highlight Highlight Immerhin hat er sie nicht "Hündin" genannt, engl. "bitch". Das kommt schon fast einer Adelung gleich.
  • Gzuz187ers 14.08.2018 17:58
    Highlight Highlight Haha, wenn man Aufmerksamkeit braucht... Ich wette ihre Aufnahmen werden auch nichts Neues hervorbringen. Vorallem da sie selber vom System Trump profitiert hat.
  • TanookiStormtrooper 14.08.2018 17:09
    Highlight Highlight Klar ist diese Omarosa eine ziemliche Schreckschraube, aber wer in Donalds Stab ist das bitteschön nicht? Donnie hat sie jetzt bereits zum 4. Mal gefeuert, wer ist also blöder: Diejenige, die sich immer wieder für ein gutes Gehalt und wenig Arbeit einstellen lässt, oder der Trottel, der sie immer wieder einstellt? Bei Trump scheint das einzige Einstellungskriterium zu sein, dass man nette Sachen über in sagen muss. Der grösste Arschkriecher kriegt den besten Job...
  • c_meier 14.08.2018 16:54
    Highlight Highlight mich nimmt nur Wunder was da im Hintergrund alles gemacht wird während die Öffentlichkeit durch solche Geschichten abgelenkt wird....
    da schaut doch niemand mehr was jetzt für Gesetze verabschiedet werden
  • Bruno S.1988 14.08.2018 16:05
    Highlight Highlight Sie veröffentlicht die Tonmitschnitte und steht nun selber schlecht da, da absolutes Verbot im Situation Room für solche Geräte herrscht. Nun rächt sich Trump mittels Tweets und steht ebenfalls selber schlecht da!
    Seit wann vergibt man Jobs im Weissen Haus aus Mitleid? Seit wann ist "said nice things about me" eine Qualifikation die zu solch einem wichtigen Job führt?
    Und nun nennt er sie auch noch "Hund"? Der grösste Hund sitzt im oval office und trägt ein Vogelnest auf dem Kopf!
    • DunkelMunkel 14.08.2018 16:37
      Highlight Highlight Naja, der Situation Room is nicht für Personalgespräche gedacht.. ausser man hat was zu verbergen. Schon richtig, dass sie das aufgenommen hat. Es wurde ihr nicht mal ein Grund genannt.
    • balzercomp 14.08.2018 18:24
      Highlight Highlight Die Frage ist natürlich auch wie Kelly zu der Aussage kommt, sie würde für Ihn und nicht für den Präsidenten arbeiten. Irgendetwas stimmt mit seiner Einstellung auch nicht. Ganz abgesehen davon, dass ein Hochsicherheitsraum kaum für Personalgespräche gedacht ist. Und Trump tut in einem Telefongespräch mit Omarose zumindest so, als wisse er nichts von der Kündigung.
    • Vanessa_2107 14.08.2018 20:23
      Highlight Highlight @balzercomp - Kelly wurde eh aufs Abstellgleis verbannt und darf verm. höchstens noch drittrangige MA entlassen. Wie auch Verteidigungsminister Mattis oder Aussenminister Pompeo, das sind im Grunde alles Statisten. Ich frage mich, weshalb die da sind, der grosse Zampano bestimmt eh alles selber.
  • DunkelMunkel 14.08.2018 16:05
    Highlight Highlight Tja, the show must go on. Trump wird trotzdem weiterhin Präsident sein und wiedergewählt werden. Sicher nicht? Tja, das hast du vor der Wahl auch gesagt.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 14.08.2018 16:40
      Highlight Highlight Wenn man die aktuellen Werte im Auge hat, könnte es knapp werden.
      Zustimmung bei knapp 45% Ablehnung 55%.
      Ich hoffe er disqualifiziert sich noch ein bisschen mehr mit seinem narzisstischen Schwachsinn.
    • Max Dick 14.08.2018 17:16
      Highlight Highlight Die Ablehnung kann 100% betragen, solange die Demokraten einen noch unbeliebteren Kandidaten bringen, wird er trotzdem gewählt. Hoffe mal schwer sie bringen wen vernünftiges.
    • HabbyHab 14.08.2018 17:43
      Highlight Highlight @max dick Hillary hat mehr Stimmen geholt gehabt, war demnach also beliebter ;)

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