Tausende sind schon gestorben: Erneute Proteste im Iran
Am Wochenende und auch in der vergangenen Woche gab es erneut Sitzstreiks, Kundgebungen und Proteste in unterschiedlichen Teilen des Landes, so auch an der Teheraner Universität, der Amir-Kabir-Universität für Technologie. Dort startet diese Woche das neue Semester.
Die Aktionen fanden in erster Linie statt, um derer zu gedenken, die im vergangenen Monat bei Protesten getötet wurden. Die Proteste im Januar hatten wegen wirtschaftlicher Missstände begonnen und sich rasch zur grössten Protestwelle seit der Islamischen Revolution von 1979 ausgeweitet.
Laut BBC hat die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) mindestens 6159 Todesopfer während dieser Proteste bestätigt, darunter 5804 Demonstrierende, 92 Kinder und 214 Personen mit Verbindungen zur Regierung. Zudem gab die Agency an, 17'000 weitere gemeldete Todesfälle zu untersuchen.
Auch in anderen Teilen der Welt gehen Demonstrierende auf die Strassen. So etwa in Barcelona. Diese forderten ein Eingreifen der USA, um die Iranerinnen und Iraner vor dem Regime zu beschützen. Am vergangenen Dienstag, 17. Februar fanden in Genf Gespräche zwischen den USA und Iran statt, die darauf abzielten, Irans Atomwaffenprogramm einzudämmen. Bei dem Treffen von Trumps Friedensrat am Donnerstag setzte Trump ein Ultimatum von zehn bis fünfzehn Tagen, um eine Einigung im langjährigen Atomstreit zu erzielen. Ansonsten geschähen schlimme Dinge. Die USA haben ihre militärische Präsenz in der Nähe Irans bereits verstärkt, und Präsident Donald Trump hat erklärt, er erwäge einen begrenzten Militärschlag. (emm)
