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Altes Video holt Hillary Clinton ein: 2008 schwatzte sie leichtsinnig über die Ermordung Barack Obamas



In der Kontroverse um die jüngsten Aussagen Donald Trumps, die als Aufruf zur Gewalt gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton oder liberale Richter des Obersten Gerichtshofs interpretiert werden können, ist ein brisantes Video aufgetaucht.

Es entstand während den demokratischen Vorwahlen Ende Mai 2008. Obwohl Clinton keine realistische Chance mehr hatte, Barack Obamas Delegiertenstimmen einzuholen, weigerte sie sich, ihren Wahlkampf zu beenden. Auf die Frage eines Journalisten, warum sie nicht aufgebe, antwortete sie mit einer historisch heiklen Analogie:

«Mein Mann [Bill Clinton] hatte die Nominierung bis im Juni 1992 nicht auf sicher, bis er die Vorwahl in Kalifornien gewann, irgendwann Mitte Juni, oder? Wir alle erinnern uns, Bobby Kennedy wurde im Juni [1968] in Kalifornien ermordet.»

Hillary Clinton (23.05.2008) quelle: Sioux Falls Argus Leader

Die Implikation ihrer Aussage war schnell gemacht: Hillary Clinton könnte sich vorstellen, dass der polarisierende Barack Obama einem Attentat zum Opfer fallen könnte. Deshalb sei es wichtig, dass sie im Rennen bleibt und die demokratischen Vorwahlen einen Gewinner – Hillary Clinton – hervorbringt.

Obama, der tatsächlich bereits damals in den Vorwahlen Todesdrohungen bekam, war ausser sich. Clinton merkte schnell, dass sie zurückrudern musste und entschuldigte sich noch am selben Tag. 

Ist es fair, Clinton diese Aussage wieder um die Ohren zu hauen, wie das die Enthüllungsplattform Wikileaks tut?

In Clintons eigenen Worten ist man geneigt zu sagen: ja.

«Worte haben Gewicht, meine Freunde. Und wenn jemand Präsident werden will oder Präsident ist, können Worte weitreichende Konsequenzen haben.»

Hillary Clinton (10.08.2016) quelle: youtube

Oder in den Worten Michael Haydens, ehemaliger Direktor der CIA und NSA:

«Ich pflegte meinen höchsten Leuten bei der CIA zu sagen, wenn man eine gewisse Stellung erreicht, ist man nicht nur verantwortlich für das, was man sagt, sondern auch für das, was die Leute hören.»

Michael Hayden (09.08.2016) quelle: cnn

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