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Polizist in Florida nimmt zwei Sechsjährige fest und verliert Job



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Bild: shutterstock

Ein Polizist im US-Staat Florida hat zwei Sechsjährige an einer Schule festgenommen und ist dafür gefeuert worden. Der Fall heizt nun die Debatte über Polizeipräsenz an amerikanischen Schulen an. Der Polizeichef der Stadt Orlando, Orlando Rolón, entschuldigte sich am Montag (Ortszeit) bei den beiden Kindern und ihren Familien.

Die Vorfälle hatten sich bereits in der vergangenen Woche ereignet. Bei den Kindern handle es sich um einen Jungen und ein Mädchen. Die Vorwürfe gegen sie - Fehlverhalten und Körperverletzung - wurden inzwischen fallengelassen, wie es hiess.

Die Grossmutter des Mädchens, Meralyn Kirkland, erklärte in der US-Presse, ihre Enkelin sei nach einem Wutanfall in das Schulbüro gebracht worden, wo ein Mitarbeiter versucht habe, sie mit einem Griff ans Handgelenk zu beruhigen. Das kleine Mädchen habe daraufhin um sich getreten.

Als Grund für den Wutanfall nannte die Oma die als Schlafapnoe bekannte Schlafstörung des Kindes. Zur Festnahme des Jungen machte die Polizei keine Angaben. Er sei inzwischen wieder bei seiner Familie, hiess es lediglich.

Polizisten in Schulen sind seit dem Massaker an der Columbine Highschool im Jahr 1999, bei dem zwei Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, ein fester Bestandteil des Alltages in den USA. Laut einer von der «Washington Post» zitierten Studie gab es an fast der Hälfte aller öffentlichen Schulen während des Zeitraums von 2017 bis 2018 Polizisten.

Doch die Kritik an ihnen wächst: Gewöhnliches Fehlverhalten Jugendlicher, mit dem sich früher Lehrer oder Schulleitungen auseinandersetzten, werde kriminalisiert, oft mit langfristigen Folgen für die Schüler. In den vergangenen Jahren hätten Strafmassnahmen afroamerikanische Schüler sowie Kinder mit Behinderungen überproportional häufig getroffen.

In dem konkreten Fall habe dem Polizist eine notwendige Genehmigung zur Festnahme eines Minderjährigen gefehlt. Die Untersuchungen dauerten zunächst noch an. Der Polizist ist laut US-Medien bereits früher auffällig geworden. (dfr/sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DanielaK 24.09.2019 17:41
    Highlight Highlight Einfache Frage: wieso zum xxx ist da keinem Erwachsenen etwas gescheiteres eingefallen, als die zwei Knirpse von einem Polizisten einkassieren zu lassen?
  • Victor Paulsen 24.09.2019 16:51
    Highlight Highlight Ich finde es eine totale dumme Sache. Aber auch hier wird der Polizist als Sündenbock hingestellt. Er hatte kein Verbot für die Verhaftung von Kindern an Schulen und musste seinen Dienst machen. Hätte er es nicht gemacht, hätte es irgendwann eine Situation gegeben, wo er bestraft worden wäre, weil er jemand nicht verhaftet hat. Also er muss mehr oder weniger seine Arbeit machen. Ich sehe das Problem weiter oben
  • loree_n 24.09.2019 16:16
    Highlight Highlight In den vergangenen Jahren hätten Strafmassnahmen afroamerikanische Schüler sowie Kinder mit Behinderungen überproportional häufig getroffen"

    Äusserst kompetentes Polizeipersonal! Super, momoll!
  • Salamikönig 24.09.2019 15:53
    Highlight Highlight Was macht überhaupt die Oma in der Schule
  • *sharky* 24.09.2019 14:52
    Highlight Highlight Hey... hätten alle, auch die Kids ihre Waffen dabei gehabt, hätten sie es auf die gute alte amerikanische Art und Weise 'ausdiskutieren' können und die Polizei wäre nicht beelendet worden.
    Eindeutig unentschuldbare Zustände dort an dieser Schule!
    Benutzer Bild
  • Nik G. 24.09.2019 14:52
    Highlight Highlight Florida man!
    Ist doch gut wenn die Kinder schon möglichst früh kriminalisiert werden. Dann wissen sie wie es ist im Erwachsenen Leben. Vermutlich war das Kind auch noch Schwarz dann ist es möglichst früh auf den Boden der Realität gebracht worden.....
    Oke dieser Text ist bitterböse. Entspricht aber leider der Realität in den USA.
    • Victor Paulsen 24.09.2019 16:53
      Highlight Highlight Stimmt. In Wirklichkeit ist das ein von der Schule geführtes Integrierungsprogramm😂
      (Nicht ernst gemeint)
    • Nik G. 24.09.2019 19:16
      Highlight Highlight Uuuh der ist fies
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 24.09.2019 14:41
    Highlight Highlight Einfach nur vollkommen krank.
    Mir wird schlecht beim Gedanken, dass wir in der Schweiz Leute haben, die sich über solche Idiotien freuen würden.
    • DemonCore 24.09.2019 14:59
      Highlight Highlight Einverstanden, aber was sagst du zu dem Fall wo eine Basler Lehrerin selber täglich bei einem Schüler die Taschenkontrolle durchführen musste? Der Schüler war gewalttätig, wurde aber in der Regelschule belassen. An ihrem 2. letzten Arbeitstag vor der Pensionierung hat er seine Lehrerin verprügelt und sie musste wegen einem Kieferbruch und anderen Verletzungen in Spitalbehandlung.

      Dass Lehrerinnen mit möglicherweise bewaffneten und gewalttätigen Schülern im Schulzimmer selbst für Sicherheit sorgen sollen kann es ja wohl auch nicht sein.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 24.09.2019 17:45
      Highlight Highlight Und was hat das pervertierte amerikanische Justizsystem damit zu tun, dass unsere Behörden einfach nicht das tun, wofür sie da sind?
  • RichiZueri 24.09.2019 14:37
    Highlight Highlight Das Fehlverhalten des Polizisten bestand darin, dass ihm lediglich die Genehmigung für die Festnahme eines Minderjährigen gefehlt hatte.
    Zwei Sechsjährige festzunehmen wäre also ok, solange er die Genehmigung dazu hätte. Wow!

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