DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Powell auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2012.
Powell auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2012. Bild: AP/AP

Ex-Aussenminister Powell will für Biden stimmen – und kritisiert Trump heftig

07.06.2020, 18:2508.06.2020, 13:26

Der frühere US-Aussenminister Colin Powell – ein Republikaner – will bei der US-Präsidentschaftswahl im November für den Demokraten Joe Biden stimmen. Das kündigte Powell am Sonntag im US-Sender CNN an. Der Ex-General übte zugleich scharfe Kritik am republikanischen US-Präsidenten Donald Trump. Trump entferne sich von der Verfassung und werde «gefährlich für unsere Demokratie, gefährlich für unser Land», sagte Powell. «Er lügt über Dinge und er kommt damit durch, weil Menschen ihn nicht zur Rechenschaft ziehen.»

>>> Alle News zur Lage in den USA im Liveticker

Trump reagierte auf Twitter scharf auf Powells Ankündigung. Er verwies auf den Irakkrieg und implizit auf Powells Auftritt vor dem UN-Sicherheitsrat 2003, in dem er behauptet hatte, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen.

Zahlreiche andere frühere Spitzenpolitiker haben Trump in den vergangenen Tagen wegen seines Umgangs mit den Protesten infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz kritisiert. Trumps früherer Verteidigungsminister James Mattis hatte den Präsidenten bereits am Mittwoch einen Spalter genannt.

Am Freitag schloss sich Trumps früherer Stabschef John Kelly der Kritik von Mattis an. Sowohl Mattis als auch Kelly sind – wie Powell – frühere Generäle. Powell war von 2001 bis 2005 unter US-Präsident George W. Bush Aussenminister.

Ex-Verteidigungsminister Mattis nannte Trump einen «Spalter».
Ex-Verteidigungsminister Mattis nannte Trump einen «Spalter».Bild: EPA/EPA

Am Freitag hatten sich mehrere frühere US-Verteidigungsminister gegen Trumps Drohung gestellt, das Militär wegen der Proteste in den USA einzusetzen. In einem in der «Washington Post» veröffentlichten Gastbeitrag warnten die Ex-Verteidigungsminister Leon Panetta, Chuck Hagel, Aston Carter sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere davor, das Militär in einer Weise einzusetzen, die die verfassungsmässigen Rechte der Amerikaner untergraben würde. (sda/dpa/dhr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA

1 / 16
Tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA
quelle: ap/ap / kathy willens
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Polizeigewalt in den USA setzt neue Massstäbe

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

42 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
banda69
07.06.2020 18:49registriert Januar 2020
Es wird wohl immer enger für diesen menschen- und umweltfeindlichen Rechtspopulisten.
23622
Melden
Zum Kommentar
avatar
Juliet Bravo
07.06.2020 21:32registriert November 2016
Die Regierung unter G.W. Bush empfand ich damals als Zumutung. Die Propaganda war unerträglich, und dass viele US-Amerikaner dieser Kriegsrethorik unkritisch gegenüberstanden, frustrierte die grosse Mehrheit in Europa. Dass es noch soweit kommt, dass sogar die jetzt als Friedenstauben gegen den autoritären Präsidenten zu Felde ziehen, ist bemerkenswert. Powell schämt sich heute noch, da mitgemacht zu haben.
1198
Melden
Zum Kommentar
avatar
Reto Schnurrenberger-Stämpfler
07.06.2020 19:35registriert Dezember 2019
Trump ist und bleibt ein Totalloser, grosse Klappe und null Hirn.
10317
Melden
Zum Kommentar
42
Sibel Arslan nach ihrem «Arena»-Auftritt in der Kritik – auf Twitter rudert sie zurück
Die Grüne Nationalrätin Sibel Arslan erntete heftige Kritik wegen ihrer Aussage in der SRF-«Arena». Sie sagte, die Annäherung der Ukraine an die Nato habe Russland zum Krieg «provoziert». Später ruderte die Politikerin auf Twitter zurück.

Wie gewohnt, wurde auch in der jüngsten SRF-«Arena» zur Schweizer Neutralitätspolitik heftig debattiert. Dabei stachen vor allem Aussagen der Grünen Nationalrätin Sibel Arslan hervor. So zeigte sie sich in der Sendung von Freitagabend grundsätzlich skeptisch, was eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Nato angeht. Dies, weil es potenzielle Gegner «provozieren» könnte.

Zur Story