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USA: Trump verklagt TV-Sender CBS News wegen Harris-Interview

Trump verklagt TV-Sender CBS News wegen Harris-Interview – und fordert Milliarden

01.11.2024, 06:2701.11.2024, 06:27

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat Klage gegen den US-Sender CBS News eingereicht. Er wirft dem Medienunternehmen vor, ein Interview mit seiner Kontrahentin Kamala Harris zugunsten der Demokratin manipuliert zu haben, wie aus dem entsprechenden Gerichtsdokument hervorgeht.

Republican presidential nominee former President Donald Trump speaks with Tucker Carlson during a Tucker Carlson Live Tour show at Desert Diamond Arena, Thursday, Oct. 31, 2024, in Glendale, Ariz. (AP ...
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Arizona.Bild: keystone

Demnach fordert Trump zehn Milliarden US-Dollar Schadenersatz (etwa neun Mrd. Euro). Hinter der Wahl eines Gerichtes in Texas könnte dabei das Kalkül stecken, dass der Fall einem konservativen Richter zugewiesen wird. Die Erfolgsaussichten gelten dennoch als gering – vielmehr dürfte es sich um einen politischen Schachzug kurz vor der Präsidentschaftswahl am 5. November handeln.

Der Streit hatte sich Anfang Oktober an einem Interview mit Harris in der Politik-Sendung «60 Minutes» entzündet, in dem sie zum Thema Israel befragt worden war. CBS strahlte dabei zwei verschiedene Ausschnitte ihrer Antwort an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aus. Diese Segmentierung führte bei Trumps Anhängern zu Vorwürfen, CBS habe Harris absichtlich in einem vorteilhafteren Licht dargestellt. Trumps Anwälte forderten daraufhin die Herausgabe des vollständigen Interview-Transkripts, was CBS jedoch ablehnte. Der Sender wies die Manipulationsvorwürfe zurück und erklärte, dass eine solche Segmentierung üblich sei, um den zeitlichen Rahmen der Sendung einzuhalten.

US-Gerichte haben Medien in der Vergangenheit umfassende redaktionelle Freiheiten zugesprochen. Diese sind durch den ersten Verfassungszusatz der US-Verfassung, der die Pressefreiheit explizit schützt, besonders stark abgesichert. CBS betonte in diesem Zusammenhang, dass redaktionelle Entscheidungen Teil der journalistischen Freiheit seien. (dab/sda/dpa)

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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banda69
01.11.2024 06:46registriert Januar 2020
Man kann sich lebhaft vorstellen was passiert, wenn dieser verlogene Rechtspopulist wieder an die Macht kommt. Und ja. Rechtspopulisten schaden. Immer. Und überall.

Sind wir dankbar, dass unsere Rechtspopulisten nie ihr erklärtes Ziel von mehr als 50% Wähleranteil erreicht haben. Es wäre die Hölle für die grosse Mehrheit der Menschen unseres schönen Landes.
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[CH-Bürger]
01.11.2024 06:37registriert August 2018
naja, Donnie kann halt nach wie vor nicht damit umgehen, dass eine andere Person besser ist / wahrgenommen wird als er...

und warum hat er dann auf Biegen und Brechen verhindert, dass bei der TV-Debatte die Mikrophone immer eingeschaltet sind?
es wäre ja spannend gewesen, was er in seinen Bart flucht, wenn Kamala ihm so richtig Tee einschenkt!

ich bin immer noch zuversichtlich, dass er:
- die Wahl verliert (und hoffentlich genügend klar)
- sich seine Entourage von ihm abwendet
- er danach definitiv in der Versenkung verschwindet
- und endlich für seine zahlreichen Schandtaten bestraft wird
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Berner in Zürich
01.11.2024 06:49registriert August 2016
Und wer verklagt FOX News?
Trump muss schon sehr nervös sein die Wahl zu verlieren, damit man einen Sender verklagen muss...
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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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